Tagebuch


 
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Bericht
DeLiA 2012 – Die Liebesromantage in Grassau
von Iny und Elmar am 2012-05-16
Am 10.05.2012 fanden in Grassau im Chiemgau die Liebesromantage des Vereins zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V., auch kurz und knackig DeLiA genannt, statt. Für uns war es eine recht kurze Fahrt von etwa einer Stunde. Andere Kolleginnen und Kollegen kamen hingegen aus Hamburg, Hannover und sogar aus Italien. So war es kein Wunder, dass wir zu den Ersten zählten, die in Grassau eintrafen. Die frühe Zeit war allerdings beabsichtigt, denn um 17:00 Uhr stand ein Interviewtermin mit einer Reporterin des Bayerischen Rundfunks an.

Vorher aber begrüßten wir Kerstin Gier, Eva Völler, Angeline Bauer und Micaela Jary, die mit uns zusammen der Dame vom BR Rede und Antwort stehen mussten. Nach einem Latte Macchiato zum Eingewöhnen war es dann so weit. Es wurde ein interessantes Gespräch, das alle Facetten von Liebe in der Literatur umfasste. Die Autorinnen und Autoren von DeLiA schreiben ja nicht nur über Beziehungskisten, sondern von Thrillern über Historische Romane bis hin zu Jugend- und Kinderbüchern beinahe alles, in dem Liebe im weitesten Sinne vorkommt.

Nach dem Interview trafen in rascher Folge weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf und es wurde ein recht bunter Abend. Da man sich teilweise ein Jahr oder länger nicht gesehen hatte, gab es viel zu erzählen.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Der Vormittag war nämlich König Ludwig II. gewidmet, dessen Liebe vor allem stattlichen Schlössern galt. Bereits um 09:00 Uhr fuhr unser Schiff von Prien aus nach Herrenchiemsee. Angeline Bauer, die Organisatorin der Liebesromantage in Grassau, bemühte sich redlich, ihre Flöhe zu hüten, doch vier Teilnehmerinnen schafften es nur durch ein gnädiges Zuwarten des Kapitäns, noch mitgenommen zu werden, und zwei kamen mit einem anderen Schiff nach.

Wir kannten Herrenchiemsee und das Königsschloss von früheren Besuchen, nahmen aber trotzdem an der Führung teil und entdeckten neue, interessante Aspekte an dem Bayernkönig, der so gerne in der Vergangenheit lebte und sich doch immer wieder mit seiner eigenen, moderneren Zeit auseinandersetzen musste.

Das Mittagessen nahmen wir auf der Insel Frauenchiemsee ein und fuhren anschließend nach Prien zurück. Um 15:00 Uhr begannen in der Bücherei Grassau sowie im kleinen Heftersaal die Schreibseminare.

Rebecca Michele referierte über das Recherchieren für den Historischen Roman und Charlotte Thomas erklärte den Zuhörerinnen und Zuhörern, wie ein spannender Roman entsteht. Parallel dazu berichtete Petra Schier, wie man sein Buch im Internet bewerben kann, und Victor Glass stellte Electronic Publishing am Beispiel "Kindle" vor.

Um möglichst viel von den Seminaren mitzunehmen, trennten wir uns und tauschten hinterher unsere Eindrücke aus.

Das Abendessen fand in einer Pizzeria statt, die man sowohl für die Flexibilität bei der Tischgestaltung, wie auch die rasche Zubereitung der Speisen loben muss. Dadurch kamen wir alle rechtzeitig zu den Lesungen im Großen Heftersaal, in dem bereits eine zahlreiche Zuhörerschaft auf die Vortragenden wartete.

Es begann Heidi Rehn mit 'Gold und Stein', gefolgt von Angeline Bauer mit 'Die Niemalsbraut'. In beiden Lesungen ging es um dramatische Geburten, so dass Kerstin Gier mit ihrer Lesung aus 'Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner' gerade die richtige Entspannung bot. Marie Cristen kehrte mit 'Blutfluch' wieder ins Mittelalter zurück, während Britta Sabbag in 'Pinguinwetter' ihre Heldin am Morgen nach einer heftig durchzechten Nacht erwachen ließ. Anschließend las Iny aus 'Töchter der Sünde' und Petra Schier bildete mit 'Die Gewürzhändlerin' den Abschluss einer ebenso interessanten wie spannenden Lesenacht.

Da die einzelnen Beiträge jeweils 20 Minuten umfassten, kamen wir noch zu einer halbwegs brauchbaren Zeit ins Bett. Für die Hardcore-DeLiAs fing hingegen der Abend erst so richtig an. Die Folgen waren am nächsten Morgen bei der Hauptversammlung des Vereins zu sehen. Hier musste starker Kaffee so manche graue Zelle in Schwung bringen. Aber dies gelang auch und gegen Mittag waren alle Tagesordnungspunkte abgehandelt.

Der Nachmittag galt wieder den Lesungen. Eigentlich hätte eine Literadtour stattfinden sollen. Hier aber legte der Wettergott ein recht barsches Veto ein. Hatten wir bei unserem Besuch auf Herrenchiemsee am Vortag noch bei 30 Grad geschwitzt, polterte nun mit Pankratius der erste Eisheilige über das Land und sorgte für erfrischende 7,5 Grad und reichlich Segen von oben.

Die Veranstaltung wurde kurzerhand in den kleinen Heftersaal verlegt und unsere Organisatorin Angeline Bauer ließ uns die Radtour zu den einzelnen Leseorten in der Fantasie erleben. Bei jeder 'Station' wurde gelesen, und zwar von Elisabeth Büchle aus 'Goldsommer', von Victor Glass aus 'Rudolf Diesel', von Christopher Ross aus 'Der Ring der McCallums' und von Charlotte Thomas aus "Das Erbe der Braumeisterin'.

Parallel fanden in der Bücherei ebenfalls Lesungen statt. So las Nora Berger aus 'Königsberger Klopse mit Champagner, Michelle Raven aus 'Ghostwalker – Tag der Rache', Katryn Berlinger aus 'Die Meeresflüsterin' und Rebecca Michele aus 'Die Tote von Higher Barton'.

Anschließend trafen sich Autoren und Leser bei Kaffee und ausgezeichnetem Kuchen in der Bücherei Grassau. Es wurde ein recht munteres Treiben, bei dem so manche Frage beantwortet werden musste und etliche Bücher zu signieren waren.

Allmählich machte sich Spannung breit. Die große Gala mit der Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2012 näherte sich und so entschwanden viele Teilnehmer in Richtung ihrer Hotels, um sich aufzuhübschen. Wir zogen uns auch um, blieben aber bei unserem gewohnten Look mit Hose, T-Shirts mit Tiermotiven und Weste, den wir in der Öffentlichkeit immer tragen.

Der Große Heftersaal war voll, als wir dort eintraten. Patricia von der Presseabteilung des Knaur-Verlags hatte jedoch zwei Plätze eisern für uns verteidigt und so konnte der feierliche Abend beginnen. Für den musikalischen Teil war die A-cappella-Gruppe der 5 vor 12 zuständig, die die Zuhörer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Durch den Galaabend selbst führte unsere Kollegin und Kabarettistin Sophia Farago, die auch die nominierten AutorInnen und deren Bücher vorstellte. Alle Nominierten waren bis auf eine Ausnahme anwesend, die sich allerdings mit gutem Grund entschuldigt hatte, und harrten der Verkündung der aus Micaela Jary, Petra Schier, Petra A. Bauer und Sophia Farago bestehenden Jury.

Dritte Preisträgerin wurde Susanne Falk mit ihrem Roman 'Das Wunder von Treviso'. Den zweiten Preis errang Elisabeth Büchle mit 'Goldsommer'. Strahlende Siegerin wurde jedoch Susanne Goga mit dem Roman 'Die Sprache der Schatten'.

Als die Preisverleihung zu Ende war, wurden kleine Happen, neudeutsch Fingerfood genannt, sowie Verschiedenstes zu trinken gereicht. Es ergaben sich etliche Gesprächsrunden und schließlich wurde es im Foyer so eng, dass man schon eine gut geölte Sardine sein musste. Als Hering wäre man schon zu dick gewesen. Die 5 vor 12 ließen sich noch zu einer schmissigen Zugabe überreden, danach aber ergriffen wir die Flucht. Bei dem Gedränge, das herrschte, musste die Veranstaltung einfach ein grandioser Erfolg gewesen sein.

Der Sonntagmorgen bedeutete auch den Abschied von Grassau. Vorher aber trafen sich die noch anwesenden Teilnehmer der DeLiA-Tage im Nebenraum eines Gasthofes zum Frühschoppen. Auch hier gab es noch einmal ein breites Programm. So spielten 'D'vier Buam' aus Unterwössen mit ihren Ziehharmonikas auf, die teilweise größer waren als sie selbst, Pfarrer Rupert Rigam las Gedichte im Schnubiglbairisch, und Eva Völler aus ihrem Roman 'Leg dich nicht mit Mutti an'. Der Clou aber waren die Schuhplattler vom Trachtenverein Grassau. Angeline Bauer erklärte dabei, dass die Meinung, das Schuhplattln wäre vom Balztanz der Auerhähne abgeleitet, völlig falsch sei, denn wann habe man je einen Auerhahn gesehen, der sich auf seine Schenkel und Schuhsohlen geklopft hätte.

Der Frühschoppen war ein würdiger Abschluss wunderbarer DeLiA-Tage und dennoch herrschte eine gewisse Wehmut. Immer mehr Teilnehmer verabschiedeten sich, um ihren Zug zu erreichen oder selbst nach Hausa zu fahren. Auch für uns wurde es schließlich Zeit, Ade zu sagen und in den Dicken zu steigen.

Angeline, herzlichen Dank für die schönen Tage in Grassau! Besser als du kann man es nicht machen.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Neues im Mai
von Iny und Elmar am 2012-05-08
Man will kaum glauben, wie die Zeit vergeht. Das Jahr hat kaum angefangen, da schaut man auf den Kalender und es ist schon Mai. Nach zwei etwas ruhigeren Monaten gibt es nun wieder Neues zu verkünden:



Der blaue Panther:

Andreas Bareiss und Sven Burgemeister erhalten den Bayerischen Fernsehpreis für die Produktion "Die Rache der Wanderhure"

Obwohl diese Ehrung uns nicht persönlich betrifft, freuen wir uns riesig für Andreas Bareiss und Sven Burgemeister. Sie haben den Blauen Panther (das Symbol des Bayerischen Fernsehpreises) mehr als verdient. Ihre Leistung wurde von der Jury als "herausragend zu würdigen" bezeichnet! Auch haben sie mit der Auswahl der Stoffe "den richtigen produzentischen Riecher für eine neue Farbe in der deutschen TV-Landschaft bewiesen".

Unsere Gratulation gilt nicht nur unseren beiden Produzenten, sondern dem gesamten Team von TV60 von den Drehbuchautoren, den Schauspielern, dem Regisseur angefangen bis zum Casting und der letzten Hilfskraft am Set.

Andreas und Sven, wir sind stolz auf euch!

Das Vermächtnis der Wanderhure – Film:

Mittlerweile haben auch die Dreharbeiten zum "Vermächtnis der Wanderhure" begonnen. Wer sich die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises im Bayerischen Fernsehen angesehen hat, konnte bereits einen Blick auf einen Teil des Sets erhaschen.

Wir wünschen allen Beteiligten ein gutes Gelingen und freuen uns auf einen spannenden, grandiosen Film!



Methan:

Inzwischen ist bei Page & Turner mit "Methan" unser vierter Thriller mit dem Geheimagenten Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow erschienen. Die beiden erleben wieder ein hochdramatisches Abenteuer. In den Roman sind ein paar kleine Details unserer Recherchereise mit eingeflossen, wenn auch natürlich nicht im Actionteil.




Projektil:

Im Juni erscheint bei Goldmann die Taschenbuchausgabe unseres Thrillers "Die geheime Waffe" unter dem neuen Titel "Projektil". Es handelt sich dabei um das zweite Abenteuer unseres Geheimagenten Torsten Renk und das Erste, bei dem ihm seine Kollegin Henriette von Tarow zur Seite steht. Ist er zunächst noch skeptisch, was sie betrifft, so belehrt Henriette ihn schon bald eines Besseren. Dies ist auch gut so, denn sie stehen einem Feind gegenüber, der keine Gnade kennt.




Vampirjagd:

Im Juni 2012 erscheint bei Piper mit "Vampirjagd" die Fortsetzung des Romans "Die schwarze Königin". Erneut müssen sich unsere Wiener Vampire einem unheimlichen Feind stellen und sehen sich zusätzlich einer weiteren Herausforderung gegenüber, die ihre Existenz gefährden kann. Daniela und ihre Freunde müssen bis über die Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen, und selbst dann ist es nicht gewiss, ob es ihnen gelingt, sich gegen die Gefahr aus dem Nichts zu behaupten.




Feuertochter:

Mittlerweile steht auch der Titel für das bei Knaur erscheinende Iny-Lorentz-Hardcover im Herbst fest. Der Roman heißt "Feuertochter" und spielt in Irland zu einer Zeit, als die Iren sich wieder einmal gegen die englische Herrschaft auflehnen. Die junge Irin Ciara ist eine glühende Patriotin und sehnt die Freiheit für ihre Heimat aus ganzem Herzen herbei. Doch schon bald begreift sie, dass es auch um ihre eigene Freiheit geht und diese ebenso schwer zu erreichen ist wie die ihrer Insel. Spannung und Liebe sind wie bei allen Iny-Lorentz-Romanen gewährleistet.




Stolz der Kriegerin:

Im November erscheint der zweite Fantasyroman unserer Dämmerlandsaga um die Heldin Laisa. Sie erhält erneut einen wichtigen Auftrag, von dessen Ausgang es abhängt, ob der brüchige Frieden zwischen den beiden verfeindeten Seiten des Großen Stromes bewahrt werden kann. Der Feind im Dunkeln sammelt jedoch bereits seine Scharen, um nicht nur Laisa, sondern auch das mächtigste Reich der Dämmerlande zu vernichten. Doch Laisa ist nicht auf sich allein gestellt. Rogon, der Prinz von Andhir, verlässt seine Heimat, um Abenteuer zu erleben, und die bekommt er gleich richtig serviert.



Info
Das Bayerische Jahrtausend
von Iny und Elmar am 2012-03-20
Eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks


In zehn Sendungen zu je 45 Minuten stellt das Bayerische Fernsehen zehn Jahrhunderte in zehn Städten mit unterschiedlicher Entwicklung vor. Jede Sendung befasst sich mit einer besonderen geschichtlichen Epoche anhand der jeweiligen Stadt.

Die Sendetermine im Bayerischen Fernsehen. Ausstrahlung jeweils um 22:00 Uhr:

31.03.2012: 11. Jahrhundert: Bamberg
02.04.2012: 12. Jahrhundert: Würzburg
03.04.2012: 13. Jahrhundert: Regensburg
04.04.2012: 14. Jahrhundert: Straubing
05.04.2012: 15. Jahrhundert: Nürnberg
08.04.2012: 16. Jahrhundert: Augsburg
09.04.2012: 17. Jahrhundert: Ingolstadt
10.04.2012: 18. Jahrhundert: Erlangen
11.04.2012: 19. Jahrhundert: Fürth
12.04.2012: 20. Jahrhundert: München

Die Sendungen werden wiederholt in BR-Alpha jeweils samstags ab dem 21.04. um 20:15 Uhr.



Der Bayerische Rundfunk hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das letzte Jahrtausend anhand der Entwicklungen in den oben genannten Städten mit Informationen und Spielszenen zu dokumentieren. In jeder dieser Städte wurde recherchiert und gedreht. Außerdem fand jeweils eine Vorpremiere statt, in der geladene Gäste den Film über die entsprechende Stadt erleben konnten.

Zu unserer großen Freude wurden unsere Filmagentin Isabel, unsere Agenturlektorin Ingeborg und wir von der Stadt Erlangen für die Vorpremiere über das 18. Jahrhundert eingeladen. Am 16.03.2012 brachen wir vier kurz vor Mittag nach Erlangen auf. Auf uns wartete nicht nur die Vorpremiere am Abend, sondern auch eine eigens für uns organisierte Stadtführung. Vorher aber galt es, einen passenden Parkplatz zu finden und zu Mittag zu essen. Isabel hatte für 13:30 Uhr einen Tisch bestellt, und Punkt 13:30 Uhr setzten wir uns an denselben. Dabei stand unser Dicker einige hundert Meter entfernt auf einem für die Rückfahrt äußerst günstig gelegenen Parkplatz.

Nach dem Essen ging es zur Hugenottenkirche, wo wir uns mit Frau May vom Erlanger Fremdenverkehrsamt und unserer Stadtführerin Frau Klopfer trafen. In den nächsten zwei Stunden brachte Frau Klopfer uns Erlangen und dessen Geschichte nahe und würzte den Rundgang mit einigen Anekdoten. Die Stadtführung endete schließlich vor einem Café, auf dessen Terrasse wir die restliche Zeit bis zur Premiere verbrachten.

Die Premiere des Films über das 18. Jahrhundert in Erlangen fand im Markgrafentheater statt, dem letzten Barocktheater in Süddeutschland, in dem noch Stücke aufgeführt werden. Wie bei solchen Anlässen üblich, wurden einige Reden gehalten. Schließlich wurde das Licht gedimmt und der Film begann mit den Hugenotten, die Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth ins Land gerufen hatte, um an dieser Stelle die Idealstadt Christian-Erlang zu gründen. Gezeigt wurden auch die Probleme, welche die Ankunft der Glaubensflüchtlinge für die Bewohner der nur einen Steinwurf entfernten Altstadt Erlangens mit sich brachte. Diese mussten nicht nur die Neuankömmlinge in ihre Häuser aufnehmen und verköstigen, sondern auch noch beim Bau der neuen Stadt mithelfen, und das ohne jeden Lohn oder andere Vergünstigungen.

Auch die Friedrich-Alexander-Universität wurde entsprechend gewürdigt, ebenso der ganzen Entwicklung der 'Franzosenstadt', die bald auch Einheimische anzog und einen rasanten Aufschwung nahm.

Für unser Gefühl viel zu schnell waren die 45 Minuten um und nach letzten Ansprachen ergab sich die Gelegenheit, mit einigen der Macher dieser Filmreihe zu reden, bevor zu vorgerückter Stunde der Abschied kam und unser braver Dicker uns wieder nach Hause brachte.

Es war ein schöner und interessanter Ausflug, den wir sehr genossen haben und wir danken der Stadt Erlangen sehr herzlich für diese Einladung.

Iny und Elmar Lorentz



Info
Neuigkeiten
von Iny und Elmar am 2012-03-11
Miroque, das Magazin für lebendige Geschichte Nr. 9 (II/2012), erschienen im März 2012, enthält neben einen Bericht über 'Die Rache der Wanderhure' mit Bildern vom Film auch ein Interview mit uns, sowie eine exklusiv für Miroque geschriebene Kurzgeschichte um unsere Wanderhure Marie.

Miroque Nr. 9 ist in vielen Zeitschriftengeschäften und Mittelalterläden zu beziehen, sowie über

VK Histomedia GmbH Albertstraße 20 46049 Oberhausen


Iny und Elmar Lorentz

Info
Die Rache der Wanderhure - Unterschiede Film-Buch
von Iny und Elmar am 2012-03-06
Wer sowohl den Film gesehen wie auch das Buch zum Film gelesen hat, konnte erkennen, dass mehrere Szenen aus dem Buch im Film fehlen und ein paar andere umgeändert worden waren. Der Grund dafür liegt darin, dass das Manuskript bereits vor Beginn der Dreharbeiten beim Verlag abgeliefert werden musste. Unser Ausgangsmaterial für das Buch bestand aus der dritten Fassung des Drehbuches, die auch dem Regisseur als Grundlage übergeben worden ist. Nun besitzt ein Regisseur einen gewissen Freiraum für die Umsetzung des Drehbuchs. Immerhin ist er dem Produzenten und dem Verlag für den Film verantwortlich und nicht den Drehbuchautoren.

In Großen und Ganzen hat Hansjörg Thurn sich an das Drehbuch gehalten. Auch wurden Szenen gedreht, die später herausgefallen sind. Wer sich das Making of auf der DVD der 'Rache der Wanderhure' anschaut, wird Ausschnitte aus solchen Szenen entdecken. Doch was von dem gedrehten Material schlussendlich verwendet wird, entscheidet der Regisseur in Zusammenarbeit mit dem Cutter, sprich der Person, die die einzelnen Teile des Films aneinander setzt. Beide müssen die ihnen vorgegebene Sendezeit im Auge behalten. Aus diesem Grund mussten ganze Szenen ausgelassen und andere verkürzt oder zusammengefügt werden. Dadurch ergaben sich Änderungen, die auch eine neue Motivation der handelnden Personen bedingten.

Der größte Unterschied zum Drehbuch und zum Buch ist das Ende von Janus Suppertur. Es war im Drehbuch ganz anders beschrieben und hätte auch einige Minuten mehr Sendezeit erfordert als die von Hansjörg Thurn gewählte Variante. Uns gefällt das neue Ende auch sehr gut und wir bedauern, dass wir diese Wendung nicht früh genug kannten, um sie im Buch zum Film umsetzen zu können.

Iny und Elmar Lorentz

Info
Die Quote
von Iny und Elmar am 2012-03-05
Was für ein Buch die Verkaufszahl, ist für einen Fernsehfilm die Zuschauerquote. Mit ihr steht und fällt vieles. So war es schon bei der 'Wanderhure'. Wäre die Quote des Films schlecht gewesen, hätten wir eben nur einen verfilmten Roman gehabt und keinen weiteren. Zum Glück wurde der Film bei seiner Ausstrahlung 2010 mit 31,3 % ein Riesenerfolg. Das war aber keine Garantie dafür, dass auch 'Die Rache der Wanderhure' ihre Zuschauer finden würde. Aus diesem Grund war die Anspannung beim Sender, dem Produzenten, der Filmcrew, unseren beiden Agentinnen und natürlich auch bei uns größer als beim ersten Film, denn immerhin hatte Sat1 bereits angekündigt, auch 'Das Vermächtnis der Wanderhure' verfilmen zu wollen.

In unseren schlimmsten Alpträumen sahen wir 'Die Rache der Wanderhure' zu einem totalen Flop werden, als dessen Folge Sat1 sämtliche Vorbereitungen für das 'Vermächtnis' abbrechen würde. Daher begann das eigentliche Zittern nach der Ausstrahlung. Unsere Filmagentin Isabel versprach, uns am 29.02.2012 sofort anzurufen, sobald sie die Zahlen hätte. Gleichzeitig gab jeder seinen Tipp ab, der teilweise mehr von der Hoffnung als der wahren Erwartung beeinflusst wurde. Am höchsten tippte Isabel selbst mit 7,5 Millionen Zuschauer in Deutschland, während wir uns mit 6,1 und 6,5 Millionen begnügten. Alle drei Zahlen lagen über der magischen Grenze, die für Sat1 als Erfolg gelten konnte.

Am 29.02.2012 klingelte bereits sehr früh das Telefon und holte Elmar aus dem Badezimmer. Als er abhob, war am anderen Ende eine begeisterte Isabel. "Wir haben 8,1 Millionen!", meldete sie. "Das sind 25,3 Prozent insgesamt und 27,0 Prozent bei der für Sat1 werberelevanten Gruppe!"

Elmar brauchte einen Augenblick, um die Nachricht zu realisieren. Dann aber freute er sich königlich. Der zweite Film mit unserer Wanderhure Marie hatte es geschafft, eine Zuschauerzahl zu erreichen, die im Vorfeld niemand für möglich gehalten hätte. Der Albtraum mit dem Abbruch des 'Vermächtnisses' war nicht Wirklichkeit geworden. Schon im April werden sich Alexandra Neldel, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Götz Otto und die anderen wieder in Prag versammeln und ans Werk gehen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei und uns, dass wir wieder einen Tag beim Set dabei sein dürfen.

Die für uns ebenfalls wichtige Quote in Österreich betrug mit 842.000 Zuschauern 29 Prozent! Wie schon bei der 'Wanderhure' hatten die Zuseher vom ORF auch diesmal die Nase leicht vorne.

Wir bedanken uns bei allen, die zu diesem gewaltigen Erfolg beigetragen haben und freuen uns auf einen weiteren grandiosen Film!

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Ausstrahlungsparty
von Iny und Elmar am 2012-03-04
Schon 2010 hatte der Droemer-Knaur-Verlag anlässlich der Ausstrahlung des Films 'Die Wanderhure' eine gelungene Party einen Tag vor dem Beginn der Buchmesse in Frankfurt veranstaltet. Diesmal fand die Ausstrahlungsparty in München statt. Eingeladen waren viele Verlagsangestellte, unsere Agentinnen, die Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon samt ihren Partnerinnen, einige Fans, die die Teilnahme im Preisausschreiben gewonnen hatten, und natürlich wir.

Gleich zu Beginn schockierte Elmar die Chefin der Lizenzabteilung, als er auf die Frage hin, wie lange wir für die Fahrt gebraucht hätten, zwei Stunden nannte. Iny war es dann überlassen, zu erklären, dass in diese Zeit auch ein kleiner Einkaufsbummel in München eingeschlossen gewesen wäre.

Wir lernten auf jeden Fall einige neue Droemer-Knaur-Leute kennen, ließen uns von unserer Agentin mit Getränken und Fingerfood versorgen und unterhielten uns den Anwesenden, bis unsere Pressedame Patricia ihre Ansprache begann und wir dann auch noch von unserer Cheflektorin über den grünen Klee gelobt wurden. Dies erinnert uns gerade daran, dass unser nächster Iny-Lorentz-Roman in Irland spielen wird. Zum Glück war das Licht gedimmt, so dass niemand sah, wie rot wir bei dem Lob wurden.

In den nächsten 120 Minuten verfolgten alle gespannt Maries und Michels Abenteuer auf der Leinwand. Obwohl wir den Film schon zweimal gesehen hatten, fieberten wir auch diesmal mit. Elmar konstatierte zuletzt erleichtert, dass Janus Suppertur zum Stachelschwein gemacht worden war. Die Begeisterung war einhellig und wir konnten uns vor Glückwünschen kaum retten.

Zu unserer Erleichterung kamen nun die eingeladenen Fans, um ihre Bücher signieren zu lassen. Zweien von ihnen gelang es, die Din-A3-großen Filmplakate als Souvenir zu ergattern. Wir nahmen uns Zeit, die an uns gestellten Fragen zu beantworten und erläuterten auch die unterschiedlichen Anforderungen, die an einen Roman und einen Film gestellt werden. Es herrschte eine herrlich entspannte Atmosphäre, die es einem schwer machte, sich zu verabschieden. Mehrere Leute, die bereits kurz nach Ende des Films hatten gehen wollen, saßen anderthalb Stunden später noch immer dort. Für uns war es wunderschön, den Film mit den Menschen zusammen anzusehen, die ihn im Grunde erst ermöglicht hatten, wie unsere Agentin Lianne Kolf, unsere Filmagentin Isabel, unserer Cheflektorin Christine Steffen-Reimann und alle die anderen, die mitgeholfen haben, dass unsere 'Wanderhure' und die anderen Iny-Lorentz-Romane hübsch in Buchdeckel verpackt in den Buchhandlungen die Leser erreichen.

Als wie uns schließlich schweren Herzens von der restlichen Runde trennten, lag nur noch ein großes Fragezeichen vor uns und dies betraf die Zuschauerquoten in Österreich und Deutschland. Doch die konnten wir an diesem Abend noch nicht erfahren.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Bei Tietjen und Hirschhausen in Hannover
von Iny und Elmar am 2012-03-04
Gerade aus Wien zurück packten wir unseren Koffer frisch für den nächsten Morgen. Es würde nach Hannover zur Talkshow von Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen gehen. Als das Taxi uns zum Flughafen brachte, wartete bereits Patricia Kessler vom Knaur-Verlag auf uns, die uns in die Leinestadt begleiten sollte. Auch an diesem Morgen stieg der Aluminiumvogel zeitgerecht auf und brachte uns ohne Probleme nach Hannover.

Kurz darauf kamen wir im Hotel an und vertrieben uns die Zeit, bis der Fahrdienst uns zu den Studios des NDR bringen würde, mit einem guten Mittagessen. Als wir schließlich vor den Studios ankamen, wurden wir ähnlich wie in Wien bereits vor der Tür von Menschen erwartet, die Autogramme von uns haben wollten. Wir stellten uns auch für ein paar Fotos bereit und dann ging es postwendend in die Maske. Im Aufenthaltsraum lernten wir anschließend die anderen Talkshowgäste kennen. Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen hatten eine illustre und vor allem sehr nette Schar eingeladen, die einen interessanten Abend versprach.

So war die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt erschienen, der Journalist Hajo Schumacher, Oliver Kalkofe, dessen Wortwitz einem stets Vergnügen bereitet, sowie der Kabarettist Bill Mockrigde, der ein fester Bestandteil der 'Lindenstraße' ist. Dazu stießen noch der Sänger Stefan Gwildis und Jan Becker, der Mann des Wunderbaren.

Nach einer kurzen Vorbesprechung ging es ins Studio. Dort warteten bereits die Zuschauer und spendeten allen Talkshowgästen lebhaften Beifall. Die beiden Gastgeber Tietjen und von Hirschhausen waren ebenso gut gelaunt wie vorbereitet und führten uns durch zwei Stunden mit interessanten Gesprächen, zu deren Höhepunkten der neue Song zählte, den Stefan Gwildis vortrug, sowie ein Pendelexperiment, mit dem Jan Becker uns die Macht der Gedanken präsentierte.

Auch wir wurden zu unserer Arbeitsweise und natürlich zur 'Rache der Wanderhure' befragt und gaben munter Antwort. Gerade, als die Veranstaltung so richtig Fahrt aufgenommen hatte, mussten Bettina Tietjen und Eckart von Hirschhausen uns abrupt bremsen. Die zwei Stunden der Talkshow waren um, ohne dass es einem von uns so lange vorgekommen wäre.

Mit einem Bier oder einem Schluck Wein und leckeren Kanapees klang der Abend schließlich aus. Wir mussten erneut ein paar Autogramme geben, dann ging es zurück ins Hotel. Die Nacht war arg kurz, aber zu unserer Freude hob das Flugzeug am nächsten Tag planmäßig ab und brachte uns nach München zurück. Als wir die Vorhalle des Münchener Flughafens betraten, sahen wir eine große Anzahl zumeist jugendlicher Menschen, die dort in einer dichten Traube standen und begriffen, dass diese auf einen richtigen Star warteten. Wir selbst verabschiedeten uns von unserer Begleiterin Patricia, stiegen ins Taxi und waren kurz darauf zuhause. Hinter uns lagen eine interessante Reise und ein Zusammentreffen mit interessanten Personen, denen man nicht jedem Tag begegnet.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
22.02.2012: An der schönen blauen Donau
von Iny und Elmar am 2012-03-02
Kaum war die Premiere der 'Rache der Wanderhure' vorbei, galt es, den Koffer zu packen und zum Flughafen zu fahren, um nach Wien zu fliegen. Josef Aichholzer, der österreichische Koproduzent des Films und der ORF hatten angeregt, dass wir im Vorfeld der Ausstrahlung auch in unserem Nachbarland Präsenz zeigen sollten. Immerhin hatte die 'Wanderhure' als Film in Österreich die grandiose Zuschauerquote in Deutschland noch einmal getoppt. Nicht zuletzt aus diesem Grund war es für uns eine große Freude, der Einladung nach Wien Folge leisten zu können.

Das Wetter spielte mit und man glaubt es kaum, sogar das Flugzeuge startete planmäßig. In Wien wurden wir vom Fahrdienst der ai-Film abgeholt und saßen im selben Auto, mit dem schon Alexandra Neldel zu den Drehorten gefahren worden war. Im 7. Wiener Bezirk angekommen, bezogen wir unser Zimmer und hatten dann ein wenig Zeit, durch die Stadt zu schlendern, die wir in den letzten Jahren bereits mehrmals bei den Recherchen für 'Die schwarze Königin' und 'Vampirjagd' besucht hatten.

Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Josef Aichholzer zu einem gemütlichen Essen. Anschließend schritten wir nach angenehmen Gesprächen zur Tat. Es war eine Lesung mit Signierstunde bei Thalia in der Mariahilferstraße geplant. Als wir dort eintrafen, warteten bereits Autogrammjäger vor der Tür der Buchhandlung auf uns und gaben uns beinahe das Gefühl, Stars zu sein. Es wurden Fotos geschossen und wir mussten ein kurzes Interview geben, dann saßen wir auf dem Podium und berichteten den Zuhörern erst einmal, wie es dazu gekommen war, dass wir eine Filmfassung unserer Kastellanin geschrieben haben. 'Die Rache der Wanderhure' ist ein Seitenzweig und gehört nicht in die offizielle Reihe der Wanderhurenbände mit 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure' und 'Töchter der Sünde'.

Natürlich lasen wir auch aus dem Buch und signierten anschließend etliche Bücher. Es gab hier auch einen besonderen Gast, nämlich Roswitha, die wir durch das Internet kennengelernt hatten und die in einem wunderschönen Mittelaltergewand gekommen war. Sie wurde wahrscheinlich noch öfter fotografiert als wir.

Nach dem Ende Veranstaltung unterhielten wir uns noch mit Josef Aichholzer und einem Herrn vom ORF, der uns unser schlechtes Namensgedächtnis verzeihen möge, sowie mit den Leitern der Thaliafiliale. Roswitha und einige andere Zuhörer blieben ebenfalls bis zum Schluss und so ging der Abend stimmungsvoll zu Ende.

Den nächsten Morgen nützten wir zu einem kurzen Einkaufsbummel durch die Mariahilferstraße, dem allerdings der Gedanke an unseren eh schon überfüllten Koffer ein rasches Ende bereitete, und dann ging es wieder zum Flughafen. Wie schon auf dem Herflug stieg der Flieger planmäßig in die Luft und kam pünktlich an. Zuhause erwarteten uns die Nachricht von einem weiteren Telefoninterview und die Erkenntnis, dass nach dem Flug in unserem Fall kurz vor dem Flug war.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
20.02.2012: Die Premiere
von Iny und Elmar am 2012-03-02
Fand die Premiere der 'Wanderhure' im Jahr 2010 wegen des Münchner Oktoberfestes in Berlin statt, so lud Sat1 diesmal in das G.O.P-Theater nach München ein. Die am Projekt beteiligten Personen trafen sich allerdings schon vorher in einem in der Nähe gelegenen Hotel, um sich in aller Ruhe auf den großen Augenblick vorbereiten zu können.

Wir hatten die Fahrt nach München ausgenützt, um in unserer Agentur das Manuskript des im Herbst erscheinenden historischen Romans abzuliefern und fuhren dann mit unserer Agentin Lianne und unserer Filmagentin Isabel zum Treffpunkt. Dort konnten wir gleich als Erstes Nadja Becker (Hiltrud) und Ill-Young Kim (Marat) begrüßen. In rascher Folge trafen dann auch Esther Schweins, Julian Weigend, Bert Tischendorf und natürlich Alexandra Neldel ein. Es blieb genug Zeit, um mit allen ein paar Worte zu wechseln, obwohl etliche Reporter um uns herumschwirrten und sich immer wieder jemand zum Interview herauspickten. Die Produzenten Andreas Bareiss, Sven Burgemeister, Josef Aichholzer und der Regisseur Hansjörg Thurn waren selbstverständlich auch da, ebenso die beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon. Dazu kamen Größen von Pro Sieben/Sat1 und dem ORF, sowie weitere Leute, die etwas darstellten, aber die wir uns nicht alle merken konnten.

Zu gegebener Zeit wurden die Anwesenden gebeten, das Lokal zu wechseln, und es ging zum G.O.P-Theater in Maximilianstraße. Der rote Teppich war ausgerollt und die Fotografen warteten bereits auf Alexandra und die anderen Schauspieler. Wir mussten uns mit Thomas Wesskamp und Dirk Salomon zusammen ebenfalls den Blitzlichtern stellen und fanden uns wenig später in einem Interview wieder.

Lianne und Dirk sorgten dafür, dass wir auch gleich etwas zu trinken bekamen, während Isabel uns unzähligen Leuten vorstellte. Die Räumlichkeiten im G.O.P-Theater waren sehr schön und boten eine sehr gute Sicht auf die große Leinwand. Sat1-Geschäftsführer Joachim Kosack hielt eine kurze Einführungsrede, und dann ging es los.

Hörte man zuerst noch das gelegentliche Rascheln der bereitgestellten Chips-Tüten, wurde es bald immer stiller im Saal. Alle starrten gebannt auf die Leinwand, auf der Alexandra als Marie eine ebenso ausgezeichnete Leistung bot wie auch die anderen Akteure. Die Drehorte waren von feinsten und der Film selbst spannend und ergreifend zugleich. Der Beifall der geladenen Zuschauer war entsprechend groß und steigerte sich noch, als die Produzenten, der Regisseur und die Akteure die Bühne betraten. Die Drehbuchautoren und wir wurden ebenfalls nach vorne gerufen und durften uns ein wenig in dem Applaus sonnen. Dabei freuten wir uns sehr, dass Nolwenn Leroy, die den Titelsong zur Rache der Wanderhure gesungen hat, ebenfalls anwesend war, und von den Zuschauern begeistert empfangen wurde.

Anschließend gab es Häppchen und es wurde immer wieder auf den Film angestoßen. Michael Brandner, der in der 'Wanderhure' den Grafen Keilburg gespielt hatte, war von der 'Rache der Wanderhure' genauso begeistert wie wir. Wir haben es sehr bedauert, dass er und etliche andere hervorragende Schauspieler nach der 'Wanderhure' ausscheiden mussten. Auch bei der 'Rache der Wanderhure' würden wir gerne jede Schauspielerin und jeden Schauspieler auch im nächsten Film sehen. Doch die Geschichte um unsere Wanderhure Marie muss weitergehen und wir werden beim 'Vermächtnis der Wanderhure' viele gute Freunde wiedersehen und neue kennenlernen.

Für uns war es ein Genuss, bei der Premiere dabei sein zu dürfen, und ein großes Geschenk der Glückgöttin, diesen Film erleben zu dürfen. Herzlichen Dank, Alexandra, Nadja, Esther, Götz, Bert, Julian und alle anderen. Ihr seid wieder einmal wunderbar gewesen!

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Rache der Wanderhure kommt zu uns
von Iny und Elmar am 2012-02-16
Die Tage sind seit Neujahr bereits länger geworden, die Temperaturen allerdings auf eisige Tiefen gesunken. Schnee war angesagt, sowie Sturm und Glätte. Elmars besorgter Blick fiel daher am 15.02.2012 immer wieder nach draußen und er maß die weiße Pracht, die in steter Beharrlichkeit vom Himmel rieselte. Schließlich war es kein normaler Tag, denn wir erwarteten heiß ersehnte Gäste. Andreas Bareiss, der Hauptproduzent der 'Rache der Wanderhure', hatte versprochen, an diesem Tag zu uns zu kommen und den Film mit uns gemeinsam anzusehen. Mit ihm wollte unsere Agentin Lianne kommen.

Doch würde es an diesem Tag überhaupt möglich sein?, fragten wir uns. In den Nachrichten wimmelte es nur so von Horrormeldungen über den Straßenzustand und der Schneefall dachte nicht im Geringsten daran, aufzuhören.

"Er kommt nicht!", prophezeite Elmar düster.

"Andreas ist Filmproduzent und braucht ein Auto, mit dem er notfalls auf einem verschlammten Feldweg zum Set fahren kann", versuchte Iny ihn zu beruhigen. "Außerdem dürfte die Autobahn jetzt geräumt sein, und von der Ausfahrt sind es bloß ein paar Kilometer bis hierher."

Elmar verzichtete wohlweislich darauf, zu wetten, sondern zog sich gegen 16:00 Uhr warm an, griff zur Schneeschaufel und machte sich daran, sowohl die Zufahrt zu unserer Garage wie auch unseren Außenparkplatz von Schnee zu befreien. Anschließend holte er den Dicken aus der Garage, um mit diesem unsere Agenturlektorin Ingeborg von ihrer Wohnung abzuholen. Danach war auch er optimistischer. Wenn er mit unserem Dicken durchkam, würde es auch Andreas Bareiss schaffen.

Nur wenig später war Andreas auch schon da. Wie angekündigt hatte er Lianne und diese einen kleinen Imbiss mitgebracht. Obwohl die Ungeduld kaum mehr zu ertragen war, wurde erst einmal gegessen und miteinander angestoßen. Danach durfte Elmar die DVD-Hülle öffnen und die DVD in den Recorder einlegen. Er war arg nervös, schaffte es aber doch.

Während die ersten Filmsequenzen auf dem Bildschirm erschienen und Nolwenn Leroys zauberhafte Stimme erklang, senkte sich Stille über unsere kleine Fernsehecke. Alle, selbst Andreas, der den Film ja schon gesehen hatte, blickten gespannt auf das Fernsehgerät. Obwohl wir das Drehbuch kannten, war es ein ergreifendes Gefühl, zum Leben erwachte Fantasie zu erleben und Alexandra Neldel, Esther Schweins, Nadja Becker und alle anderen in Bestform zu sehen.

War 'Die Wanderhure' bereits ein überzeugend gelungener Film gewesen, so hatten die Macher diesmal noch eine kräftige Schippe drauf gelegt. Alexandra Neldel war wunderbar, Ester Schweins und die anderen Darstellerinnen zum Küssen und die männlichen Schauspieler mit Bert Tischendorf und Götz Otto an der Spitze eine Klasse für sich. Die Minuten vergingen, ohne dass wir es gewahr wurden. Als das Ende kam, saßen wir still auf unseren Plätzen und waren von der Wucht des Films überwältigt. Nach der 'Wanderhure' und unserem Besuch beim Set in Tschechien hatten wir viel erwartet. Doch dieses Ergebnis hätte niemand vorhersagen können. Hier waren absolute Profis mit ihrem ganzen Können und ihrem vollen Herzen am Werk gewesen und hatten etwas geschaffen, das einmalig ist.

Wir danken Andreas Bareiss dafür, dass er uns diesen wundervollen Abend ermöglicht hat und freuen uns riesig auf die Ausstrahlung am 28.02.2012.

Wer die Bücher um unsere Wanderhure Marie liebt, wird auch diesen Film lieben!

Iny und Elmar Lorentz

Vorankündigung
Iny u.Elmar Lorentz am 24.2. bei 'Talk in Hannover
von Iny und Elmar am 2012-02-12
Am Freitag, 24. Februar 2012 um 22:00 Uhr begrüßen Bettina Tietjen und Dr. Eckart von Hirschhausen folgende Gäste bei Talk in Hannover:

Den Schauspieler und Kabarettisten Bill Mockridge, den Sänger Stefan Gwildis, den Gedankenleser und Magier Jan Becker, die Schauspielerin Tessa Mittelstaedt, sowie Iny Klocke und Elmar Wohlrath alias Iny Lorentz



Vorankündigung
Vorschau 2012
von Iny und Elmar am 2012-01-17
Das Krachen der Böller zum Jahreswechsel ist verhallt und die Raketenkaskaden erloschen. Wir schreiben das Jahr 2012. Laut einigen 'Propheten' soll heuer ja die Welt untergehen. Wir glauben da nicht so recht daran und haben daher bereits mit den Planungen für die Romane begonnen, die 2013 erscheinen sollen. Auch sonst steht uns in diesem Jahr einiges bevor. Da ist zum einen:




Der Film "Die Rache der Wanderhure":

Das erste große Highlight kommt am 28.02.2012 um 20:15 Uhr auf Sat1, nämlich der Film "Die Rache der Wanderhure"!

Wir freuen uns schon riesig darauf und hoffen, wie bei der Verfilmung der "Wanderhure" auch hier vorher eine DVD zu erhalten. Auf jeden Fall aber werden wir am 28.02.2012 vor dem Fernsehgerät sitzen und mit unserer Marie mit fiebern. Wir durften bereits einen neun Minuten langen Trailer sehen und sind begeistert. Das ganze Filmteam von Produzenten angefangen über die Drehbuchschreiber, den Regisseur, die Akteure und die ganzen, wichtigen Helfer haben im Vergleich zum ersten Film "Die Wanderhure" noch mal eine kräftige Schippe draufgelegt.




2012 erscheinen auch wieder einige Romane aus unserer Feder:

01: "Die Rache der Wanderhure"

Erscheinungstermin Buch: 26.01.2012 Erscheinungstermin Hörbuch: 17.02.2012 Erscheinungstermin DVD: 29.02.2012


Da die Verfilmung der 'Kastellanin' weitaus stärker von der Vorlage abweicht, als bei 'Die Wanderhure', wurde an uns der Wunsch herangetragen, ob wir nicht aus dem Drehbuch des Films einen eigenständigen Roman schreiben könnten. Unsere Begeisterung hielt sich anfangs in engen Grenzen. Zu verrückt schien uns der Gedanke, einen Roman nach einem Drehbuch zu schreiben, das seinerseits nach einem Roman von uns geschrieben worden ist. Es kostete unserer Agentin viele gute Worte, um uns überhaupt soweit zu bringen, dass wir die Möglichkeit ins Auge fassten. Unsere Bedingungen standen aber von vorneherein fest: Nur wenn uns das Drehbuch der beiden Drehbuchautoren Thomas Wesskamp und Dirk Salomon außerordentlich gefällt, werden wir es tun.

Unsere Filmagentin besorgte uns das Treatment des Films, damit wir schon frühzeitig über die geplanten Änderungen im Vergleich zur 'Kastellanin' informiert wurden, und dann warteten wir auf das Drehbuch. Da sich bei der ersten und zweiten Fassung durch die Mitwirkung des Senders, der Produzenten und des Regisseurs noch entscheidende Änderungen ergeben konnten, beschlossen wir, erst die dritte Fassung des Drehbuchs zu lesen und uns dann zu entscheiden, ob wir das Abenteuer wagen oder es lassen sollen.

Das Drehbuch kam schließlich, wurde von Elmar gelesen und dann von uns zusammen mit Isabel und unserer Agenturlektorin Ingeborg diskutiert. Elmar war von Anfang an Feuer und Flamme, diese emotionale, spannende, und abenteuerliche Geschichte umzusetzen. Bei Isabel war es von vorneherein klar, dass sie es wollte, und so warteten wir vor allem auf Ingeborgs Urteil. Gegen ihren Rat hätten wir es nicht gemacht.

Doch auch Ingeborg war dafür und so konnte das Werk beginnen. Der Zeitrahmen dafür war äußerst eng, da Sat1 inzwischen den Sendetermin des Films um mehrere Monate vorgezogen hatte. Allerdings sind wir ein eingespieltes Team und besaßen mit dem Drehbuch eine Vorlage, an die wir uns halten konnten. Elmar konnte dabei auch auf alte Erfahrungen zurückgreifen, hatten wir doch vor längerer Zeit bereits drei Begleitbücher zu Fernsehserien geschrieben.

Auf jeden Fall wurden wir rechtzeitig fertig und so kann 'Die Rache der Wanderhure' termingerecht erscheinen.




02: "Methan"

Erscheinungstermin: 23.04.2012


'Methan' ist der vierte Thriller mit unserem Helden Torsten Renk und seiner Kollegin Henriette von Tarow. Als die beiden den Auftrag erhalten, einem vagen Verdacht nachzugehen, stellt sich für sie zunächst die Frage, ob sie jetzt einen gemütlichen Urlaub verleben oder in ein neues Abenteuer geraten würden. Die Antwort erhalten sie sehr schnell und bevor sie sich versehen, müssen sie all ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einsetzen, um den Tod zu entgehen.




03: "Projektil" (Die geheime Waffe)

Erscheinungstermin: 10.06.2012


Bei 'Projektil' handelt es sich um die Taschenbuchausgabe unseres zweiten Thrillers mit Torsten Renk, der unter dem Titel 'Die geheime Waffe' als Klappenbroschur erschienen ist. Nachdem Torsten Renk seinen letzten Auftrag vergeigt hat, erteilt sein Chef ihm den Befehl, seine neue Kollegin Henriette von Tarow auszubilden. Torsten ärgert sich fürchterlich darüber und versucht alles, um Henriette wieder loszuwerden. Doch als sie sich plötzlich in einen äußersten gefährlichen Einsatz wiederfinden, lernt er seine Kollegin bald zu schätzen.




04: "Vampirjagd"

Erscheinungstermin: 18.06.2012


'Vampirjagd' ist der zweite Roman mit unserer Wiener Vampirin Daniela und deren Freunde. Kaum hat der Vampir-Club den Kampf mit der 'Schwarzen Königin' im letzten Moment zu seinen Gunsten entschieden, da taucht eine neue Gefahr wie aus dem Nichts auf. Für Daniela und ihren Partner, dem über 200 Jahre alten Vampir Urban brechen harte Zeiten an, zumal sich noch jemand drittes einmischt, von dem keiner weiß, auf welcher Seite er steht.




05: "Dezembersturm"

Erscheinungstermin: 06.09.2012


Dabei handelt es sich um eine Sonderausgabe des ersten Bandes unserer Trettin-Trilogie, die in diesem Herbst herausgegeben wird.




06: "Ciara"

(Arbeitstitel. Wie das Buch wirklich heißen soll, steht noch nicht fest)

Erscheinungstermin voraussichtlich Oktober


Im Herbst wird natürlich auch wieder das jährliche Iny-Lorentz-Hardcover erscheinen. Es spielt in einem Land, das bis jetzt noch in keinem unserer Romane behandelt wurde. Uns hat es sehr viel Freude bereitet, ihn zu schreiben. Eine stolze Frau und ein junger Krieger sehen sich einem Abenteuer gegenüber, das ihnen alles abverlangt, und selbst dann ist es nicht sicher, wohin ihr Weg führen wird.




07: "Stolz der Kriegerin"

(Voraussichtlicher Titel, steht noch nicht ganz fest)

Erscheinungstermin Winter 2012


Mit 'Stern der Göttin' hat unsere Heldin Laisa die Dämmerlande betreten und sehr rasch gemerkt, dass es sich um eine sehr gefährliche Gegend handelt. Nachdem sie sich ein wenig eingewöhnt hat, schickt Khaton, der weiße Evari, sie erneut auf die feindliche Seite des Großen Stromes. Es gilt, den Eid eines Königs zu erfüllen, doch gibt es sehr viele Leute, die genau das verhindern wollen. Allerdings steht Laisa nicht allein gegen ihre Feinde, denn in einem kleinen Land im Norden ist ein junger Mann aufgebrochen, um Abenteuer zu erleben. Ob er allerdings erwartet hat, dass diese so heftig werden würden, ist zu bezweifeln.




Lesungen:

Nach zwei Jahren, in denen wir doch etliche Lesungen bestritten haben, müssen wir heuer leider kürzer treten. Bis jetzt ist nur eine einzige Lesung festgelegt, und zwei bei den Liebesromantagen von DeLiA in Grassau im Chiemgau. Der Termin ist der 11.05.2012 und außer uns werden weitere ausgezeichnete Autorinnen und Autoren bei diesem Ereignis lesen.

Es ist möglich, dass wir im Juni eine kleine Lesereise machen. Auch im Herbst wollen wir im Vorfeld der Buchmesse auf Lesereise gehen, doch gibt es hier wie dort noch keine konkreten Pläne. Wir warten auf die Anfragen, die an Droemer-Knaur gerichtet werden und entscheiden gemeinsam mit dem Verlag, wohin unser Weg uns führen wird.



Allgemeines:

Mittlerweile ist auch die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut' erschienen und hat es bis auf Platz 8 der Harenberg-Taschenbuch-Bestsellerliste geschafft. Dies ist ein wunderbarer Beginn des neuen Jahres und wir danken allen unseren Lesern dafür.

Iny und Elmar Lorentz

Sonstiges
Frohe Weihnachten 2011
von Iny und Elmar am 2011-12-24
Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr!


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Mordlust in Weiß-blau
von Iny und Elmar am 2011-12-12
Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof


Am 08.12. fanden deutschlandweit Krimitage der Autorenvereinigung 'Syndikat' statt. In München wurde er im Gasthaus 'Schlachthof' abgehalten, einem passenden Ort für eine finstere Veranstaltung über Mord und Todschlag.

Da Iny indisponiert war, musste Elmar diesmal allein gehen. Im 'Schlachthof' angekommen, herrschte dort die übliche Hektik vor so einer Veranstaltung. Immerhin sollte den Zuhörern einiges geboten werden. Da war zum einen die Band 'Schorsch und de Bagasch', die für die musikalische Umrahmung sorgen, und zum anderen elf Autoren, die ihre Texte vortragen sollten.

Das wichtigste Requisit neben dem Mikrofon war daher die Eieruhr, die jedem Lesenden die gleiche Zeitspanne zumaß. Vorher aber spielte die Band und dann gab es die Begrüßung durch die beiden Moderatoren Marc Ritter und Werner Gerl, sowie die von Angela Esser, der Mrs. Syndikat in München. Außerdem sprach Herr von Miller von der 'Münchner Tafel' ein Grußwort. Der Erlös dieser Veranstaltung sollte nämlich nicht in die Taschen der Akteure wandern, sondern als Spende an die 'Münchner Tafel' gehen.

Daher war es äußert erfreulich, dass sich so viele Zuhörer eingefunden hatten. Der Schankkellner schleppte immer wieder weitere Stühle herein und schon bald musste das Essen weitergereicht werden, da seine Kollegin nicht mehr durchkam.

Die Stimmung im Raum war phänomenal. Dies lag zum einen an den Liedern, die Schorsch mit seinen beiden Begleitern zum Besten gab, aber auch an den vorgetragenen Texten. Alle Autorinnen und Autoren lasen ausgezeichnet und boten den Zuhörern ein breites Spektrum an menschlicher Verworfenheit und krimineller Energie.

Es lasen (in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet):

Martin Arz, Angela Esser, Andreas Föhr, Christiane Franke, Werner Gerl, Sabine Kornbichler, Inge Löhnig, Marc Ritter, Anna Schneider, Ingeborg Struckmeyer und Elmar aus dem Nicola-Marni-Thriller 'Todesfahrt'.

Erwähnen sollte man auch, dass einer der vorgesehen Lesenden durch Krankheit ausgefallen ist und unsere Kollegin Christiane Franke, die von der Waterkant zu Besuch nach München gekommen ist, ihn dankenswerterweise ersetzt hat.

Dabei war auch Frau Adler vom Droemer-Knaur-Verlag, die neben Elmar auch Andreas Föhr und Marc Ritter als Droemer-Knaur-Autoren begrüßen konnte.

Es war ein fabelhafter Abend und wir bedauern es sehr, dass Iny nicht mit dabei sein konnte.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Vernissage von Silvia Philipp in Augsburg
von Iny und Elmar am 2011-12-12
Gelegentlich ist es ganz gut, mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und etwas anderes zu sehen. Am 03.12.2011 war dies der Fall. Unsere Freundin Silvia Philipp, eine international anerkannte Künstlerin, hatte uns zu ihrer neuesten Vernissage in die Stadtbücherei Augsburg eingeladen. Der Titel "Im Namen der Fuggerin" deutete bereits an, dass es um Geld gehen würde. Silvia war im historischen Kostüm von Augsburg nach Bonn, Frankfurt und Rom gereist, um die Menschen auf die derzeitige Eurokrise anzusprechen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie die Frauen der Fugger zu ihrer Zeit mit Geld umgegangen sind.

Zusätzlich zu den ausgezeichneten Fotos der "Fuggerin", die Silvia in den oben genannten Städten hatte aufnehmen lassen, hatte sie auch in der Vergangenheit der echten Fuggerinnen recherchiert und herausgebracht, dass mehrere Frauen der Fugger nach dem Tod ihrer Ehemänner das Vermögen der Familie nicht nur beinahe drei Jahrzehnte verwaltet, sondern auch kräftig vermehrt hatten. Schulden, wie sie derzeit viele europäische Staaten quälten, hatten die Fuggerinnen nicht.

Uns bot die Vernissage nicht nur die Gelegenheit, Silvia, ihren Mann und ihre Söhne wiederzusehen und die Ausstellung zu bewundern. Wir führten auch ein interessantes Gespräch mit der Historikerin und Sachbuchautorin Dr. Martha Schad. Außerdem hatten wir vorher noch den Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz besucht, der zu den schönsten in Deutschland zählt und uns einen Vorgeschmack auf das kommende Weihnachtsfest gab.

Es war ein absolut gelungener Abend, der uns viel Freude gemacht hat.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Laisa in "Stern der Göttin"!
von Iny und Elmar am 2011-11-30
In diesen Tagen ist ein lang gehegter Traum wahr geworden. Zwanzig Jahre nach ihrer 'Geburt' halten wir das erste Abenteuer unserer Heldin Laisa in den Händen. Die ersten Ideen für die Dämmerlande sind zwar schon 1986 entstanden, doch dauerte es einige Jahre, bis sie über das Anfangsstadium hinauskamen. Wir hatten eine grobe Karte entworfen, kannten einige wichtige Städte, Landmarken und Länder wie die Heilige Stadt Edessin Dareh, den Großen Strom Toisserech und die bedeutenden Reiche T'wool und Thilion. Aber irgendwie fehlte uns der letzte, zündende Funke für eine gute Geschichte.

Dieser kam 1991 während eines Urlaubs in Ungarn. Wir hatten uns gerade jeder einen Langos und einen Becher Tokajer zum Abendessen geholt. Da saß sie plötzlich zwischen uns. Sie war groß, oder besser gesagt lang aufgeschossen, besaß ein blaugraues Fell und einen langen Schwanz, der nervös zuckte. Ihr Gesicht war ziemlich kätzisch, doch irgendwie wirkte sie auch menschlich. Nur langsam begriffen wir, dass wir eine Gredh'een vor uns hatten, eine Katzenfrau aus unserer eigenen Fantasiewelt.

"Ich heiße Laisa", sagte sie mit gut akzentuierter Stimme.

"Angenehm", antwortete einer von uns, wer, wissen wir heute nicht mehr. Da sie so hungrig auf unsere Langos starrte, fragten wir sie, ob sie Hunger hätte.

Laisa nickte. "Ich hätte nichts gegen eine kleine Zwischenmahlzeit einzuwenden!"

Für Elmar hieß das, sie zu den einzelnen Imbissbuden zu führen und zu fragen, was sie haben wollte. Ein Langos war es dann doch nicht. Stattdessen wählte sie einen ganzen Fisch und ein halbes Dutzend Wachteln. Zahlen durfte Elmar. Den Tokajer, den wir ihr anboten, lehnte sie ab und wollte stattdessen Milch. Da es die hier nicht gab, musste Elmar einen Lebensmittelladen suchen und eine Packung holen.

Laisas Tischmanieren waren ebenso gewöhnungsbedürftig wie ihr Appetit. Der war nämlich äußerst groß. Auf Messer und Gabel verzichtete sie und zerfetzte ihr Essen lieber gemütlich mit ihren scharfen Zähnen. Als sie endlich satt war, sah sie uns mit schief gelegtem Kopf an.

"Habt ihr vielleicht Arbeit für mich?"

Wir sahen uns gegenseitig an. Eine Katzenfrau mit einem so großen Magen würde unsere Haushaltskasse sprengen. Da kam Elmar die rettende Idee. "Wir hätten einen Job für dich. Er ist aber nicht ganz ungefährlich!"

"Und was soll ich machen?", fragte sie.

"Die Dämmerlande erkunden. Es gibt dort sicher leckere Sachen zu essen", schlug Elmar vor.

"Und was soll daran gefährlich sein?", klang es verwundert zurück.

"Nun, die Menschen haben sechs verschiedene magische Farben und jeweils drei hassen die anderen drei. Hast du eigentlich eine magische Farbe?" Noch während Laisa den Kopf schüttelte, berührte Iny sie und rief: "Sie ist weiß!"

"Also eine von der Goldenen Seite. Na ja, solange du nicht nach T'wool reist, wird dir nicht viel passieren", erklärte Elmar der Katzenfrau.

Laisa ließ ein leises Fauchen hören. "Mich interessiert aber dieses T'wool. Ich will unbedingt hin!"

"T'wool ist schwarz und das ist deine Gegenfarbe. Allein schon die Landschaft dort würde dir Schmerzen bereiten!"

Elmars Warnung ging ins Leere, denn Laisa lachte nur darüber.

"Ich halte was aus", sagte sie, und war auf einmal verschwunden.

Als wir nach ihr suchten, entdeckten wir sie in einem abgelegen Teil unserer Welt und bei weitem nicht mehr so mutig, wie sie eben noch getan hatte. Was Laisa dann erlebte, ist in "Stern der Göttin" nachzulesen.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Wanderhure in Gold
von Iny und Elmar am 2011-11-26
Bei der Buchmesse in Frankfurt schwang es bereits als Gerücht im Raum: Das Hörbuch der Wanderhure habe die magische Grenze von 100.000 verkauften Exemplaren überschritten und würde dafür vom Bundesverband der Deutschen Musikindustrie mit dem 'Goldenen Hörbuch', dem Äquivalent der 'Goldenen Schallplatte' ausgezeichnet.

Am 22.11.2011 war es dann soweit. Wir packten unsere Koffer, begaben uns zum Flughafen und warteten erst einmal. München wurde seinem Ruf, einer der pünktlichsten Flughäfen Deutschlands zu sein, wieder einmal voll gerecht. Als wir endlich den Flug hinter uns hatten und das Hotel in Köln erreichten, meinte Elmar bissig: "Wenn wir, anstatt zum Flughafen zu fahren, ins Auto gestiegen wären, hätten wir das Rennen nur ganz knapp verloren!"

Unsere Agentin Lianne, die mit uns nach Köln geflogen war, musste dort erst einmal ihre Termine verschieben, die sie für diesen Nachmittag gemacht hatte. Daher wurde es für sie richtig stressig. Während wir wenigstens noch die Zeit hatten, eine Kleinigkeit zu essen und uns ein paar Minuten zu erholen, sauste sie sofort los und schaffte es auch nicht mehr, rechtzeitig zurück zu sein, um mit uns gemeinsam zu Lübbe-Audio fahren zu können.

Obwohl wir so lange wie möglich auf sie gewartet hatten, erreichten wir das Gelände des Lübbe-Verlags gerade noch rechtzeitig und wurden von Herrn Sieper, dem Leiter von Lübbe-Audio, seiner Stellvertreterin Frau Kaiser und Frau Sieckmann von der Presseabteilung begrüßt. Es freute uns besonders, auch Anne Moll, die außer "Die Wanderhure" auch viele andere Hörbücher von uns gesprochen hat, zu treffen und mit ihr reden zu können.

Die meisten Gäste waren bereits eingetroffen und so mancher Blick galt dem ausgezeichneten Büffet, das im hinteren Teil des Foyers aufgebaut wurde. Doch bevor es an die Teller ging, wurde es erst einmal richtig feierlich.

Während Klaus Kluge in Vertretung des Verlegers Stefan Lübbe das Podium erstieg, tauchte auch Lianne abgehetzt auf und freute sich über das volle Glas, das ihr der aufmerksame Cateringservice in die Hand drückte. Dann begann Klaus Kluge sichtlich zufrieden, den Grund für das kleine Fest zu erläutern.

Es gab drei Preise zu verleihen.

Der Impala Sales Award in Gold ging an Jason Darks "John Sinclair – Der Anfang"!

Die Goldene Schallplatte erhielt das Hörbuch zu "Eisfieber" von Ken Follet!

Und

Eine Goldene Schallplatte ging an das Hörbuch "Die Wanderhure" von Iny Lorentz!

Während bei der Vorstellung von Jason Darks "John Sinclair" die Cover von über 80 Hörspielen dieser Reihe gezeigt und mit gerechtfertigtem Stolz die enormen Auflagenzahlen genannt wurden, spielte man bei Ken Folletts "Eisfieber" eine Szene des nach diesem Roman gedrehten Filmes ein. Bei der "Wanderhure" aber gab es eine Live-Lesung von Anne Moll, die deutlich zeigte, weshalb sie eine so begehrte Hörbuchinterpretin ist.

Durch seine frühere Position als Marketing-Leiter bei Droemer-Knaur konnte Klaus Kluge sich einen großen Anteil an dem Erfolg der "Wanderhure" zumessen, und er zeigte sich sehr zufrieden, dass er nun auch bei Lübbe diesen Riesenerfolg des Hörbuchs verkünden konnte. Wir waren sehr stolz, aber auch gerührt, als wir zusammen mit Anne Moll die 'Goldene Schallplatte' entgegen nahmen. Eine Kopie wurde auch Ulrich Glatz von Weltbild als Anerkennung dafür übergeben, dass ein beträchtlicher Teil der 100.000 'Wanderhuren-Hörbücher' über die Ladentische der Weltbildfilialen gegangen ist.

Es schlossen sich die obligatorischen Fotos an sowie ein kurzes Interview, währenddessen die übrigen Gäste bereits das Büffet belagerten. Es war aber genug für alle da und auch für jeden Geschmack. Während des Essens wurde nur wenig geredet, doch anschließend fand sich Elmar in trauter Runde mit Anne Moll und Kerstin Kaiser, während Iny sich zunächst mit Marc Sieper und Klaus Kluge unterhielt. Die Gesprächspartner wechselten noch mehrmals, bis schließlich ein wunderschöner Event zu Ende ging.

Wir baten unsere Gastgeber noch, uns die aufwändig gestaltete 'Goldene Schallplatte' zuzuschicken, da sie einfach zu groß für unsere Koffer war, verabschiedeten uns anschließend und kehrten mit Lianne zusammen in unser Hotel zurück. Da wir noch viel zu aufgewühlt waren, um ins Bett gehen zu können, setzten wir uns noch eine Stunde zusammen und ließen den Abend Revue passieren.

Am nächsten Tag brachte uns das Flugzeug punktgenau zur geplanten Zeit nach München. Unser Kurzausflug nach Köln war vorbei, nicht aber die Erinnerung an eine schöne Feier in einem sehr angenehmen Kreis.

Unser Dank gilt dem Lübbe-Verlag und hier besonders den Damen und Herren von Lübbe-Audio für die Einladung und vor allem all unseren Lesern und "Hörern", die es erst ermöglicht haben, dass wir diese Trophäe erhalten konnten.


Iny und Elmar Lorentz

Vorankündigung
internationale Krimitag am 08.12.2011 Schlachthof
von Iny und Elmar am 2011-11-19
Im Schlachthof - Zenettistraße 9 in 89337 München

Syndikat - Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur A.I.E.P. Mordlust in weiß-blau - Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof Mordlust in weiß-blau Der internationale Krimitag am 8. Dezember im Schlachthof/Ox Die Lust am literarischen Mord ist ungebremst. Mittlerweile wird zur Freude der Krimileser in jedem Herrgottswinkel und im heruntergekommensten Saustall des Freistaats gemeuchelt, dass das Blut fließt wie das Bier auf der Wiesn. Bei einem Großevent wie dem Krimitag des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, müssen folglich auch die bayerischen Meister der Spannung mitmischen. Das organisierte literarische Verbrechen ruft erstmals zu Ehren seines Hausheiligen, des Schweizer Krimi-Pioniers Friedrich Glauser, einen Krimitag aus, der u.a. auch in Wien und in Köln groß gefeiert wird. Bei  dem Münchner Event gibt es Lesungen von Bestsellerautoren, Lokalgrößen und Newcomern. Martin Arz, Angela Eßer,  Andreas Föhr, Werner Gerl, Inge Löhnig, Sabine Kornbichler, Iny Lorentz, Harry Luck, Marc Ritter, Anna Schneider und Ingeborg Struckmeyer werden aus ihren neuesten Werken etwas vortragen. Ferner sind bunte Aktionen rund ums Buch geplant. Den Erlös spendet das Syndikat an die Münchner Tafel. Für den musikalischen Rahmen sorgen Schorsch & de Bagasch, die bereits ab 19.30 Uhr aufspielen. Die Lesungen beginnen um 20 Uhr. Viele weitere Infos finden Sie auch unter www.krimitag.com und www.das-syndikat.com

Trotz der Ankündigung als Iny Lorentz werden wir aus dem Nicola-Marni-Thriller ‚Todesfahrt‘ lesen!



Lesung
Bad Aibling: Lesung im Romantic-Hotel Lindner
von Iny und Elmar am 2011-11-19
Vor einigen Monaten fragte unsere Kollegin Petra Balzer (Die Hoffnung von Tabarca, Die Reben von Scala Dei) bei uns an, ob wir nicht gemeinsam mit Heidi Rehn eine Lesung im Romantic-Hotel Lindner in Bad Aibling bestreiten könnten. Da wir Petra und Heidi mögen, gab es für uns kein langes Nachdenken und so sagten wir sofort zu. Am 11.11.11 war es dann so weit. Wir brachen gemeinsam mit unserer Freundin und Agentur-Lektorin Ingeborg nach Bad Aibling auf, fanden auf Anhieb das Hotel und nicht ganz so auf Anhieb einen passenden Parkplatz für unseren Dicken.

Wir waren als Erste da und wurden umgehend in den sehr stimmungsvollen Saal geführt, in dem die Lesung stattfinden sollte. Bevor es aber so weit war, wollten wir zu Abend essen. Während andere Autorinnen und Autoren bei Lesungen vor Aufregung nichts über die Lippen bringen, müssen wir es tun, um den Magen zu beruhigen. Während wir es uns noch schmecken ließen, trafen auch Petra und Heidi ein. Beide wollten zunächst nichts essen, wurden aber durch unser Beispiel dann doch dazu animiert, zumindest eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen.

Beim Erscheinen der erwartungsfrohen Zuschauer nahmen wir unsere Plätze ein und signierten die ersten Bücher. Kurz darauf begann die Lesung. Wir waren als Erste an der Reihe und gaben zwei Stücke aus den 'Töchtern der Sünde' zum Besten.

Nach einer kurzen Pause folgte Heidi Rehm mit Texten aus 'Hexengold', dem zweiten Abenteuer ihrer Wundärztin Magdalena. Laut Ingeborg, die es wissen muss, passten Heidi und wir bei der Lesung ausgezeichnet zusammen. Auch das Publikum schien so zu empfinden, denn danach kamen viele interessierte Fragen, die Heidi und wir ausführlich beantworteten. Danach wurde erneut signiert und letzte Fragen im persönlichen Gespräch gestellt.

Anschließend setzten Ingeborg, Heidi, Petra und wir uns noch ein knappes Stündchen zusammen, sprachen über die vergangenen Jahre, aber auch über Zukunftspläne. Es war ein angenehmer Abschluss eines gelungenen Abends, der uns viel Freude gemacht hat. Zu sehr später Stunde verabschiedeten wir uns von Heidi und Petra und fuhren mit unserem Dicken nach Hause. Hinter uns lag eine schöne Lesung in einem wunderbaren Rahmen und mit einem Publikum, wie man es sich nur wünschen kann.

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Buchmesse in Krakau
von Iny und Elmar am 2011-11-09
Im Mai 2010 hatte uns Frau Sonia Draga, die Besitzerin das gleichnamigen Verlags, zur Warschauer Buchmesse eingeladen und wir durften dort ein paar wunderschöne Tage verleben. Daher gab es für uns kein Zögern, als Sonia Draga uns dieses Jahr zur Buchmesse nach Krakau einlud. Wir sollten diese Zusage nicht bereuen, auch wenn der Beginn der Reise sich äußerst chaotisch anließ. Unser Flugzeug sollte am Donnerstag, den 03.11.2011 um 06:35 in München starten. Wir waren rechtzeitig vor Ort, doch es tat sich nichts. Auf Elmars Nachfragen an einen Nebenschalter erfuhren wir schließlich, dass der Flug ausgefallen sei. Auf Lautsprecherdurchsagen oder Bildschirmanzeigen zur Information der Passagiere hatten wir vergeblich gewartet.

Unsere polnischen Gastgeber waren vom Ausfall des Fluges frühzeitig informiert worden und versuchten verzweifelt, uns auf die Maschine nach Kattowitz umzubuchen, so dass wenigstens der halbe Tag gerettet worden wäre. Doch hier bewies die Lufthansa erneut ihre bereits bei unserer Irlandreise vor gut einem Jahr gezeigte 'Kundenfreundlichkeit und Flexibilität' und stellte sich stur. Die einzige Alternative, die man anbot, war ein Flug nach Krakau am späten Nachmittag. Notgedrungen gingen wir darauf ein und Urszula Pawlik, die uns bereits in Warschau betreut hatte, musste das gesamte für diesen Tag geplante Programm absagen. Zwei Termine konnten schließlich am Samstag Freitag und Samstag nachgeholt werden, doch die geplante Lesung im ausverkauften Kulturhaus in Gleiwitz war nicht mehr zu retten.

Am späten Nachmittag hob die Maschine wirklich ab. Sicher war es auch diesmal nicht gewesen, da eine der beiden Landebahnen durch eine über die Landebahn hinausgeschossene Maschine blockiert wurde und deswegen fast siebzig Flüge ausfielen. Nach dem Ausfall des Morgenflugs hat man es jedoch nicht gewagt, auch noch den Nachmittagsflug nach Krakau zu annullieren. Eine gehörige Verspätung hatten wir trotzdem.

Daher waren wir froh, als wir endlich in Krakau angekommen waren und Urszula Pawlik und Barbara, die Assistentin von Sonia Draga, uns willkommen hießen. Beide waren von den vergeblichen Mühen um einen Alternativflug und der sinnlosen Warterei nicht weniger genervt als wir. Barbara brachte uns ins Hotel, das sich für uns Hotelhasser als brauchbar erwies. Den einzigen Programmpunkt, der von der Planung noch übrig geblieben war, stellte das Abendessen in der Altstadt von Krakau dar. Ein Spaziergang über den großen Markt gab uns bereits den ersten Eindruck von der ebenso prachtvollen wie lebendigen Metropole Südpolens. Das Essen selbst war ausgezeichnet und das Restaurant mit seiner Gewölbedecke herrlich mittelalterlich.

Nach dem Essen und einer angenehmen Unterhaltung mit Urszula Pawlik war die Zeit gekommen, ins Hotel zurückzufahren, um sich für den beiden kommenden Tage auszuruhen.

Nach dem Frühstück am Freitagmorgen wurde der erste der am Donnerstag ausgefallene Programmpunkt nachgeholt, nämlich ein Interview mit einer Reporterin der zweitgrößten Tageszeitung Polens. Danach ging es hurtig ins Stadtzentrum, wo wir das neue Museum der Geschichte der Stadt Krakau besuchten, das unter dem großen Marktplatz eingerichtet worden war. Früher gab es dort unzählige Keller, die teilweise noch vorhanden und in den Museumskomplex mit einbezogen worden waren. In Jahrelangen Ausgrabungen hatten die Archäologen wahre Schätze ans Tageslicht geholt, darunter sogar die niedergebrannten Fundamente von Holzhäusern, die während des Mongolensturms zerstört worden waren. Urszula Pawlik hatte uns eine sehr kompetente Führerin besorgt, die zudem sehr gut deutsch sprach, und so tauchten wir tief in die Geschichte der einstigen Hauptstadt Polens ein, die auch ein bedeutender Handelsknotenpunkt gewesen war.

Nach dem Mittagessen in einem ausgezeichneten Restaurant wurde es dann ernst. Wir waren ja schließlich nicht zur Sightseeingtour nach Krakau gekommen, sondern zur dortigen Buchmesse. Barbara erwartete uns am Eingang des Messegeländes und führte uns auf kürzestem Weg in die Halle zum Sonia-Draga-Stand. Nachdem wir Frau Draga und ihre Crew begrüßt hatten, ging es mit dem nächsten Interview weiter. Urszula Pawlik übersetzte wie immer auf dieser Reise die Fragen und Antworten und so kamen wir gut voran. Zwischendurch und anschließend galt es, die Signierwünsche unserer polnischen Fans zu erfüllen. Anders als in Warschau vor anderthalb Jahren hatten wir diesmal genug Autogrammkarten mitgenommen.

Zum Signieren wurden uns alle sieben bisher in Polen erschienenen Iny-Lorentz-Romane gereicht. Damit weist Polen die höchste Zahl an Iny-Lorentz-Übersetzungen auf. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn nach 'Die Wanderhure', 'Die Kastellanin', 'Das Vermächtnis der Wanderhure', 'Die Tochter der Wanderhure', 'Die Feuerbraut', 'Die Tatarin' und 'Die Pilgerin' werden noch weitere unserer Romane bei Sonia-Draga verlegt.

Diesmal wurde die Premiere der 'Pilgerin' gefeiert, was uns natürlich riesig gefreut hat. Immerhin handelt es sich dabei um den zehnten Iny-Lorentz-Roman, der in eine andere Sprache übersetzt worden ist.

Kurz vor Feierabend haben wir uns noch ein wenig in der Halle umgesehen. Auch wenn wir der polnischen Sprache nicht mächtig sind, war es doch eine schöne Sache für uns, die Bücher zu betrachten. Wir haben dabei auch einige Übersetzungen deutscher Kolleginnen und Kollegen entdeckt, so Sabine Ebert (ebenfalls Sonia-Draga, Charlotte Link (Sonia-Draga), Ines Thorn und noch einige mehr.

Nachdem die Buchmesse für diesen Tag geschlossen hatte, verabschiedete Frau Draga sich, um an einer Sitzung des polnischen Verlegerverbandes teilzunehmen, und wir folgten unserer geduldigen Begleiterin Urszula Pawlik in die Krakauer Innenstadt. In der Tuchhalle wurden zwar schon etliche Stände geschlossen, dennoch gelang es uns, noch ein paar Mitbringsel zu erstehen. Das Abendessen war erneut vorzüglich und danach führte Urszula uns durch das nächtliche Krakau zur Wawel-Burg. Es war ein stimmungsvoller Abend, der uns mit vielen neuen Eindrücken ins Hotel zurückkehren ließ.

Der nächste Tag galt bis zur Zeit unseres Rückflugs nach München voll und ganz der Buchmesse. Zunächst wurde ein weiteres, am Donnerstag ausgefallenes Interview nachgeholt, dann kräftig signiert und noch ein weiteres Interview gegeben. Es war irrsinnig viel los und wir steckten mittendrin. Dadurch kamen wir natürlich um einiges später fort als geplant, doch schien uns der Zeitpuffer ausreichend für ein spätes Mittagessen mit Frau Draga, deren Lebensgefährten und Urszula. Urszula hatte dafür ebenfalls eines ihrer Lieblingslokale in Krakau ausgesucht und wir wurden auch hier nicht enttäuscht. Das Essen schmeckte, die Stimmung war ausgezeichnet und es entspann sich eine angeregte Unterhaltung, die zu unser aller Bedauern viel zu bald beendet werden musste, damit wir noch rechtzeitig zum Flughafen kamen. Hier setzte Urszula ihre Ortskenntnisse ein, um den Staus auf den Hauptstraßen zu entgehen und so schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Einchecken.

Vorher verabschiedeten wir uns von Frau Draga und Urszula und bedauerten, nicht länger in dieser wunderschönen Stadt bleiben zu können. Wir nahmen uns aber fest vor, in absehbarer Zeit nach Krakau zu fahren und uns all das anzusehen, was uns diesmal entgangen ist.

Der Flug begann mit einer kleinen Verspätung, die allerdings bis München wieder aufgeholt war. Dort wartete ein Taxi aus unserem Wohnort auf uns und kurz darauf war die Reise zur Buchmesse nach Krakau für uns vorbei.

Wir bedanken uns bei Frau Draga sehr herzlich für die Einladung und bei Urszula für die liebevolle Betreuung.


Dziekuje und do widzenia!


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Buchmesse in Frankfurt
von Iny und Elmar am 2011-10-29
Im Herbst 1981 fragte uns ein befreundeter Buchhändler, ob wir nicht Lust hätten, mit ihm zur Buchmesse nach Frankfurt zu fahren. Wir sagten sofort ja, denn es gab einen besonderen Anreiz für uns. Kurz zuvor hatte ein Herausgeber Inys erste Kurzgeschichte für eine Anthologie bei Heyne akzeptiert und wir sahen Frankfurt als Chance an, Kontakte für weitere Veröffentlichungen zu knüpfen. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten gelang uns dies auch. Vor allem aber machte uns die ungeheure Menge an Büchern, die wir in Frankfurt sahen, Mut. Bei einer solchen Masse musste doch auch für uns ein Plätzchen zu finden sein.

Seitdem sind dreißig Jahre vergangen und unsere Romane haben mittlerweile ihre Verlage und Leser gefunden. Obwohl wir inzwischen gut zwei Dutzend Mal auf der Buchmesse waren, hat sie für uns nichts von ihrer Faszination verloren. Anders als 1981 suchen wir heute keine Verlage mehr, in denen wir veröffentlichen können, sondern forschen nach neuen Sachbüchern für die Recherche und freuen uns, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und uns mit diesen auszutauschen.

Auch heuer trafen wir eine ganze Menge Autorinnen und Autoren, angefangen von A wie Rebecca Abe bis Z wie Deana Zinßmeister. Bei einem guten Latte macchiato entspannen sich dabei recht interessante Gespräche. Natürlich gab es für uns auch etliche Termine. Einer davon war das Treffen mit Urszula Pawlik, unserer 'Entdeckerin' in Polen. Wir unterhielten uns über die Pläne des Sonia-Draga-Verlags bezüglich unserer weiteren Übersetzungen. Immerhin steht in wenigen Tagen die Premiere des siebten Iny-Lorentz-Romans in Polen an. Auch sonst war es ein ebenso angenehmes wie informatives Gespräch.

Die Tage in Frankfurt vergingen wahnsinnig schnell. Auf einmal war der Samstag da, der Tag, an dem wir am Droemer-Knaur-Stand für Fans zur Verfügung standen. Prompt stellte sich heraus, dass Elmar die neuen Autogrammkarten im Wohnwagen liegen gelassen hatte. Wir verteilten die paar, die wir so noch dabei hatten, und sammelten von jenen, die keine Karten erhalten hatten, Zettel mit ihren Adressen ein, um ihnen Autogrammkarten zuschicken zu können. Dies ist mittlerweile geschehen und wir hoffen, damit einigen Leserinnen Freude bereitet zu haben.

Am späten Samstagnachmittag trafen wir auf der Fahrt zum Campingplatz Rebecca Gable, die uns fröhlich erklärte, dass für sie die Buchmesse für dieses Jahr zu Ende sei. Anders als sie hatten wir noch einen Termin am Sonntag im Signierzelt. Als dieser hinter uns lag, haben wir uns von den Droemer-Knaur-Leuten verabschiedet uns sind das letzte Mal in diesem Jahr zum Campingplatz zurückgefahren. Der Wohnwagen war bereits gepackt und wir mussten ihn nur noch anhängen. Tief in der Nacht erreichten wir schließlich unsere Heimat, sahen den Berg Post, der auf uns wartete, und die vielen Mails, und begriffen sofort: Der Alltag hat uns wieder!


Iny und Elmar Lorentz

Info
Rache der Wanderhure ist im Kasten
von Iny und Elmar am 2011-10-17
Seit Sonntag, den 16.10.2011 um 01:45 ist DIE RACHE DER WANDERHURE abgedreht! Wir bedanken uns bei Andreas Bareiss und dem ganzen Team für die geleistete Arbeit und freuen uns auf einen hervorragenden Film!


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Hochheim am Main
von Iny und Elmar am 2011-10-11
Am 10.10.2011 führte uns die letzte Lesung vor der Buchmesse nach Hofheim am Main. Idyllisch zwischen dem Fluss und vielen Weinbergen gelegen, übt die Stadt einen besonderen Reiz aus, dem auch wir uns nicht entziehen konnten. Gerne hätten wir mehr gesehen, doch die Zeit reichte nur für einen kurzen Spaziergang. Dann aber wandten wir uns dem Hofheimer Hof zu, einem altehrwürdigem Gebäude, das bereits viele illustre Gäste gesehen hatte. Dort trafen wir unsere Freundin Susanne, die maßgeblich an dem Zustandekommen der Lesung mitgewirkt hatte. Kurz darauf konnten wir auch ihren Ehemann Hendrik begrüßen.

Nach einem ausgezeichnetem Essen und einer angeregten Unterhaltung ging es dann in die Unterwelt. Der Ort für die Lesung war der alte Gewölbekeller, der ein ausgezeichnetes Ambiente für die Lesung bot, zumal er kaum jünger war als die Zeit, in der unser Roman spielt. Wir lasen aus unserem neuesten Roman 'Töchter der Sünde'. Vorher konnten wir noch einen Herrn begrüßen, den wir in Mannheim beim Perry-Rhodan-Welt-Con kennengelernt hatten. Leider lässt uns hier unser Namensgedächtnis im Stich. Wir freuten uns aber sehr, ihn zu sehen, und ebenso sehr über die Fotos aus Mannheim, die er uns mitgebacht hatte. Besten Dank dafür!

Nach den einleitenden Worten von Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel begann die Lesung. Iny kämpfte bei ihrem ersten Part ein wenig mit ihrer Stimme, so dass Elmar für sie übernahm, aber sie konnte ihren zweiten Teil wie gewohnt zum Besten geben.

Nach der Lesung gab es eine Pause, in der die Zuhörer Getränke ordern konnten. Meist war es der gute Wein, der in dieser Gegend gekeltert wurde. Uns aber blieb nur Wasser, denn wir wollten ja noch die Fragen beantworten. Außerdem musste Elmar unseren Dicken ja auch noch zum Campingplatz lenken.

Die Fragestunde war wie immer recht lebhaft. Es machte den Leuten sichtlich Spaß, mehr über uns und unsere Arbeitsweise zu erfahren. Als die Veranstaltung zu später Stunde zu Ende ging, waren alle sichtlich zufrieden. Wir waren es ebenfalls. Nachdem wir uns von Susanne und Hendrik, Frau Schneider von der Buchhandlung Eulenspiegel und unserem Bekannten vom Perry-Rhodan-Con verabschiedet hatten, war unsere kleine Herbstlesereise beendet.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die Rache der Wanderhure - Der erste Trailer
von Iny und Elmar am 2011-10-09
Wie bereits bekannt, durften wir die Dreharbeiten zu 'Die Rache der Wanderhure' in Prag besuchen. Es war ein einmaliges Erlebnis, das bei uns allerdings einen kleinen Wehmutstropfen hinterließ. Da wir einige Interviews geben mussten, konnten wir die Dreharbeiten nur gut eine Stunde lang verfolgen. Schon dabei war zu erkennen, dass es ein ganz besonderer Film wird. Zudem hat Andreas Bareiss von TV60 uns mehrere Fotos von den Aufnahmen gezeigt, die unsere Spannung haben wachsen lassen.

Nach Prag fuhren wir mit dem Wunsch nach Hause, wie bei 'Die Wanderhure' den Film vor der Ausstrahlung auf DVD sehen zu können. Dann bekamen wir ein unerwartetes Geschenk, das uns große Freude bereitet hat: Wir erhielten eine E-Mail mit einem neun Minuten langen Trailer der 'Rache', und das mitten in unserer Lesereise, auf der wir große Probleme hatten, überhaupt ins Internet zu kommen, da die Netze abseits der Städte mehr aus Löchern denn aus Sendeleistung zu bestehen scheinen.

Iny gelang es jedoch, den Trailer auf unseren Laptop zu laden und nach wenigen Mouseklicks konnten wir ihn anschauen. Unsere Augen wurden immer größer. Wir sahen Bilder von einer ungeheuren Wucht und so emotional, dass Iny die Tränen kamen und es Elmar kalt den Rücken hinunterlief. Nie hätten wir erwartet, dass die noch unvertonten Sequenzen uns so berühren würden. Hatte uns bereits 'Die Wanderhure' hellauf begeistert, so war es wunderbar, Alexandra Neldel erneut als Marie zu sehen, nun aber als Kastellanin, die nicht an den Tod ihres Mannes glauben mag. Doch auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler waren ausgezeichnet, wie Esther Schweins als Isabelle de Melancourt, Nadja Becker als Hiltrud und Xenia Assenza als Janka. Bert Tischendorf übertraf sich als Michel ein weiteres Mal. Auch kann es für unsere Geschichte keinen besseren König geben als Götz Otto. Auch Daniel Roesner als Michels Freund Thomas bewies in dem Trailer sein Können.

Wir haben auch noch weitere Schauspieler gesehen, darunter mehrere, bei denen wir sehr stolz sind, dass Andreas Bareiss und SAT1 sie für diesen Film gewonnen haben. Was den Drehort angeht, so gibt es für einen solchen Film wohl kein besseres Land als Tschechien.

Allerdings hinterließ der Trailer erneut eine Portion Wehmut bei uns, denn jetzt fällt es uns noch schwerer, auf den ganzen Film zu warten.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
In Schöneck-Oberdorfelden
von Iny und Elmar am 2011-10-09
Unsere kleine Herbstlesereise hatte am 04.10.2011 in Erkelenz begonnen. Am 06.10.2011 führte uns unser Weg nach Schöneck-Oberdorfelden im Südosten Hessens. Der Förderverein der Büchereien in Schöneck Leselust e.V. hatte uns in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, aber bereits im Vorfeld vor zu großen Erwartungen bei den Zuhörerzahlen gewarnt, da die Menschen dort nicht leicht für Lesungen zu motivieren wären.

Wir erwarteten daher eine eher geringe Zahl an Besuchern, doch bewies bereits die Bestuhlung im Dorfgemeinschaftshaus, dass sich mehr Leute angemeldet hatten als gedacht. Schon bald reichten die Sitzplätze nicht mehr aus und es mussten weitere Stühle aufgestellt werden. Als Autor sieht man das natürlich gerne.

Ebenfalls freuten wir uns, dass unsere Freunde Carmen und Andi es sich nicht hatten nehmen lassen, auch bei dieser Lesung dabei zu sein. Sie sind bis jetzt jedesmal gekommen, wenn wir in der Nähe ihres Heimatortes gelesen haben, und wollten diesmal die 'Töchter der Sünde' hören.

Nach den einführenden Worten einer Dame des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken begann die Lesung, in der wir den Zuhörerinnen und Zuhörern unsere Helden aus 'Töchter der Sünde' näher brachten. Nach einer Pause, in denen die Anwesenden sich stärken konnten, ging es dann mit dem bei uns üblichen Frage-Antwort-Spiel weiter. Wir berichteten dabei aus unserem Leben als Autoren, gaben ein paar Anekdoten zum Besten und signierten fleißig Bücher.

Es war ein sehr schöner Abend, den wir gerne in Schöneck-Oberdorfelden verbracht haben. Wir bedanken uns bei den Mitgliedern des Fördervereins der Schönecker Bibliotheken und können sagen, dass es ihnen ausgezeichnet gelungen ist, die Leute zum Kommen zu motivieren.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Töchter der Sünde
von Iny und Elmar am 2011-10-07
... Premierenlesung in Erkelenz


Der 04.10.2011 war der offizielle Erscheinungstermin der 'Töchter der Sünde' und gleichzeitig der Beginn unserer kleinen Herbstlesereise. Unsere erste Station war Erkelenz und wir freuten uns sehr, dort die Premierenlesung aus dem fünften Band der Wanderhuren-Reihe halten zu können.

Der Veranstalter Volker Postupa von VP Trading hatte mit dem Veranstaltungsraum des Gartencenters Müller-Platz einen perfekten Leseort gefunden und mit der Inhaberin zusammen alles ausgezeichnet organisiert.

Wir kamen wie immer früher, um uns anzumelden, und suchten uns dann ein Lokal, in dem wir Abendessen konnten. In den Veranstaltungsraum zurückgekehrt, sahen wir, dass bereits die ersten Zuhörer vor der Tür warteten. Es wurden immer mehr und so füllte sich der Saal zusehends. Auch diesmal haben wir bereits vor der eigentlichen Lesung Bücher signiert. Mehrere Zuhörer entschuldigten sich, weil sie ältere Iny-Lorentz-Bücher von zuhause mitgebracht und nicht die 'Töchter der Sünde' gekauft hatten, und wir erklärten ihnen, dass wir auch diese Romane gerne signieren würden. Im Übrigen wurden sehr viele 'Töchter' gekauft. Aber auch unsere anderen Romane fanden reißenden Absatz, da so manche Leserin und so mancher Leser ihre Sammlung vervollständigen wollten.

Ein weiteres Mal waren auch diesmal mit Großmutter, Mutter und Tochter drei Generationen einer Familie erschienen. Es wurden natürlich Fotos gemacht, und dann begann die Lesung. Eine Dame von VP Trading stellte uns vor, und dann lernten die Zuhörer Falko Adler, seine Freunde Hilbrecht und Giso, die Äbtissin Elisabeth, die temperamentvolle Contessa Francesca und weitere Helden unseres Romans kennen. Wir lasen wie immer um die 55 Minuten und beantworteten nach einer kurzen Pause, in der die Zuhörer sich stärken konnten, die an uns gestellten Fragen. Für uns war es ein sehr gelungener Abend mit einem überraschend zahlreichen Publikum und einer ausgezeichneten Organisation. Es war schön, in Erkelenz zu lesen.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
50 Jahre Perry Rhodan – Weltcon 2011
von Iny und Elmar am 2011-10-05
oder

Besuch bei den Wurzeln

Im Jahre 1962 kaufte eine Kölner Schülerin bei einer Klassenfahrt in Berlin zwei Hefte einer SF-Romanserie, die sie derart in ihren Bann zog, dass sie diese etliche Jahre lang eifrig las. Später trat sie in einen der über 500 Perry-Rhodan-Fanclubs ein, die es damals in Deutschland gab, kam darüber mit dem SFCD e.V. in Kontakt und schloss sich schließlich dem EDFC e.V., dem Ersten Deutschen Fantasy-Club an. Dort kam es kurz darauf zu einer schicksalshaften Begegnung.

Elmar kaufte seinen ersten Perry-Rhodan-Roman mit vierzehn, trat zwei Jahre später ebenfalls in einen Perry-Rhodan-Fanclub ein und wurde im Lauf der Zeit von einem Clubkameraden zum Fantasy-Club gelotst. Dort traf er irgendwann mit Iny zusammen und unsere gemeinsame Geschichte begann.

Ohne die Perry-Rhodan-Serie hätten wir uns vielleicht nie kennen gelernt. Auch die Wurzeln unseres Schreibens fußen dort, denn Elmar hat seine erste Fanstory im Clubmagazin seines Perry-Rhodan-Clubs veröffentlicht.

Auch wenn neue Interessen Perry Rhodan in den Hintergrund treten ließen, so denken wir gerne an jene Zeit zurück. Daher freuten wir uns sehr, als Klaus N. Frick, der Chefredakteur von Perry Rhodan beim Pabel-Verlag uns zur 50-Jahr-Feier der Romanserie nach Mannheim einlud, und sagten spontan zu.

Am Freitag, den 30.09.2011 erreichten wir kurz vor 16:00 Uhr den Rosengarten in Mannheim, in dem der Event stattfinden sollte, und suchten erst einmal ein Parkhaus, das hoch genug war, damit unser Dicker hineinfahren konnte, ohne zum Cabrio zu werden. Im dritten Anlauf gelang es uns schließlich, etwas passendes zu finden. Zum Glück war der Weg zum Rosengarten nicht weit, so dass wir das Veranstaltungszentrum in wenigen Minuten erreichen konnten.

Es war kurz vor der Öffnung der Türen und eine große Anzahl an Fans wartete bereits darauf, eingelassen zu werden. Als dies geschah, bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern, an denen die Teilnehmer registriert wurden und ihre Ausweise für den Weltcon erhielten. Als geladenen Gästen wurde uns das Privileg zuteil, von Hermann Ritter, ebenfalls vom Pabel-Verlag, umgehend in Empfang genommen und mit Ausweis und Contasche versorgt zu werden. Die Contasche erhielt alles mögliche Informationsmaterial, sowie das Conbuch, in dem neben einer kurzen Beschreibung der Gäste, Referenten und natürlich der Perry Rhodan-Autoren auch viel über die Romanserie selbst zu erfahren war.

Das offizielle Programm begann um 18:00 Uhr, allerdings war die Zeit bis dorthin viel zu kurz, um sich die Ausstellung „50 Jahre Perry Rhodan, sowie die Stände der anwesenden Perry Rhodan-Clubs, wie auch der Händler ansehen zu können. Daher verschoben wir die Besichtigung der meisten Stände auf später.

Um 18:00 Uhr erfolgte der offizielle Conauftakt durch Rüdiger Schäfer, Mike Hillenbrand und Klaus N. Frick und um 18:15 ging es in einem von Rüdiger Schäfer moderierten Gespräch mit den Witwen der ersten Autoren und des ersten Titelbildzeichners weit in die Vergangenheit der Romanserie zurück.

Uns blieb nicht die Zeit, alles mit anzuhören, denn um 19:00 Uhr teilte sich das Programm. Während im Hauptsaal Perry-Rhodan-Autoren über ihre Arbeit an der Serie und die Einschränkungen sprachen, die dabei zu berücksichtigt werden mussten und später ein Vortrag Rainer Kreskens von der ESA folgte, führte unser Weg in den Roten Salon. Dort begann die Lesenacht Phantastisches Mannheim und als erste von vielen Autoren waren wir an der Reihe.

Nun sind wir nicht gerade Autoren, für die sich die Leser von SF-Romanen groß interessieren. Trotzdem strömten trotz des erstrangigen Parallelprogramms erstaunlich viele Leute zu uns. Einige waren, wie wir im Gespräch erfuhren, sogar extra wegen uns zu dieser Lesenacht erschienen. Eine davon war Carmen, anlässlich deren Heirat vor anderthalb Jahren wir die Hochzeitslesung in Mannheim abgehalten hatten.

Wir machten beim Lesen Multitasking und brachten kurze Textpassagen als Iny Lorentz, Mara Volkers und Nicola Marni zum besten.

Nach uns lasen mit Kai Meyer, Bernd Prplies, Ju Honisch, Christoph Dittert, Christoph Hardebusch, Christoph Marzi, Hartmut Kasper, Uschi Zietsch, Andreas Eschbach, Oliver Plaschka und Markus Heitz Spitzenautoren des phantastischen Genres.

Das Ende des Abends erlebten wir allerdings nicht mehr, da wir der Anziehungskraft unserer Betten im Wohnwagen irgendwann nicht mehr widerstehen konnten

Der Samstag sah uns zu vormittäglicher Stunde wieder vom Campingplatz in Hemsbach ins nahe Mannheim fahren. Da wir inzwischen wussten, wo wir unseren Dicken abstellen konnten, waren wir schnell im „Raumschiff“ Rosengarten. Dort blätterten Arnd Ellmer, Michael Nagula und Eckhard Schwettmann zuerst in den Perry-Rhodan-Chroniken, bis dann der Countup to 50 begann und der Weltcon 2011 von Klaus N. Frick offiziell eröffnet wurde.

Anschließend gab es ein Riesenprogramm, bei dem wir bedauerten, nicht überall dabei sein zu können. Andreas Eschbach hielt die Eröffnungsrede für den Con, es folgte ein SF-Literarisches Qintett, während sich in anderen Räumen Fototermine mit Perry Rhodan-Autoren und Signierstunden abwechselten und es die sehenswerte Ausstellung 50 Jahre Perry-Rhodan zu besichtigen gab. Wir nahmen jetzt auch die Gelegenheit war, uns die einzelnen Stände genauer anzusehen, unterhielten uns mit etlichen Leuten, und wurden immer wieder aufgefordert, zu signieren. Bei WerkZeugs gab es sogar Iny-Lorentz-Romane zu kaufen! Ein Conteilnehmer war darüber sehr glücklich, denn seine Tante hatte an dem Tag Geburtstag. Als einer eifrigen Iny-Lorentz-Leserin konnte er ihr unseren neuesten Roman mit Signatur als Geschenk mitbringen.

Um 13:20 Uhr waren wir bei einem weiteren Programmpunkt beteiligt. Rüdiger Schäfer stellte Hans Kneifel, einen der bekanntesten Perry-Rhodan-Autoren und Autor historischer Romane und uns die Frage, welchen Unterschied und welche Gemeinsamkeiten es zwischen Perry Rhodan und Historischen Romanen gäbe. Für den Autor überwiegen die Gemeinsamkeiten, nämlich gründliche Recherche und disziplinierte Arbeit am Roman. Auch für die Roman-Serie selbst sind die irdische Historie und die verschiedenen Kulturen als Grundstock für einen stimmigen Hintergrund unabdingbar. Hans Kneifel wies dabei auf die von ihm geschriebenen Atlan-Zeitabenteuer hin, für die er nicht weniger Recherchen betreiben musste als für seine eigenen historischen Romane.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Teilweise gab es in vier Sälen gleichzeitig Programm. Das meiste drehte sich natürlich um die Perry-Rhodan-Serie und deren Ableitungen. Daneben gab es wissenschaftliche Vorträge von Repräsentanten der ESA, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Arbeit einem so großen und interessierten Publikum vorzustellen. Die ESA hatte sogar eine kleine Ausstellung auf dem Con aufgebaut.

Die Programmdichte war teilweise so groß, dass wir uns ausklinken mussten und uns bei Kaffee oder Tee mit Autorenkollegen und Freunden aus alter Zeit unterhielten. Als der Abend fortschritt, tauchten auch immer mehr Fans in Kostümen aus der Perry-Rhodan-Serie auf. Plötzlich mischte sich eine Vulkanierin der Sternenflotte unter die Kostümierten und wurde zum Anlass etlicher erstaunter Kommentare.

Abschluss des Programms an diesem Tag war die Prämierung der besten Kostüme mit entsprechender Preisverleihung. Während dies geschah, entfleuchten wir in Richtung Campingplatz, um wenigstens eine Mütze Schlaf zu finden. Schließlich gab es auch noch den Sonntag zu überstehen.

Dieser begann um 09:00 Uhr mit Programm in drei Sälen. Wir schwänzten allerdings einige Punkte und besichtigten die phantasievoll aufgemachten Club-Stände, unterhielten uns mit Dieter Wengenmayer vom Perry-Rhodan-Stammtisch München, den wir gelegentlich besuchen, trafen weitere alte Freunde und zu guter letzt Hermann Urbanek, den Herausgeber der ersten Anthologie, in der je eine Kurzgeschichte von uns, und zwar von Iny, erschienen ist. Die Kurzgeschichtensammlung trägt den Namen ‚Ashtaru der Schreckliche‘ und wurde damals vom Heyne-Verlag herausgegeben. Wir hatten Hermann einige Jahre nicht mehr gesehen und so gab es einiges zu erzählen. Außerdem verabredeten wir uns mit Hermann, ihn in Wien zu besuchen, da wir bald eine Recherchereise dorthin machen werden.

Langsam neigte sich der Con dem Ende zu. Es gab noch eine Signierstunde der Perry-Rhodan-Autoren, die durch den großen Andrang der Fans dreimal so lange dauerte wie ursprünglich geplant. Dadurch verschob sich das restliche Programm immer mehr nach hinten. Auch die Versteigerung von Gegenständen, die mit der Perry-Rhodan-Serie zu tun haben, wurde wegen der Begeisterung der Fans um einiges länger als erwartet.

Vor dem Rosengarten fuhren bereits die ersten LKW vor, um die Con-Requisiten abzuholen, doch mussten die guten Leute warten, bis zu später Nachmittagsstunde Klaus N. Frick mit seiner letzten Amtshandlung den Con für beendet erklären konnte.

Bevor auch wir den Rosengarten in Richtung Campingplatz verlassen konnten, signierten wir noch einige Bücher und verabschiedeten uns von den Freunden und Kollegen, die ebenfalls bis zum Schluss geblieben waren.

Als wir schließlich im Dicken saßen und Mannheim hinter uns zurückblieb, dachten wir sehr zufrieden, aber auch ein wenig wehmütig an den Perry-Rhodan-Weltcon 2011 zurück. Klaus N. Frick und alle, die an der Vorbereitung beteiligt waren, haben ausgezeichnete Arbeit geleistet! Wir haben viele alte Freunde wiedergetroffen, ebenso etliche von uns geschätzte Kollegen wie Christoph Hardebusch, Christoph Lode, Markus Heitz, Uschi Zietsch, Uwe Anton, Arnd Ellmer, Michael Nagula und Michael Wittmann. Auch konnten wir neue Kollegen kennenlernen wie Frank Borsch, Hubert Haensel, Christian Montillon, Hans Kneifel, Verena Themsen, sowie Andreas Eschbach, Frank Schätzing und Kai Meyer.

Unser Dank gilt Klaus N. Frick für die Einladung zum Weltcon, Hermann Ritter für die Betreuung, sowie den vielen Con-Helfern, ohne die diese Veranstaltung niemals stattfinden hätte können. Sie kamen von vielen Perry-Rhodan-Clubs und –Stammtischen und haben das ihre getan, damit alle Teilnehmer und damit auch wir ein so tolles SF-Fest erleben konnten.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Fazit August 2011
von Iny und Elmar am 2011-08-11
Neuigkeiten:

Mittlerweile sind die ersten sieben Monate des Jahres 2011 vergangen. Für uns ist dies eine gute Gelegenheit, ein kurzes Fazit zu ziehen und einen gewissen Ausblick auf die kommenden Monate zu geben.

2011 sind bisher die Taschenbuchausgabe von "Die Rose von Asturien" und mit "Juliregen" der Abschlussband der Trettin-Trilogie erschienen. Während "Die Rose von Asturien" in der Taschenbuchbestsellerliste einen ausgezeichneten 9. Platz erreichte, war "Juliregen" noch um einen Hauch besser und stand auf Platz 8.

Ohne das Vertrauen unserer Leser wäre dies nicht möglich gewesen. Unseren besten Dank dafür! Wir werden alles tun, um auch weiterhin gute Romane für Euch schreiben zu können.

Zusätzlich gab es ein paar Lizenzausgaben bei Weltbild und dem Club, über die wir uns auch sehr gefreut haben, sowie weitere Übersetzungen.

In Tschechien sind bislang "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Kastratin", und "Die Goldhändlerin" von Iny Lorentz erschienen, dazu "Die Reliquie" von Mara Volkers und "Die Tallinn-Verschwörung" von Nicola Marni.

Auch in Polen sind Iny-Lorentz-Romane sehr beliebt. Bis jetzt wurden "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Feuerbraut" und "Die Tatarin" übersetzt.


Weitere Buchaussichten:

In wenigen Tagen wird mit "Todesfahrt" der dritte Thriller mit dem Helden Torsten Renk bei Page & Turner erscheinen. Selbstverständlich sind Henriette von Tarow und Petra Waitl wieder mit von der Partie.

Im Oktober gibt es gleich zwei neue Bücher von uns, zum einen mit "Töchter der Sünde" von Knaur den fünften Band der Wanderhuren-Reihe und mit "Die Tore der Geister" den zweiten Urban-Fantasy-Roman bei Piper.

Im September 2011 erscheint bei Knaur eine Sonderausgabe der "Feuerbraut" und im Dezember 2011 die Taschenbuchausgabe der "Ketzerbraut".

Im Dezember wird auch einer unserer großen Träume war. Unsere Heldin Laisa erlebt bei Knaur in dem Fantasy-Roman "Stern der Göttin" ihre ersten Abenteuer in den Dämmerlanden. Laisa und ihre Freunde begleiten uns persönlich seit über zwanzig Jahren und es war stets unser Wunsch, über sie zu schreiben.


Filmaussichten:

"Die Wanderhure" hat den Filmpreis DIVA für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 gewonnen.

Am 02.08.2011 gewann "Die Wanderhure" auch den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als bester Fernsehfilm.

Beides macht uns natürlich sehr stolz, auch wenn es weniger unser Verdienst ist als der der Macher des Films.

Erwähnen wollen wir selbstverständlich auch, dass Alexandra Neldel, die in "Die Wanderhure" unsere Marie spielt, für ihre Rolle in "Bollywood lässt Alpen glühen" den 8. Quotenmeter-Fernsehpreis als beste Schauspielerin in der Kategorie Miniserie/Film/Special erhalten hat! Wir gratulieren Alexandra Neldel herzlich zu diesem Erfolg.

Die weiteren Filmaussichten sind günstig. Bereits Anfang des Jahres ist bekannt geworden, dass der Bayerische Filmförderungsfond und die Filmförderung Berlin-Brandenburg die Fortsetzung der "Wanderhure" mit durchaus achtbaren Summen bezuschussen werden. Der zweite Film der "Wanderhuren-Reihe" ist an unseren Roman "Die Kastellanin" angelehnt und wird den Titel "Die Rache der Wanderhure" tragen. Laut Facebook-Eintragungen einiger Schauspieler werden die Dreharbeiten Ende August 2011 beginnen. Ob wir zu einem Setbesuch wie bei der "Wanderhure" eingeladen werden, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Wir würden uns natürlich riesig darüber freuen.


Aussichten auf Events und Lesungen:

Noch ist unser Programm für den Herbst nicht vollständig, doch kristallisieren sich bereits einige Termine heraus. Ein Höhepunkt wirkt sicher der Perry-Rhodan-Weltcon zur 50-Jahrfeier der Romanserie sein, der vom 30.09.2011 – 02.10.2011 in Mannheim stattfindet. Da unsere Wurzeln auch im Perry-Rhodan-Fandom liegen, freuen wir uns sehr, zu dieser Convention eingeladen worden zu sein.

Link auf PR-Con


Am 06.10.2011 werden wir in Schöneck und am 10.10.2011 in Hochheim lesen.

Selbstverständlich sind wir auch wieder bei der Frankfurter Buchmesse und werden dort am Samstag, 15.10.2011 um 15:00 Uhr am Stand von Droemer-Knaur sein.


Romanvorschläge:

Immer wieder erhalten wir Briefe mit Vorschlägen zu Themen oder Personen, über die wir Romane schreiben sollen. Zu Beginn haben solche Briefe und E-Mails immer beantwortet und uns für das Interesse bedankt, aber auch stets erklärt, dass es für uns nicht möglich ist, diese Vorschläge aufzugreifen. Wir schreiben weder biographische Romane noch über Themen, die nicht in unsere Arbeitsweise passen. Zudem stehen wegen der notwendigen Recherche unsere Planungen für historische Romane bis zum Jahr 2016 fest.

Wir bitten um Verständnis, dass wir auf solche Vorschläge nicht mehr antworten können.

Anfragen um Autogrammkarten und Signaturen werden wir natürlich weiterhin gerne beantworten.


Herzliche Grüße

Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Mörderischer Attersee
von Iny und Elmar am 2011-07-10
Literaturfestivals haben einen ganz besonderen Reiz. Man kann lieb gewordene Kolleginnen und Kollegen wiedertreffen und Neue kennenlernen – und findet fast immer ein ebenso sachkundiges wie begeisterungsfähiges Publikum. Als uns Beate Maxian zum Krimifestival 'Mörderischer Attersee' einlud, war es daher keine Frage, ob wir zusagen sollten.

Donnerstag, den 30.06. morgens hingen wir also den Wohnwagen an unseren Dicken und brachen frohgemut auf. Das gute Gefühl hielt jedoch wenige Minuten an, dann wurde unser Vorwärtsdrang durch einen großen, in unserem Wohnort ungewohnten Stau gehemmt. In der Nacht waren schwere Wolkenbrüche niedergegangen und die Eisenbahnunterführung, bei der der Weg zur Autobahn beginnt, war überschwemmt und gesperrt. Den Autofahrern blieb nur eine einzige Ausfallstraße aus unserem Ort und auf der gab es stockenden Verkehr. Daher haben wir trotz des Wohnwagens Schleichwege benutzt und gelangten auf uns teilweise unbekannten Landstraßen zur übernächsten Autobahnauffahrt.

Auch unterwegs regnete es immer wieder heftig und so waren wir schließlich froh, als wir nach gut zweihundert Kilometer Fahrt unser Ziel erreichten und unseren Wohnwagen auf dem Campingplatz aufstellen konnten. Hier zeigte es sich, dass die Anschaffung von regendichten Hosen keine überflüssige Ausgabe gewesen war. Kurz darauf saßen wir im Wohnwagen, schauten auf das grün bis grau schimmernde Wasser des Attersees hinaus und genossen einen entspannten Nachmittag mit einigen mitgenommenen Büchern.

Am nächsten Morgen packten wir erst einmal unsere Laptops aus, um ein wenig zu arbeiten. Anschließend fuhren wir nach Attersee am Attersee, um uns dort mit Beate Maxian, der Veranstalterin des Krimifestivals zu treffen. Das Rendezvous klappte auf Anhieb und da es nun doch zu regnen aufhörte, gelangten wir trockenen Fußes auf die MS 'Vöcklabruck', die zu einer Dreifachlesung auf dem Attersee auslaufen sollte.

Hier lernten wir auch gleich die beiden Kolleginnen kennen, die gemeinsam mit Beate Maxian lesen sollten, nämlich Gabriele Dichler und Claudia Rossbacher, sowie die Literaturwissenschaftlerin Dr. Leonore Biber und die Ehemänner aller drei lesenden Damen, von denen uns aber nur Jeff Maxian und Hannes Rossbacher namentlich im Gedächtnis geblieben sind.

Attersee war der Heimathafen der 'Vöcklabruck'. Daher musste sie erst über den See nach Schörfling fahren, von wo aus die Lesefahrt starten sollte. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, mit Frau Dr. Biber, den drei Autorinnen und deren Begleiterin zu reden. Nachdem die 'Vöcklabruck' in Schörfling ihre Passagiere aufgenommen hatte, begrüßte Beate Maxian die Zuhörer und übergab an Gabriele Dichler, die den literarischen Abend mit einer Lesung aus ihrem Roman 'Glutnester' begann. Anschließend las Claudia Rossbacher aus 'Steirerblut' und den Abschluss machte Beate Maxian mit 'Tödliches Rendezvous'. Alle drei Romane hörten sich äußerst spannend an und wurden exzellent vorgetragen.

Nachdem die 'Vöcklabruck' ihre Passagiere wieder in Schörfling abgeladen hatte, kehrte sie mit dem Kernteam um Beate Maxian und uns nach Attersee zurück und wir ließen den Tag gemeinsam im stilvollen Litzlberger Keller ausklingen.

Der Parkplatz des Litzlberger Kellers war auch der Treffpunkt für den nächsten Tag, an dem wir mit unserer Lesung an der Reihe waren. Obwohl wir etwas später als sonst aus den Betten kamen, arbeiteten wir ein wenig an unseren aktuellen Manuskripten und machten uns am Nachmittag bei wolkenbruchartigen Regenfällen auf den Weg. Der nasse Segen von oben wurde immer schlimmer und so bogen wir schließlich in einem kräftigen Graupelschauer in den Parkplatz des Litzlberger Kellers ein.

Beate Maxian erschien kurz darauf und lotste uns nach Schörfling, wo wir zuerst zu Abend aßen und dann zur Galerie Zwach wanderten, in der schon etliche der größten Geister Österreichs aus ihren Werken gelesen haben. Während alles für unsere Lesung vorbereitet wurde, trafen bereits die ersten Zuhörer ein. Darunter war auch ein Ehepaar aus Mecklenburg-Vorpommern, das am Attersee Urlaub machte und die Gelegenheit wahrnahm, uns zuhören zu können.

Der Raum füllte sich zusehends und schließlich war es an uns, unsere Zuhörer zu unterhalten. Da es sich um ein Krimifestival handelte, teilten wir die Lesung auf und lasen zuerst zwei Stellen aus 'Die geheime Waffe', die wir unter dem Pseudonym Nicola Marni geschrieben haben, und gingen anschließend zu 'Juliregen' von Iny Lorentz über, nahmen aber Szenen, in denen eine Nebenfigur – der Detektiv Dirk Maruhn – der Handlungsträger war.

Bei dieser Lesung lernten wir auch eine Besonderheit der von Beate Maxian organisierten Festivals kennen, nämlich das Catering für die Gäste. Es gab Bier, Wein und Leberkäse für die Zuhörer und stilles Wasser für uns. Erst als der Leseteil zu Ende war und das beliebte Frage- und Antwortspiel begann, konnten wir uns einen gespritzten Roten leisten (für Nichtösterreicher Rotwein mit Wasser vermischt).

Wie schon auf der 'Vöcklabruck' wurden im Anschluss mehrere Bücher unter den Zuhörern verlost und da diesmal niemand aussteigen musste, umlagerten die Gäste den Cateringstand. Bei Getränken und Leberkäsesemmeln wurde geredet und gelacht. Dies dauerte seine Zeit, so dass wir auch an diesem Tag nicht gerade früh ins Bett kamen.

Am nächsten Morgen blieb keine Zeit, die Laptops auszupacken. Es war eine Matinee-Lesung in der Gärtnerei Irran in Schörfling angesagt. Beate Maxian holte uns wieder an dem Parkplatz des 'Litzlberger Kellers' ab und lenkte Nicola Förg und uns auf verschlungenen Pfaden um Schörfling herum zur Gärtnerei. Im Ortszentrum fand nämlich ein Trachtenfest statt und die Straßen waren gesperrt.

Das Erste, was wir dort sahen, war der Cateringstand. Auch diesmal wurde wieder Bier, Wein und Wasser ausgeschenkt. Glühwein wäre angebrachter gewesen, denn das Thermometer zeigte alles andere als sommerliche Temperaturen. Die Weißwürste und Brezen waren daher als Brennstoff mehr als willkommen.

Aus Witterungsgründen fand die Lesung nicht wie geplant im Freien, sondern in einem Treibhaus statt. Es begann Erich Weidinger mit einer Kurzgeschichte und einem Kapitel des Romans, an dem er gerade arbeitet, danach führte Nicola Förg uns in das Geheimnis Allgäuer Schrotkuren und Pflanzenkunde ein. Beide Lesungen waren spannend, aber auch amüsant und gefielen uns sehr.

Die Temperaturen taten dies nicht und so löste sich die Gesellschaft nach einem letzten Ansturm auf den Cateringstand allmählich auf. Wir verabschiedeten uns von Beate Maxian, ihrem Mann, sowie dem Ehepaar Rossbacher. Da wir denselben Weg hatten, nahmen wir Frau Dr. Leonore Biber mit zum 'Litzlberger Keller', in dessen Gästehaus sie wohnte. Dort nahmen wir ein spätes Mittagessen ein und unterhielten uns noch eine Weile mit Frau Dr. Biber, einer ebenso interessanten wie faszinierenden Persönlichkeit.

Am späten Nachmittag war dann für uns das Krimifestival am Attersee zu Ende. Wir kehrten zum Campingplatz zurück, ließen den Tag ausklingen und fuhren am nächsten Tag nach Hause. Hinter uns lag ein schönes und angenehmes Festival, für uns zu den Highlights dieses Jahres zählt.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Beim Lit-Night-Dinner Club
von Iny und Elmar am 2011-06-22
Kaum waren wir aus Meißen zurück, stand bereits der nächste Termin an. YOTTA-TV hatte uns am 14.06.2011 abends zur Lit-Night-Dinner Club in Strombergs*KUTCHiiN eingeladen. Gespannt, was uns dort erwarten würde, machten wir uns auf dem Weg nach München. Dort trafen wir uns aber zunächst mit Patricia und Ira von der Pressestelle des Knaur-Verlags, die uns ins KUTCHiiN begleiten wollten. Es blieb noch Zeit für einen Latte macchiato und ein Stück Kuchen, sowie ein angenehmes Gespräch, bevor es ernst wurde.

Als wir im KUTCHiiN ankamen, trafen gleichzeitig mit uns auch Volker Klüpfel und Michael Kobr ein, die berühmten Väter des nicht weniger berühmten Allgäuer Ermittlers Kluftinger. Florian Wagner, der Moderator der Sendung, empfing uns gleich an der Tür und führte uns alle an unseren Tisch. Um uns herum wurden die Vorbereitungen für die Sendung getroffen, doch wir stärkten uns erst einmal mit einem kühlen Getränk. Mittlerweile stieß auch der Dritte (oder eigentlich fünfte) im Bunde zu uns, nämlich der Tatortkommissar Stefan Deininger in seiner Zweitgestalt als Autor und Schauspieler Gregor Weber.

Die nächste Zeit verbrachten wir entweder in der Maske oder beim Anlegen der Head Sets. Bei Ersterem fiel mir ein Spruch meines ehemaligen Kollegen Peter ein, der spaßeshalber gemeint hatte, es gäbe keinen schöneren als ihn, es sei denn, dieser wäre geschminkt.

Mittlerweile füllte sich Strombergs*KUTCHiiN zusehends und wir blickten in viele erwartungsfrohe Gesichter. Dies mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass auf allen Tischen je eine Ausgabe von Michael Kobrs und Volker Klüpfels neuesten Roman 'Schutzpatron', Gregor Webers 'Feindberührung' und unser 'Juliregen' auslag. Die Bücher fanden sehr rasch neue Freunde.

Nach der Suppe ging es dann los. Florian Wagner erklomm das Podium und moderierte die Sendung an. Als Erstes konnte er gleich verkünden, dass die Sendung ausverkauft war. Danach waren wir an der Reihe, ihm Rede und Antwort zu stehen. Es wurde ein sehr interessantes, aber auch amüsantes Interview über unsere Arbeit und unseren neuen Roman 'Juliregen', der hier der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Michael Kobr und Volker Klüpfel kamen nach dem Hauptgang dran und erwiesen sich erneut als ein perfekt aufeinander eingespieltes Team, das sich die Bälle wunderbar zuspielte. Dabei ließen sie ihren berühmten Allgäuer Charme aufblitzen, der auch Kluftiger zu eigen ist.

Die Nachspeise folgte, und dann wurde Gregor Weber auf das Podium gerufen. Nach einigen interessanten Sätzen zu seinem Roman 'Feindberührung' gab es einen Anschlag auf ihn. Da er bereits ein Buch über das Kochen geschrieben hatte, ernannte Holger Stromberg ihn kurzerhand zu seinem Assistenten bei der Kreierung einer besonderen Spezialität. Während die beiden fachsimpelten, durfte Florian Wagner die meiste Arbeit machen. In nur sieben Minuten entstand hier eine Leckerei, die manche für etwas gewöhnungsbedürftig halten dürften, nämlich Salamistücke im Zuckermantel, der, bevor er erstarrte, in scharfen Pfeffer gewälzt wurde. Es war auf alle Fälle eine heiße Sache.

Nach dem offiziellen Ende der Sendung begann die eigentliche Arbeit für die beteiligten Autoren. Die anwesenden Gäste nutzen nämlich die Gelegenheit, um die Bücher signieren zu lassen. Es waren sehr viele Leute und sehr viele Bücher. Selbst Michael Kobr und Volker Klüpfel und wir kamen dabei ins Schwitzen. Aber trotzdem fanden wir dabei auch die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen mit unseren anwesenden Kollegen, sowie anderen Gästen, bis irgendwann ein Blick auf die Zeiger der Uhr uns mahnte, dass es Zeit wäre, aufzubrechen. Wir verabschiedeten uns von den anderen, sowie wie von Florian Wagner und dem YOTTA-Team und machten uns auf den Heimweg.

Ein ebenso interessanter wie spannender Abend ging damit zu Ende.


Iny und Elmar Lorentz


Die Sendung kann man im Internet noch einen guten Monat über einen der beiden Links aufrufen:

Lit-Night-Dinner Club
Lit-Night-Dinner Club

Info
Das Literaturfest in Meißen
von Iny und Elmar am 2011-06-22
Im letzten Jahr hatte uns das Literaturfest in Meißen so gut gefallen, dass wir diesmal die Einladung für das Literaturfest 2011 ohne großes Überlegen annahmen. Schon im Vorfeld hatten wir uns einige Lesungen ausgesucht, denen wir zuhören wollten, und machten uns daher am Donnerstag, den 09.06.2011 erwartungsfroh auf den Weg. 470 km mit dem angehängten Wohnwagen zurückzulegen dauert seine Zeit. Als wir am späten Nachmittag auf dem Campingplatz ankamen, hatten sich dort schon etliche Camper eingefunden. Pfingsten stand bevor und die Leute wollten hier feiern. Wir fanden trotzdem noch ein schönes Plätzchen. Freitag und Samstag füllte sich der Campingplatz dann zusehends. Überraschend, aber auch angenehm war jedoch die Tatsache, dass weder gelärmt noch scharf gezecht wurde.

Freitag war für uns der erste Tag auf dem Literaturfest. Doch bevor wir nach Meißen aufbrechen konnten, galt es erst einmal, Fleißarbeit zu leisten. Kurz vor unserer Abfahrt waren uns nämlich die Druckfahnen für 'Töchter der Sünde' ins Haus geschneit. Da man in Verlagskreisen zu denken scheint, ein Autor würde weder Sonn- noch Feiertage kennen, war der Ablieferungstermin so kurz gehalten, dass wir unser geplantes Pfingstprogramm über Bord werfen und uns bis zum frühen Nachmittag mit den Druckfahnen beschäftigen mussten. Erst danach konnten wir mit unserem Dicken die paar Kilometer nach Meißen zurücklegen und uns dort auf einer der Restaurantterrassen auf dem Marktplatz etwas zu Essen bestellen. Einen Vorteil hatte unser Sitzplatz, denn so konnten wir die Lesungen auf der dortigen Lesebühne verfolgen.

Noch während wir uns im Herz von Meißen umsahen, trafen wir auch schon unseren ersten Kollegen, nämlich Peter Hoeft, den männlichen Teil des Autorenduos Gerit Bertram. Dessen Partnerin Iris Klockmann traf kurz danach ein, und als dann auch noch die Fantasy-Autorin Renate Doms und Steffen Knabe, der Inhaber des Knabe-Verlags, zu uns stießen, stand einer angenehmen Gesprächsrunde nichts mehr im Weg. Für Iris und Peter galt es aber bald, ihre geplante Lesung der 'Goldspinnerin' zu halten. Sie machten ihre Sache ausgezeichnet und so konnten wir gemütlich mit einem Glas Bier auf ihren Erfolg anstoßen. Zu später Stunde trennten wir uns von unseren Gesprächspartnern und kehrten zum Campingplatz zurück.

Der nächste Tag sah uns wieder über Druckfahnen gebeugt, bevor wir uns wieder auf den Weg machen konnten. Unser erstes Anlaufziel war die Lesebühne am Tuchmachertor, wo Corinna Bomann aus ihrem Kinderfantasyroman 'Lilienpakt' las. Danach galt es sich für die eigene Lesung zu stärken. Um 18:00 war es dann auf der Lesebühne am Marktplatz so weit. Von dröhnendem Schlag der Glocken von St. Afra angekündigt warteten wir erst einmal, bis diese wieder verstummten. Dann aber gab es für 'Die Ketzerbraut' kein Halten mehr. Wir hatten anderthalb Stunden für uns, abzüglich der zwölf Minuten Glockengeläut, und nützten dies aus, um unseren Zuhörern auch eine kleine Kostprobe aus unserem Nicola-Marni-Thriller 'Die geheime Waffe' zu geben. Sehr positiv fanden wir, dass die angekündigten Regenschauer ausblieben und daher sowohl unser Publikum, wie auch wir selbst trocken blieben.

Wir hatten schon vorher ein wenig signiert und signierten hinterher auch noch etliche Bücher, bis wir uns dann mit Renate Doms und Steffen Knabe in eine Gastwirtschaft zurückzogen und den Tag ausklingen ließen.

Am nächsten Tag gab es erneut Druckfahnen zum Frühstück und Mittagessen. Da wir einen gewissen Stand erreichen wollten, konnten wir diesmal erst später nach Meißen fahren. Wir kamen aber noch rechtzeitig, um Ulf Schiewe zu erleben, der auf der Lesebühne Marktplatz aus seinem neuesten Roman 'Die Contessa' las. Anschließend ging es gleich weiter zum Tuchmachertor, um Renate Doms zuzuhören. Diese las in Meißen nicht nur aus ihren eigenen Romanen, sondern trug dem Publikum auch bekannte Romane nicht anwesender Autoren vor. Wie alle anderen, die wir gehört haben, machte auch sie ihre Sache sehr gut und uns Appetit auf das von ihr vorgestellte Buch.

Da wir nur eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen hatten, galt es dann, für das leibliche Wohl zu sorgen. Sehr schön war, dass wir auf dem Weg zum Lokal auf Iris Kammerer trafen und diese gleich mit uns mitkam. Immerhin sollte sie in der Gaststätte, die wir uns ausgesucht hatten, aus ihrem Roman 'Die Blutsäule' lesen. In weiser Voraussicht hatten Renate Doms, Ulf Schiewe, dessen Ehefrau, sowie wir beide uns fünf Plätze für die Lesung reservieren lassen. Der Raum war nämlich proppenvoll, so dass zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten.

Anschließend gab es noch ein Glas Wein auf dem sommerlichen Marktplatz, das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, und ein wenig Wehmut, dass Meißen 2011 für uns nun zu Ende ging. Es war wie bereits im letzten Jahr eine wundervolle Atmosphäre, dazu gab es sehr schöne Lesungen und die Gelegenheit, einige Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen und neue kennenzulernen.

Wir freuen uns auf das Lesefest Meißen 2012!


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Besuch bei Sabine Ebert
von Iny und Elmar am 2011-05-25
Da wir die beiden letzten Lesungen dieser Reise von einem Campingplatz aus machen konnten, blieb uns ein Fahrtag erspart. Dies bot uns die Gelegenheit für einen Besuch bei Sabine Ebert in der traditionsreichen Silberstadt Freiberg. Wir hatten mit Sabine im Vorfeld einen Treffpunkt ausgemacht, an dem wir unseren Dicken parken konnten. Dies gelang auch und so konnten wir sie kurz darauf in unsere Arme schließen.

Das Wetter hatte sowohl ihr wie auch uns gewisse Sorgen bereitet, denn es hatte während der Anfahrt mehrmals leicht geregnet und die Wolkenformationen ließen nichts Gutes erwarten. Doch als wir in Freiberg ankamen, schien die Sonne und versprach einen angenehmen Nachmittag. Dies nützten wir gleich zu einem kleinen Rundgang durch Freiberg aus. Unterwegs konnten wir mehrmals sehen, dass sich die Wünsche von Investoren nicht immer mit den Anforderungen eines sinnvollen Denkmalsschutzes vereinbaren lassen und Letzterer dabei meistens verliert.

Wir unterbrachen den Rundgang, um in einem Café einen Latte macchiato zu trinken und einen Freiberger Bauernhasen zu essen. Hatte Sabine sich bis dahin als Fremdenführerin betätigt und uns die schönen Seiten ihrer Heimatstadt gezeigt, wandte sich das Gespräch jetzt mehr beruflichen Dingen zu. Wir klopften gemeinsam die neuesten Trends bei historischen Romanen ab, hechelten ein wenig den Verlag durch, mit dem wir alle derzeit mehr als zufrieden sind, und erkannten zuletzt, dass wir bei zwei unserer für das Jahr 2013 geplanten Projekte zeitmäßig gar nicht so weit auseinanderliegen.

Nach dem Latte macchiato ging es in Sabines Domizil, in dem wir unseren Erfahrungsaustausch bei ein paar Tassen Tee und Othello-Kekse fortsetzten. Sabine zeigte uns dabei auch mehrere Gewänder aus verschiedenen Zeiten, die sie bei Lesungen trägt. Sie besitzt eine hübsche Sammlung und jedes Einzelne steht ihr gut. Wir selbst bleiben ja bei Lesungen unseren seit vielen Jahren gepflegten Stil treu, der bereits zu unserem Markenzeichen geworden ist.

Als wir schließlich zum Abendessen aufbrachen, hatte sich der Himmel wieder verdüstert und die ersten Tropfen fielen herab. Während Iny im Restaurant einen Tisch belegte, suchten Sabine und Elmar eiligen Schrittes einen Souvenirladen auf, um Ansichtskarten zu besorgen. Anschließend durfte Elmar diese mit flinken Fingern ausfüllen, bevor die böhmische Ente die Arbeit unterbrach. Nach dem Abendessen wurden die Karten fertiggeschrieben und auf dem Weg zum Parkplatz in den Briefkasten geworfen.

Als wir das Lokal verließen, brachte Elmars Bemerkung, es würde nicht mehr regnen, Sabine darauf, dass sie ja ihren Schirm vergessen hatte. Nachdem sie ihn rasch geholt hatte, konnten wir unseren Rundgang durch Freiberg abschließen. Bei unserem Dicken angekommen, schieden wir mit einer gewissen Wehmut von unserer liebenswerten Freundin und Kollegin und hoffen, sie bald wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Lichtenstein
von Iny und Elmar am 2011-05-25
Unsere Frühjahrslesereise neigte sich dem Ende zu. Es lag nur noch die Lesung in Lichtenstein lag vor uns und so machten wir uns am 20.05. nachmittags auf den Weg in diese Stadt. Dort angekommen ergab sich allerdings das Problem, einen Parkplatz in der Nähe der Stadtbibliothek zu finden. Die Straße war eine einzige Baustelle und das vorhandene Parkhaus für unseren Dicken um fünf Zentimeter zu niedrig. Ein paar Straßen weiter fanden wir schließlich ein Plätzchen, wanderten dann zur Bibliothek zurück und beobachteten dabei misstrauisch den Himmel, der sich bedrohlich schwarz färbte.

Nachdem wir uns bei den Damen der Stadtbibliothek vorgestellt hatten, beschlossen wir, mit ihnen gemeinsam Abendessen zu gehen. Bereits auf dem Weg zum Restaurant zuckten die ersten Blitze über den Himmel. Kaum waren wir drinnen, brach das Gewitter so richtig los. Es war fast so wie bei unserer ersten Lesung in Dornstetten. Auch da hatte es bei Abendessen gewaltig gekracht und geschüttet.

Als wir dann aber zu dem Ort aufbrachen, an dem die Lesung stattfinden sollte, hatte der Himmel sich wieder beruhigt und es fielen nur noch einige vereinzelte Tropfen vom Himmel. Die Lesung selbst fand in der Aula des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft und Sozialwesen statt. Dort wartete bereits Frau Hisslinger, die Leiterin der Bibliothek, auf uns, die die letzten Vorbereitungen getroffen hatte. Nach der Mikrophonprobe unterhielten wir uns mit ihr, bis dann die ersten Zuhörer erschienen und es deren Signierwünsche zu erfüllen galt.

Allmählich füllte sich der Saal, und nachdem wir fünf Minuten zugegeben hatten, weil mehrere Zuhörer verspätet eintrafen, begann die Lesung. Wir ließen erneut Veva, Ernst, Haselegner, Ritter Gigging und Doktor Portikus vor unseren Zuhörern entstehen. Anschließend gab es eine Pause, in der diese sich stärken konnten und wir signieren durften. Die darauffolgende Fragerunde wurde erneut sehr lebhaft und wir konnten so einiges erzählen.

Zum Abschluss galt es noch einmal, Bücher zu signieren. Wir unterhielten uns noch mit einigen Zuhörerinnen, dem Buchhändler und den Damen der Stadtbibliothek Lichtenstein, dann war diese Lesereise für uns zu Ende.

Das Fazit der gesamten Reise:

Es war unsere bisher erfolgreichste Lesereise!

Wir haben wunderbare Liebesromantage in Rathenow erlebt und viele angenehme Gespräche mit lieben Kolleginnen geführt.

Die Reise hat uns durch bisher noch nicht bewusst wahrgenommene Landschaften geführt und viele neue Eindrücke beschert.

Außerdem konnten wir wieder Sabine Ebert besuchen.

Allerdings war diese Lesereise ziemlich anstrengend und so fühlen wir den heftigen Wunsch nach Urlaub in uns. Es wird jedoch ein wenig dauern, bis wir diesen werden nachgeben können. Jetzt gilt es erst einmal, all das aufzuarbeiten, was sich während der Reise an Post und anderen Dingen angesammelt hat. Doch schon bald werden wir erneut aufbrechen, und zwar zum Literaturfestival in Meißen. Außer uns lesen dort lesen einige Kolleginnen und Kollegen, bei denen wir uns freuen, sie wiederzusehen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Mittweida
von Iny und Elmar am 2011-05-25
Nach der Lesung ist vor der Lesung heißt ein altes Schriftstellerwort und so war es auch bei uns. Erneut hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und verließen die Landschaft um Aschersleben, um nach Sachsen zu fahren, wo die beiden letzten Lesungen dieser Reise anstanden. Da beide Leseorte weniger als fünfzig Kilometer voneinander entfernt lagen, suchten wir uns einen günstig gelegenen Campingplatz, von aus wir sowohl Mittweida wie auch Lichtenstein erreichen konnten.

Den Beginn machte Mittweida. Hier war der Leseort nicht im Vorfeld festgelegt worden, um flexibel auf das Zuhörerinteresse reagieren zu können. Eine Information am Vortag besagte, dass dieses sehr hoch sei und man daher die Bürkelhalle der Fichtelschule ausgewählt hätte. Wir fanden die Schule auf Anhieb und stellten unseren Dicken dort ab, um dann die Stadtbibliothek aufzusuchen. Der Empfang war sehr herzlich und es gab so interessante Gespräche, dass wir uns hinterher sputen mussten, um vor der Lesung noch etwas in den Magen zu bekommen. Erfreulicherweise lag ein ausgezeichnetes Lokal direkt auf dem Weg zurück zur Fichtelschule.

Als wir dort ankamen, wurde der Hausmeister vermisst, der die Bürkelhalle aufschließen sollte. Elmars Vorschlag, im Schulhof zu lesen, da sich die Regenwolken verzogen hätten, musste allerdings nicht in die Tat umgesetzt werden, weil der Hausmeister doch rechtzeitig erschien und uns den Weg in die Halle öffnete.

Auch hier begannen wir gleich im Vorfeld mit dem Signieren. Elmars Kommentar, wir würden das tun, um später früher Feierabend machen zu können, wurde mit Gelächter aufgenommen. Wir hatten auch hinterher gut zu tun, da es zum einen sehr viele Zuhörer waren und ein Teil davon erst kurz vor der Lesung eingetroffen war. Die Bürkelhalle stellte ähnlich wie die Kapelle in Ascherleben einen sehr guten Rahmen für eine Lesung aus einem historischen Roman dar. Ein Tontechniker sorgte dafür, dass die Mikros richtig eingestellt wurden und so konnten wir so richtig mit Vevas und Ernsts Abenteuern loslegen.

Nach dem Leseteil ging es dann ans Fragen und Erzählen. Auch hier ging es recht munter zu und die eine oder andere Anekdote aus unserem Schriftstellerleben sorgte für Gelächter. Uns hat es in Mittweida auf jeden Fall sehr gefallen, und als wir uns von der Bibliotheksleiterin Frau Knobloch verabschiedeten, blickten wir auf einen gelungenen Abend zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Aschersleben
von Iny und Elmar am 2011-05-25
Noch ganz von den Eindrücken des rundum gelungenen DeLiA-Treffens erfüllt fuhren wir am nächsten Morgen weiter zu unserem nächsten Leseort Aschersleben. Das Wetter war ein wenig regnerisch geworden, doch kamen wir gut durch und biwakierten auf einem nahegelegenen Campingplatz. Am 16. Mai lenkten wir den Dicken in die Stadt und hatten das Glück, rasch einen Parkplatz zu finden. Da immer wieder einige Tropfen vom Himmel fielen, zogen wir unsere Regenjacken an und wanderten in Richtung Kreisbibliothek. Die letzten Informationen, die wir erhalten hatten, klangen ein wenig verwirrend, denn es hieß, wir würden in einer Kapelle lesen.

Diese Kapelle erwies sich jedoch als Teil des Bibliothekskomplexes. Bevor wir diesen betraten, fiel unser Bild auf ein Plakat mit der Ankündigung unserer Lesung. Darüber war ein Streifen mit der Aufschrift „ausverkauft“ geklebt. Für uns war das erfreulich, aber auch eine Verpflichtung, unseren Lesern das zu bieten, was sie von uns erwarteten.

Uns erwartete jedoch erst einmal ein Latte macchiato im mittelalterlich geschmückten Lesecafé der Bibliothek und ein Gespräch mit der Leiterin Frau van Teek. Auch andere Damen der Bibliothek kamen dazu und sprachen uns auf einige Punkte an, die ihnen am Herzen lagen. Wir antworteten so gut es ging und verwiesen sonst auf die Fragerunde, die sich stets an unsere Lesungen anschließt.

Nach einem leichten Abendessen in der Stadt ging es dann los. Zuerst spielten mehrere Musiker gekonnt mittelalterliche Weisen, während wir im Lesecafé erste Signierwünsche erfüllten. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Lesung nahmen wir dann unsere Plätze ein und signierten weiter. Zu erwähnen ist, dass sämtliche Damen der Kreisbibliothek Ascherleben, aber auch zwei Damen der Stadtbibliothek Egeln, die ebenfalls erschienen waren, mittelalterlich gewandet waren und zusammen mit dem hübsch dekorierten Lesecafé und der Musik einen wunderschönen Rahmen für die Lesung boten.

Wir sahen aus wie immer, T-Shirts mit aufgedrucktem Motiv, Trekkinghosen und festes Schuhwerk, um sicher auf den Beinen zu stehen. Elmar hatte dazu noch eine seiner Mützen auf, ohne die er sich selten sehen lässt.

Wir lasen wie auf der gesamten Reise mit Ausnahme von Rathenow aus der Ketzerbraut und stellten uns anschließend den Fragen der zahlreich erschienenen Zuhörer. Eine Dame kam vor Beginn der Veranstaltung zu uns, um ihre Bücher signieren zu lassen und sagte, sie hätte leider keine Karte mehr bekommen und würde nun warten, ob jemand, der eine hätte, verhindert sein würde. Wie wir später erfuhren, war eine andere Dame ohne ihre erkrankte Begleiterin erschienen und so konnte sie doch noch an der Lesung teilnehmen.

Natürlich stellten wir uns den zahlreichen Fragen und beantworteten auch einige der Punkte, auf die uns bereits die Damen der Bibliothek angesprochen hatten. Zu später Stunde ging es dann zu Ende. Es galt, noch einige Bücher zu signieren, dann verabschiedeten wir uns von Frau van Teek und ihrem Team sowie den Damen aus Egeln und kehrten zufrieden und mit neuen Eindrücken versehen zu unserem Campingplatz zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die DeLiA-Tage 2011 in Rathenow
von Iny und Elmar am 2011-05-23
Kaum war die Lesung in Rostock Vergangenheit, galt es, den Wohnwagen erneut anzuhängen und den Dicken nach Rathenow zu steuern. Dort sollten die Liebesromantage 2011 der Autorenvereinigung DeLiA stattfinden. Wir hatten bereits 2009 in Rathenow gelesen und eine sehr hilfsbreite Buchhändlerin angetroffen, die uns bei einem plötzlich auftretenden Problem sofort geholfen hatte. Dazu hatten sich so viele Zuhörer angemeldet, dass die Lesung in einen größeren Saal verlegt werden musste.

Schon im Vorfeld waren wir überzeugt, dass Rathenow und das Havelland sich als idealer Platz für die Liebesromantage erweisen würden, und unser Gefühl trog uns nicht. Unsere Kollegin Britta Orlowski hatte alles ausgezeichnet organisiert und die Stadt Rathenow, den Landkreis Havelland und Radio Berlin-Brandenburg mit ins Boot geholt.

Am Donnerstag, den 12.05.2011 fuhren wir am Nachmittag nach Semlin. Dort nächtigten die meisten angereisten Autoren und deren Begleitung in einem ansprechend aufgemachten Hotel. Hier war das Hallo groß, hatten sich doch etliche DeLiAs ein ganzes Jahr lang nicht gesehen. Andere waren seit den Liebesromantagen in Linz in Österreich neu zu uns gestoßen und so lernten wir weitere Kolleginnen kennen. Es fand sich eine exklusive Auswahl deutschsprachiger Autorinnen ein, so Kerstin Gier, deren Edelsteintrilogie neue Maßstäbe gesetzt hatte, die Bestsellerautorin Charlotte Thomas, unsere Verlagskolleginnen Heidi Rehn, Tania Kretschmar, Katryn Berlinger und Corina Bomann und viele andere. Am meisten freuten wir uns, unser Fernmitglied Jutta Plössner begrüßen zu können, die in diesem Jahr den langen Flug aus ihrer Wahlheimat Kanada nach Deutschland unternommen hatte.

Es dauerte eine Weile, bis wir alle bereits anwesenden Kolleginnen begrüßt hatten. Auch der Himmel weinte vor Freude. Als wir gegen 18:30 Uhr in den Optikpark von Rathenow aufbrachen, in dem ein illuster besetzter Leseabend geplant war, schien jedoch bereits wieder die Sonne.

Die Lesungen fanden in drei Sälen der Städtischen Musikschule im Optikpark statt. Als Erstes gab es eine Jugendbuchlesung mit unserer Starautorin Kerstin Gier. Sie las aus "Rubinrot". Ihr folgten Beatrix Gurian, die aus "Liebesfluch" und Corina Bomann, die aus "Der Lilienpakt" las.

Weiter gab es eine zeitgenössische Lesung mit Rosita Hoppe aus "Das Glück fährt Taxi", Tania Kretschmar las aus "Winterherz", Stefanie Gerstenberger aus "Magdalenas Garten", Edda Minck aus "Ausgeträllert", Michelle Raven aus "Auf lautlosen Schwingen" und erneut Kerstin Gier aus "In Wahrheit wird von mehr gelogen!"

Selbstverständlich wurde in einen weiteren Saal aus historischen Romanen gelesen. Da Bettina Hennig kurzfristig verhindert war, las die DeLiA-Vorsitzende Rebecca Michele aus deren Roman "Luise, Königin aus Liebe". Petra Schier las aus "Das silberne Zeichen", Brigitte Janson wurde zur "Tortenbäckerin", Heidi Rehn las aus "Die Wundärztin", bevor Janine Krock mit "Wind der Zeiten" eine Premierenlesung darbrachte. Zu guter Letzt kamen wir mit "Aprilgewitter" dran. Wir hatten diesen Roman gewählt, weil darin die Gastgeberstadt Rathenow erwähnt wird.

Das Zuhörerinteresse war erfreulich. Jeder der drei Säle war gut gefüllt und es gab anschließend etliche Signierwünsche. Wir wurden auch von etlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Lesung im Jahre 2009 angesprochen und allenthalben war die Freude zu merken, dass so viele gute Autorinnen den Weg nach Rathenow gefunden hatten.

Anschließend setzten wir uns alle noch in ein kleines Restaurant, dem schon bald die Stühle ausgingen. Es gelang jedoch, für jeden eine Sitzgelegenheit zu organisieren. Außerdem ging es mit den Getränken und Speisen recht flott. Gesättigt und mit gestilltem Durst verabschiedeten wir uns zu vorgerückter Stunde von den anderen und suchten unseren Campingplatz auf.

Am nächsten Morgen galt es, mit dem Wecker aufzustehen, denn es stand eine Signierstunde in der Buchhandlung Tieck an. Obwohl wir uns beeilten, waren uns Petra Schier, Katryn Berlinger und die anderen uns bereits zuvorgekommen. Die Buchhändlerin begrüßte uns erleichtert, denn sie hatte gehört, dass Iny nach der Lesung in Rostock ihre Stimme verloren und am Vortag bei der Lesung nur ein paar Worte zur Begrüßung hatte krächzen können, während Elmar den Lesepart übernehmen musste.

Daher hatte die Dame Angst, wir könnten ausfallen. Dies war aber nicht der Fall. Wir signierten, was die Stifte hergaben, unterhielten uns mit Leserinnen und Lesern, sowie interessierten Schülern, die mehr über Autoren wissen wollten. Eine Dame, die vor zwei Jahren unsere Lesung miterlebt hatte und auch am Vortag dabei gewesen war, schenkte uns als Andenken an Rathenow zwei Gläser mit selbstgemachter Marmelade. Besten Dank dafür, denn es freut uns immer, wenn wir anderen Menschen mit unseren Lesungen ein paar schöne Stunden bereiten können.

Der Andrang in der Buchhandlung Tieck war so groß, dass wir uns hinterher beeilen mussten, um noch rechtzeitig zur Verleihung des DeLiA-Literaturpreises 2011 für den besten deutschsprachigen Liebesroman zu kommen. Wer die DeLiA kennt, weiß, dass der Begriff Liebesroman für die Mitglieder sehr weit gespannt ist. So hat vor zwei Jahren Britt Reißmann mit einem Krimi gewonnen und im letzten Jahr Lena Falkenhagen mit einem historischen Roman. Daher waren wir sehr gespannt, wer in diesem Jahr die süße kleine Statue und den Scheck über 1.000 Euro erhalten würde.

Vorher aber gab es noch Sekt, Orangensaft und etwas zum Naschen und natürlich die Reden, die zu so einem Anlass gehören. Unsere 2. Vorsitzende Petra Last eröffnete den Reigen mit einer gelungenen Ansprache, die den Wert der Liebe in Geschichte und Kultur treffend beschrieb. Ihr folgte Hans-Jürgen Lemle, der erste Beigeordnete der Stadt Rathenow, der ebenfalls der Liebe eine Hymne sang, sowie eine Vertreterin des Landkreises Havelland.

Dann wurde es langsam ernst. Brigitte Jonson, die Vorsitzende der Jury nannte noch einmal alle nominierten Romane und hielt dann die Laudatio auf die Gewinnerin Nina George, deren Roman "Die Mondspielerin" den Preis zugesprochen wurde. Nina George bedankte sich in einer emotionalen Rede und las dann den Beginn des Romans vor, der so ganz anders ist, als viele Leute sich einen Liebesroman vorstellen. Wir haben ja bereits auf die große Bandbreite der Romane hingewiesen, in denen Liebe eine große Rolle spielt.

Nach der Gratulationsrunde und den unvermeidlichen Pressefotos ging es dann zum etwas verspäteten Mittagessen und hinterher zur ebenfalls verspäteten Havelfahrt mit der MS ‚Sonnenschein'. Auf dem Schiff konnten sich die DeLiAs und ihre Gäste in der schönen Landschaft neue Anregungen holen, miteinander reden oder sich einfach nur entspannen. Wir unterhielten uns angeregt mit unserer Kollegin Nora Berger, die von Elmars Berliner Weiße mit Waldmeister so begeistert war, dass sie ebenfalls eine probieren musste.

Durch die Verspätung war die Zeit für das Abendessen ein wenig geschrumpft, aber schafften wir es dennoch, rechtzeitig fertig zu werden, und fanden uns erneut im Optikpark Rathenow ein. Hier nahm Radio Berlin-Brandenburg die Talkshow ‚Talk im Park' auf, zu der diesmal Iny und unsere DeLiA-Gewinnerin Nina George eingeladen worden waren. Inys Stimme war ihren eigenen Worten zufolge noch immer ruiniert, doch ausgezeichnete Tontechniker und ein Headset sorgten dafür, dass sie deutlich zu verstehen war. Zu der Talkrunde zählten auch die Schauspielerin Gerit Kling, Beppo Pohlmann von den Gebrüdern Blattschuss, sowie mit Joachim Mertens von dem Rathenower Unternehmen Optotec und dem Finanzexperten Edgar Most zwei Männer, die viel über Umgestaltung der ehemaligen DDR-Wirtschaft und die dabei gemachten Fehler erzählen konnten. Es war für uns sehr interessant, ihnen, aber auch Gerit Kling und Beppo Pohlmann zuzuhören.

Die Moderatorin Marina Ringel leitete die Runde mit der leichten Hand, die lange Erfahrung verriet, und machte die Veranstaltung zu einem Erlebnis. Der krönende Abschluss waren denn mehrere Lieder Beppo Pohlmanns, bei denen auch der beliebteste Berlinsong aller Zeiten "Kreuzberger Nächte" nicht fehlen durfte.

Während sich im Anschluss daran die meisten DeLiAs noch einen kleinen Absacker in ihrem Hotel in Semlin gönnten, zog es uns zu unserem Wohnwagen und in unser Bett. Am nächsten Morgen standen wir etwas zäh auf und versäumten dadurch auch den ersten Workshop im VHS-Gebäude von Petra Last. Dafür aber nahmen wir am anschließenden Workshop von Deana Zinßmeister teil. Dieser wurde so gut besucht, dass aus anderen Räumen Stühle herbeigebracht werden mussten.

Den darauf folgenden Workshop von Charlotte Thomas kannten wir bereits, und da der von Beatrix Gurian abgehaltene Workshop für ein jugendliches Publikum bestimmt war, setzten wir uns ab und fuhren zu dem Lokal, in dem nach dem Mittagessen die Mitgliederversammlung von DeLiA stattfinden sollte. Dies tat sie auch und zwar in jener harmonischen Weise, die für DeLiA typisch ist.

Ein kurzes Gewitter ging genau zu der Zeit nieder, in der die Neuwahl unseres Vorstandes erfolgte, doch war dies kein schlechtes Omen. Rebecca Michele wurde als 1. Vorsitzende bestätigt, Petra Last als 2. Vorsitzende und Heide John als Schriftführerin. Nur bei der Pressesprecherin gab es einen Wechsel von Bettina Hennig zu Micaela Jary. Allerdings war dieser bereits im Vorfeld abgesprochen und ging daher absolut glatt über die Bühne. An dieser Stelle wollen wir Bettina für die geleistete Arbeit danken und wünschen ihrer Nachfolgerin Micaela viel Erfolg.

Danach war der offizielle Teil der Liebesromantage vorbei. Die ersten DeLiAs verabschiedeten sich, doch die meisten fuhren noch mit nach Semlin zum Abendessen. Irgendwann kam dann auch für uns die Zeit des Abschiednehmens. Elmar meinte noch, er könne nicht alle DeLiAs an seine Brust drücken, musste es aber dann doch tun. Danach waren für uns drei herrliche Tage vorbei.

Liebe Britta, herzlichen Dank für deine Arbeit. Es war einfach grandios!

Unser Dank gilt auch der Stadt Rathenow und dem Landkreis Havelland, die sich als wunderbarer Gastgeber der DeLiA-Tage erwiesen haben, sowie allen Rathenowern und Havelländern, die so zahlreich zu den Lesungen, Signierstunden und Workshops gekommen sind.

An alle DeLiAs, die unterschiedlichen Gründen nicht nach Rathenow kommen konnten: Wir haben euch vermisst!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Rostock
von Iny und Elmar am 2011-05-18
Bereits vor ein paar Jahren hatten wir die Anfrage bekommen, in Rostock zu lesen. Doch irgendwie kam immer etwas dazwischen, und so dauerte es bis zum Mai 2011, bis wir uns auf den Weg an die Ostsee machen konnten. Als erstes suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, stellten unseren Wohnwagen ab und machten uns am Tag der Lesung zur Thalia-Filiale in der Breiten Straße auf.

In Rostock brauchte unser Dicker ein Plätzchen, auf dem er parken konnte. Ein Parkhaus lag besonders günstig, allerdings benötigte Elmar seine ganze Geschicklichkeit, den Wagen durch das extrem enge Parkhaus zu rangieren. Schließlich aber stand unser Dicker gut und wir wanderten durch die Innenstadt dem Ort des Geschehens zu. Der Empfang bei Thalia war herzlich. Rasch standen zwei Gläser Latte Macchiato vor uns und Frau Röwekamp nahm sich die Zeit, sich zu uns zu setzen und mit uns zu reden. Mit als erstes erfuhren wir, dass die Zahl der Anmeldungen einen neuen Rekord für eine unserer Lesungen bedeuten würde. Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als wir nach dem Abendessen zurückkehrten und die endlosen Stuhlreihen vor uns sahen. Es war schön zu sehen, wie viele Leute kommen würden, um uns zu hören. Die Reihen füllten sich rasch und bald schon stand eine Schlange vor unserem Tisch, um Bücher signieren zu lassen.

Frau Röwekamp hatte uns nicht zu viel versprochen. Gut zweihundert Zuhörer bedeuteten für uns einen neuen Rekord. Auch hatte sie die Begeisterungsfähigkeit ihrer Rostocker richtig eingeschätzt. Es wurde eine wunderbare Lesung mit einer sehr angenehmen Frage- und Diskussionsrunde. Wir erzählten aus unserem Leben als Schriftsteller, gaben einige Anekdoten zum Besten und signierten am Schluss munter weiter. Übrigens durften wir in Rostock für die zweite Irmela während dieser Reise signieren. Beide kannten allerdings die Feuerbraut noch nicht, und diesem Umstand konnten wir rasch abhelfen.

Als es zu später Stunde zu Ende ging, bedankten wir uns bei Frau Röwekamp für die freundliche Aufnahme und schieden mit dem Versprechen, irgendwann wieder nach Rostock zu kommen und aus einem neuen Roman zu lesen. Allerdings werden wir dann ein anderes Parkhaus wählen. Um unseren Dicken wieder ins Freie zu bringen, waren erneut Elmars Rangierkünste gefragt. Es klappte jedoch alles und so erreichten wir zwanzig Minuten später unseren Campingplatz und sind jetzt sehr zufrieden damit, dass es mit der Lesung in Rostock endlich geklappt hat.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Lüneburg
von Iny und Elmar am 2011-05-08
Kaum war die Lesung in Dornstetten hinter uns, hieß es für uns, quer durch die gesamte Republik nach Lüneburg zu fahren, weil dort die nächste Lesung anstand. Mit dem Auto allein ist diese Strecke in einem guten halben Tag zu schaffen. Aber wir hatten den Wohnwagen am Haken und durften ein eher gemächliches Tempo einschlagen. Zudem mussten wir uns nach der Lesung ausschlafen, um nicht zu erschöpft in Lüneburg anzukommen. Daher konnten wir erst im Lauf des Vormittags in Dornstetten aufbrechen und rollten die nächsten Stunden über die deutschen Autobahnen nach Norden.

Aus diesen Gründen erreichten wir die Lüneburger Heide am übernächsten Tag. Der Campingplatz lag ein paar Kilometer außerhalb der Stadt und bot uns die Ruhe, die wir brauchten, um ein wenig arbeiten, uns aber auch ein wenig zu erholen. Zur Entspannung gehörte es auch, beim Bauern Spargel zu besorgen und daraus ein leckeres Mittagessen zu bereiten. Da wir mit der Arbeit an den laufenden Romanen eigentlich ausgelastet waren, kam noch das Lektorat für 'Töchter der Sünde' mit dem Etikett Dringend dazu. Diesen Job hatten wir eigentlich erst nach unserer Rückkehr erledigen wollen, doch das war dem Verlag zu spät.

Trotz dieser unerwarteten Zusatzarbeit durften wir den eigentlichen Zweck unseres Aufenthalts nicht vergessen, nämlich die Lesung in der Buchhandlung am Markt in Lüneburg. Wir fuhren in die Stadt, meldeten uns in der Buchhandlung und sahen uns anschließend noch ein wenig in Lüneburg um. Nach einem guten Abendessen kehrten wir in die Buchhandlung zurück und unterhielten uns mit Herrn Orthey, den Besitzer. Schon bald erschienen die ersten Zuhörerinnen und Zuhörer und es galt, eine Menge Signierwünsche zu erfüllen. Auch der Veranstaltungsraum füllte sich und so konnten wir um 20:00 Uhr mit Veva, Ernst, sowie deren Freunden und Widersachern loslegen. Mit seiner Interpretation des angetrunkenen Ernst Rickingers amüsierte Elmar die Anwesenden sichtlich, doch auch sonst fanden die von uns ausgewählten Romanteile Gefallen.

Auch hier gab es eine kleine Pause, in der die Gäste sich stärken konnten und wir signierten, dann begann wieder der munterte Fragenreigen, der zu unseren Lesungen einfach dazu gehört. Es wurde auch hier recht spät und als wir uns von Herrn Orthey und seinem Team verabschiedeten, konnten wir mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Fahrt nach Lüneburg für uns voll und ganz gelohnt hatte.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Dornstetten
von Iny und Elmar am 2011-05-08
Alle Jahre wieder kommt der Frühling und mit ihm auch unsere erste Lesereise des Jahres und diesmal sollte sie uns durch die gesamte Republik führen, angefangen von Dornstetten im Schwarzwald. Die letzten Tage vor der Fahrt vergingen wie im Flug und es gelang uns gerade noch rechtzeitig, mit unseren Vorbereitungen fertigzuwerden. Am 28.04.2011 hingen wir den Wohnwagen an unseren Dicken und fuhren gen Westen. München, Augsburg, Ulm und Stuttgart blieben hinter uns zurück und wir erreichten nach einer recht entspannten Fahrt den Campingplatz von Dornstetten.

Nachdem wir den Wohnwagen aufgestellt hatten, fuhren wir ins Stadtzentrum und suchten die Stadtbibliothek, in der wir am nächsten Tag lesen sollten. Frau Wössner von der Stadtverwaltung führte uns an den Ort des Geschehens und erklärte uns, dass sie uns bei der Lesung betreuen würde. Wir verabredeten uns mit ihr zum Abendessen vor der Lesung und kehrten zum Wohnwagen zurück.

Am nächsten Tag holten wir zunächst unsere Laptops heraus, um ein wenig zu arbeiten. Immerhin würde diese Lesereise fast vier Wochen dauern und so lange dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Am Abend trafen wir uns dann mit Frau Wössner und zwei ihrer Kolleginnen zum Abendessen und brachen anschließend zur Bibliothek auf. Nach der Mikrophonprobe und einem Schluck Wasser zum Anfeuchten der Stimmbänder trafen auch schon die ersten Zuhörer ein. Wir zückten auch gleich unsere Stifte und begannen mit dem Signieren.

Die Lesung begann pünktlich um 20:00 Uhr. Wir lasen aus der Ketzerbraut und sind sicher, unsere Zuhörer gut unterhalten zu haben. Nach dem Lesungsteil gab es eine Pause, in der die Gäste sich mit Getränken stärken konnten, während wir erneut signieren mussten. Die Buchhändlerin hatte eine gute Auswahl an unseren Romanen mitgebracht und so kamen einige der Anwesenden mehrmals zu uns an den Tisch, um ein weiteres Buch signieren zu lassen. Nicht wenige, die Aprilgewitter gekauft hatten, besorgten sich anschließend noch Dezembersturm, um mit dem ersten Band der Erlebnisse unserer Lore von Trettin beginnen zu können. Auch wurden bei dieser Lesung überraschend viele Ketzerbräute verkauft. Obwohl wir bereits vor der Lesung und in der Pause signiert hatten, gab es auch nach dem Fragenteil noch einiges für uns zu signieren.

Der Fragenteil selbst war außergewöhnlich munter und als schließlich die Runde aufgelöst wurde, konnten wir auf eine der schönsten Lesungen der letzten Jahre zurückblicken. Wir verabschiedeten uns noch von Frau Wössner und ihren Kolleginnen, dann winkten die Betten in unserem Wohnwagen. Es war doch ziemlich spät geworden und wir hatten am nächsten Tag etliche Kilometer zurückzulegen.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Schullesung in Waldkraiburg
von Iny und Elmar am 2011-04-01
... und Signierstunde beim Globus in Mühldorf/Inn


Gelegentlich führt einem der Zufall auf ganz eigene Wege. Eine von Elmars Großnichten besucht die Realschule in Waldkraiburg und so kam der Kontakt zu ihrer Lehrerin zustande. Diese fragte an, ob wir bereit wären, vor zwei Jahrgängen der Schule zu lesen und aus unserem Leben als Autoren zu erzählen. Da Elmars Verwandte ihren Großonkel gerne einmal live erleben wollte, sagten wir zu und machten uns an am 22.03.2011 zu sehr früher Stunde auf den Weg.

Die B12 Richtung Passau war schon immer eine Höllenstrecke und hat sich, seit sie von LKW-Mautflüchtlingen als Ausweichstrecke der Salzburger Autobahn entdeckt worden ist, noch um einige Grade verschlimmert. Da wir azyklisch fuhren, war der Verkehr auf unserer Fahrspur noch erträglich, doch auf der Gegenfahrbahn fuhren die Autos über viele Kilometer fast Stoßstange an Stoßstange. Auf halber Strecke landeten wir in einem Stau. Ein Unfall mit einem LKW und einem PKW hatte unsere Fahrspur blockiert. An der Stelle wollen wir ein Lob an die Besonnenheit der Autofahrer auf der anderen Fahrspur aussprechen, die immer wieder anhielten, damit die Autos, die in unsere Richtung unterwegs waren, die Unfallstelle passieren konnten. Auch wir schafften es nach einer gewissen Zeit, die Trümmer zu umfahren.

Trotz dieses Zwischenfalls erreichten wir unser Ziel früh genug und meldeten uns im Sekretariat der Schule. Die Lesung selbst fand im Theater statt, das zum Schulkomplex gehörte, und sollte in vier Etappen von jeweils einer Stunde stattfinden. Für den jüngeren Jahrgang hatten wir Stellen aus "Der Feuerthron" und "Merani und die Schlange unter dem Meer" vorgesehen. Das fand die Lehrerin eine gute Wahl, weil es gerade in dieser Altersstufe viele begeisterte Fantasyleser gäbe.

Unsere letzte Erfahrung mit einer Lesung in einer Schule lag mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zurück und so waren wie sehr gespannt, wie die Kinder und Jugendlichen reagieren würden. Wir wurden mehr als positiv überrascht, denn alle vier Gruppen, insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler, folgten aufmerksam der Lesung und nahm, als es darum ging, Fragen an uns zu stellen, sehr munter daran teil. Wir hatten daher einiges zu tun, um den Informationshunger zu stillen.

Hatten wir bei den jüngeren Schülern aus unseren Fantasykinderbüchern gelesen, gaben wir bei den älteren mit "Aprilgewitter" einen Einblick in die damaligen sozialen Verhältnisse in Berlin, und berichteten mit der "Ketzerbraut" über den Beginn der Reformation in Deutschland und deren Bekämpfung in Bayern.

Als wir uns kurz vor 13:00 Uhr von der Lehrerin verabschiedeten, waren wir sehr erfreut, so viel Aufmerksamkeit bei den Schülern gefunden zu haben, und hoffen, dass jetzt noch einige mehr als vorher den Weg in die Schulbibliothek finden werden.

Nach dem Ende der Schullesung in Waldkraiburg fuhren wir nach Mühldorf am Inn zu einer Signierstunde beim Globus-Warenhaus. Auch hier hatte ein privater Kontakt zu diesem Besuch geführt. Die Tochter eines Schulkameraden von Elmar hatte ihn organisiert. Wir kannten den Globus bereits von früheren Verwandtenbesuchen und freuten uns, dort unsere Bücher signieren zu können.

Die Globus-Leitung hatte für uns Unterstützung in Form der Mittelaltergruppe Pienzenauer Schlosswacht besorgt, die in ihren Rüstungen und ihrer nach alten Vorbildern gefertigten Kleidung durch das Warenhaus wanderten und die Kunden auf die Signierstunde aufmerksam machten. Auch wurde immer wieder ausgerufen, dass Iny Lorentz signieren würde. Und das durften wir nicht zu knapp. Da bereits die ersten Leser anstanden, haben wir eine Viertelstunde früher mit dem Signieren angefangen und dann ging es eine gute Stunde im flotten Tempo weiter. Nicht wenige Leser kauften zuerst ein Buch, erinnerten sich dann, dass sie eigentlich auch noch das eine oder andere kleine Geschenk brauchen könnten, und kehrten zurück, um noch weitere Bücher zu kaufen.

Trotz flotten Signierens konnten wir uns mit einigen Lesern, Angestellten des Warenhauses und natürlich den Mitgliedern der Pienzenauer Schlosswacht unterhalten. Nachdem wir noch die Bücher von ein paar Nachzüglern signiert hatten, kam der Abschied und wir fuhren auf der stark frequentierten B12 wieder nach Hause. Natürlich waren auch Elmars Schwester und die übrigen Verwandten dabei gewesen und wir hätten sie nach der Signierstunde gerne zuhause besucht. Doch an diesem Tag stand noch ein dritter Termin auf unserem Kalender und den durften wir um Himmels willen nicht versäumen. Unser Droemer-Knaur-Verleger feierte einen runden Geburtstag und da war es selbstverständlich, dass wir uns in die Reihe der Gratulanten einreihten und ihm unsere Glückwünsche überbrachten.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Neuigkeiten und Hosenrollen
von Iny und Elmar am 2011-03-29
Die Rose von Asturien:

Mittlerweile ist die Taschenbuchausgabe der Rose von Asturien erschienen. Mehr als erfreulich ist für uns, dass sie auf Anhieb auf Platz 17 der Harenberg-Bestsellerliste (Spiegel-online) eingestiegen ist. In der zweiten Woche kletterte sie noch höher und erreichte Platz 9. Das ist ein großer Erfolg, für den wir all unseren Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen danken.

Das TB der Rose ist das zwanzigste Iny-Lorentz-Buch, das es auf die Harenbergliste geschafft hat. Sieben Romane waren sowohl als Hardcover wie auch als Taschenbücher auf der Liste, dazu kommt das erst im letzten Jahr erschienene HC der "Ketzerbraut", sowie fünf Taschenbuch-Originalausgeben. Auch das ist ein Erfolg, den wir unseren Leserinnen und Lesern zu verdanken haben.



Frauen in Männerkleidung:

Einige unserer Romane wie "Die Kastratin" oder "Die Goldhändlerin" handeln von Frauen, die sich als Männer verkleiden. Obwohl es über die Jahrhunderte hinweg genügend Vorbilder dafür gibt, wurde in einzelnen Lese-Foren im Internet immer wieder behauptet, dass Frauen unmöglich als Männer auftreten hätten können. Diese Leserinnen stellen der Findigkeit und der Intelligenz ihres Geschlechts damit aber ein verdammt schlechtes Urteil aus und zeigen sehr deutlich, wie wenig sie sich mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Wir wollen hier mal ein Beispiel aus dem 18. Jahrhundert anführen. Es geht hier um Johanna Sophia Kettner, Tochter eines bayrischen Braumeisters, die sich in den Kleidern ihres Bruders bei einem österreichischen Regiment anwerben ließ. Später wurde sie zum Korporal befördert und bewies in der Schlacht bei Piacenza großen Einsatz und Mut. Als sie schließlich mit Fieber ins Lazarett kam, wurde dort ihr wahres Geschlecht entdeckt. Der Regimentskommandeur Oberst Alexander von Wallis soll danach in etwa gesagte haben: "Was, sie ist eine Amazon? Ich wünschte mir, dass alle meine Soldaten von solcher Herzhaftigkeit wären wie dieses junge Weib!"

Ähnliche Beispiele findet man von den Kreuzzügen bis zur Royal Navy in England, den Befreiungskriegen gegen Napoleon und sogar noch im Amerikanischen Bürgerkrieg. In den Niederlanden gibt es mehr als einhundert Akteneinträge über Frauen, die im Lauf der Zeit als Männer entlarvt wurden. Eine Frau wurde erst als Mann erkannt, nachdem sie eine andere Frau geheiratet hatte und diese die Scheidung beantragte, weil sie begriffen hatte, dass ihr "Mann" eben kein Mann war.

Bei der Beschäftigung mit dem Thema bekommen wir direkt Lust, wieder einmal einen Roman mit einer Hosenrolle zu schreiben.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Als Gast in Augsburg
von Iny und Elmar am 2011-03-19
Unsere Kollegin Rebecca Abe hatte uns für den 17.03.2011 zur Premiere ihres neuen Romans "Im Labyrinth der Fugger" nach Augsburg eingeladen. Uns lockte nicht nur das Wiedersehen mit einer sehr sympathischen Autorin, sondern auch die Aussicht, noch einmal Stellen aufsuchen zu können, die bei unserer "Ketzerbraut" eine Rolle gespielt haben.

Allerdings zeigte es sich, dass es nicht unbedingt ideal ist, wenn man vom Schreibtisch aufsteht und sich umgehend zum Aufbruch fertigmacht. Elmar hatte zwar die Einladung und den Stadtplan mitgenommen, aber die Kamera vergessen. Dabei wollten wir ein paar Fotos machen, nicht nur von Rebecca Abe, sondern auch den Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls den Weg nach Augsburg angetreten hatten wie Helene Köppel und Angelika Lauriel, oder dort wohnten wie Silvia Philipp und Dieter Walter.

Es wurde jedoch auch ohne Kamera ein wunderschöner Abend. Zuerst einmal umrundeten wir die Augsburger Altstadt, um einen möglichst nahen Parkplatz zu finden. Es regnete nämlich junge Hunde und Katzen. Danach aßen wir eine Kleinigkeit und tauchten anschließend in der Buchhandlung im Fuggerpaleis auf, um Rebecca und die anderen zu begrüßen. Das alte Gewölbe und die mächtigen Säulen der Buchhandlung erinnerten uns an jene Zeiten, in denen Veva und Ernst aus der Ketzerbraut an dieser Stelle geweilt haben.

Die Veranstaltung begann mit Musik, dargebracht von einer Flötistin und einem Gitarrenspieler, und dann begann Rebecca aus ihrem Roman zu lesen. Sie hatte sich extra Stellen ausgesucht, mit denen die zahlreich erschienenen Zuhörer ihre Hauptheldin Anna Fugger, aber auch deren Umfeld am besten kennenlernen konnten. Für uns war es angenehm, mal jemand anderen bei der "Arbeit" beobachten zu können. Um es vorweg zu sagen: Rebecca hat sich ausgezeichnet geschlagen und durfte sich nach der Lesung die Finger wund schreiben, so groß war der Andrang für eine Signatur im Buch.

Es war selbstverständlich, dass wir uns ebenfalls eine signierte Ausgabe des "Labyrinths der Fugger" besorgten. Zwischendurch unterhielten wir uns mit Helene Köppel und deren Ehemann, mit Silvia Philipp, Dieter Walter und anderen Gästen. Der Abend klang schließlich in einem italienischen Restaurant aus. Er hätte noch viel länger dauern können, doch die Uhr lief leider schneller als von uns allen gewünscht und so löste sich die Runde zu sehr später Stunde auf. Wir verabschiedeten uns von den anderen, kehrten zu unserem T5 zurück und sahen einer Nachtfahrt durch einen Starkregen entgegen, die unser Dicker jedoch bravurös meisterte.

Es war ein sehr angenehmer Abend und wir wünschen Rebecca viel Erfolg mit ihrem Roman.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in München Allach-Untermenzing
von Iny und Elmar am 2011-03-18
Am zweiten März sind wir zur zweiten Lesung in diesem Jahr aufgebrochen. Unser Ziel war die Filiale Allach-Untermenzing der Stadtbibliothek München. Wir brauchten kaum mehr als eine halbe Stunde bis dorthin. Da die Pfarrer-Grimm-Straße in eine Baustelle verwandelt worden war, mussten wir uns dort erst einmal einen Parkplatz suchen. Anschließend galt es, die Stadtbibliothek zu finden. Die war in einem größeren Gebäudekomplex untergebracht und wir fingen natürlich am falschen Ende mit der Suche an.

Als wir den Eingang entdeckt hatten, konnten wir uns in der Bibliothek melden und hatten danach noch Zeit, vor der Lesung in ein Lokal zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen. Einige Kolleginnen und Kollegen sagen, sie könnten vor einer Lesung nichts zu sich nehmen, doch bei uns ist es genau umgekehrt. Wir brauchen etwas im Magen, um uns beim Lesen wohlzufühlen.

Das war dann auch bei dieser Lesung der Fall. Obwohl an dem Tag ein eisiger Wind pfiff und es wegen der Baustelle keine Parkplätze in der Nähe gab, kamen erfreulich viele Leute. Etliche unsere Fans hatten ihre eigenen Bücher zum Signieren mitgebracht und es gab auch einen Büchertisch. Der Buchhändler hatte aber nur die Ketzerbraut dabei, das Buch, aus dem wir gelesen haben. Ein paar davon konnte er verkaufen, doch er hätte ein besseres Geschäft machen können, wenn er ein paar Taschenbücher von uns dabeigehabt hätte. Bei anderen Lesungen sind vor allem die TB's weggegangen wie geschnitten Brot und uns taten hinterher die Handgelenke vom Signieren weh.

Die Lesung ging ebenso glatt über die Bühne wie sonst auch. Diesmal befand sich eine Dame aus unserer Agentur unter den ZuhörerInnen und bescheinigte uns hinterher, dass wir unsere Sache gut gemacht hätten.

Nach der eigentlichen Lesung kam wie immer die Fragerunde, die für uns nicht weniger interessant ist als für unsere Zuhörer, denn wir bekommen dabei viel Feedback von unserer Leserschaft. Den Anwesenden scheinen unsere ausführlichen Antworten gefallen zu haben, denn es sind alle bis zum nicht gerade frühen Schluss geblieben. Anschließend haben wir uns noch mit einigen Leserinnen und dem Bibliothekspersonal unterhalten, dann sind wir wieder in unseren Dicken gestiegen und nach Hause gefahren. Als wir die Türe unserer Hütte endlich hinter uns schließen konnten, waren wir uns einig, einen schönen, wenn auch anstrengenden Abend erlebt zu haben.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Die Wanderhure in Rom
von Iny und Elmar am 2011-02-08
Immer wieder gibt es Informationen, die zwar nichts uns direkt betreffen, aber doch im weiteren Sinne mit unseren Romanen zu tun haben. So findet vom 07.04 – 09.04. in Rom das 6. Symposion für Autoren, Regisseure, Produzenten und Redakteure statt mit dem Titel:

"Vergeltung im Film – von Rache bis Vergebung"

Schauplatz der Veranstaltung ist der Konferenzraum im Collegio Teutonico in der Vatikanstadt. Veranstalter ist TOP: Talente e.V.(T:T) Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie in Kooperation mit der Katholischen Fernseharbeit.

Neben Programmpunkten wie:

"Rache, Vergeltung und Vergebung in der christlichen Bibel"

"Vergebung – Psychologisch gedeutet am Gleichnis vom barmherzigen Vater und den beiden verlorenen Söhnen"

"Das Recht des Stärkeren? Vergeltung im Film - Zivilcourage"

"Töte jeden, der dir im Weg steht, selbst wenn es Gott persönlich ist – Von Mördern und Rächerinnen in Kill Bill und Dogville"

und anderen wird auch über:

"Untat und Rache in der Literaturverfilmung Die Wanderhure" referiert.

Gabriele Kister, die Drehbuchautorin der Wanderhure und die Filmagentin Isabel Schickinger werden diesen Vortrag halten. Wir wünschen ihnen dabei viel Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Lesung in Raisting am 04.02.2011
von Iny und Elmar am 2011-02-08
Die erste Lesung des Jahres 2011 fand ausnahmsweise sehr früh im Februar statt. Da die Wetterverhältnisse mitspielten, war es für uns kein Problem, hinzufahren und gut wieder zurückzukommen. Die Lesung wurde von Frau Christine Rothwinkler vom Bücherexpress Rothwinkler organisiert und fand im Gasthaus zur Post in Raisting statt. Für uns hatte es den Vorteil, dass wir zuerst in aller Ruhe zu Abend essen konnten, bevor es ernst wurde. Die Lesung selbst war ausverkauft. Die drei Stühle, die leer blieben, waren den grassierenden Viren geschuldet.

Da die Lesung in einer Gastwirtschaft stattfand, war für das leibliche Wohl der Zuhörer gesorgt und das eifrige Bedienungspersonal beeilte sich mit dem Servieren, damit die Lesung pünktlich beginnen konnte. Wir nützten die Zeit bis dorthin, um die ersten Bücher zu signieren. Zwar lasen wir aus dem bei Page & Turner erschienenen Nicola-Marni-Roman "Die geheime Waffe", aber es gab auch Iny-Lorentz-Romane zu kaufen und etliche Leute nützen dies aus. Doch auch "Die geheime Waffe" und "Die Tallinn-Verschwörung" fanden viele Fans.

Nachdem der letzte Braten aufgetischt und das letzte Bier/Wasser/Limo/etc. verteilt worden war, begann die Lesung. Für uns war es eine schöne Sache, als Nicola Marni auftreten zu dürfen. Wir hatten vier Stellen aus dem Roman ausgesucht, wobei vor allem Elmar an der Reaktion der Zuhörer merkte, dass bei den Abenteuern unserer Helden Henriette von Tarow und Torsten Renk eine Menge unterschwelliger Humor verborgen sein muss.

Obwohl einige Leute noch ihre Speisen vor sich hatten, blieb es bewundernswert still. Eine Kollegin hat vor ein paar Jahren bei einer Lesung in einem Restaurant gegen das Klirren des Bestecks anlesen müssen. Das ist uns erspart geblieben. Zur Belohnung für die Zurückhaltung gab es dann fünfundzwanzig Minuten Pause, damit neue Getränke und der Nachtisch geordert werden konnten, dann begann die Frage- und Diskussionsrunde. Diese ging recht munter von statten. Auch haben wir so einige Erlebnisse als Schriftsteller zum Besten gegeben. Amüsant zu beobachten war ein junger Mann, der zu Beginn der Lesung aussah, als hätte seine Freundin ihn gegen seinen Willen mitgeschleppt. Bereits während der Lesung wurde er immer interessierter und gehörte schließlich zu jenen, welche die meisten Fragen stellten. Auch kaufte er für seine Freundin sowohl "Die geheime Waffe" wie auch den neuesten Iny-Lorentz-Roman.

Für uns war diese Lesung sehr angenehm und ein ausgezeichneter Beginn der neuen Saison. Hoffen wir, dass es so weitergeht.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Eine DIVA für die Wanderhure!
von Iny und Elmar am 2011-01-27
Kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es bereits etwas Erfreuliches zu berichten. Am 25.01.2011 wurde "Die Wanderhure" im Rahmen der Verleihung des Medienpreises DIVA im Bayerischen Hof in München mit dem deutschen Movie-Preis für den erfolgreichsten Fernsehfilm des Jahres 2010 ausgezeichnet. Die grandiose Hauptdarstellerin Alexandra Neldel hat es sich nicht nehmen lassen, diesen Preis persönlich entgegen zu nehmen.

Ebenfalls mit einer DIVA geehrt wurden Zucchero (DIVA Musik Merit Award 2011), Michael Bully Herbig (DIVA Movie Merit Award 2011), Götz George (DIVA Movie Merit Award 2011), Michel Piccoli (DIVA Lifetime Achievement Award 2011), Edita Abdielski (Talent oft he Year 2010), Anna Fischer (Schauspielerin des Jahres 2010), Herbert Knaup (Schauspieler des Jahres 2010), Feo Aladağ (Regieleistung des Jahres 2010), Unheilig (Music Artist oft he Year 2010), Hans Hass (DIVA Earth Award 2010), sowie Avatar (Deutscher Kinopreis und Deutscher Video-Preis)

Wir gratulieren allen Geehrten und freuen uns mit Sat1 und dem Wanderhurenteam über diesen Erfolg!


Iny und Elmar Lorentz

Sonstiges
Weihnachtsgruss
von Iny und Elmar am 2010-12-21
Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr!


Iny und Elmar

Info
Unser Fazit für 2010
von Iny und Elmar am 2010-12-21
Für uns war 2010 das ereignisreichste Jahr unserer Karriere mit zwei herausragenden Höhepunkten. Zum einen war da am 05.10.2010 die Ausstrahlung der "Wanderhure" auf Sat1 mit grandiosen 9,87 Millionen Zuschauern, was einer Quote von 31,3 Prozent entspricht. In Österreich sahen den Film auf ORF mehr als 960.000 und damit 34 Prozent der Fernsehzuschauer. Dazu kamen noch 250.000, die die "Wanderhure" in Österreich auf Sat1 gesehen haben. Nicht gezählt sind die Zuseher in Bayern, die "Die Wanderhure" auf ORF angesehen haben.

Der zweite Höhepunkt war im Frühjahr unser Besuch der Buchmesse in Warschau. Wir möchten uns noch einmal bei unserer polnischen Verlegerin, Frau Sonia Draga für die Einladung und bei Frau Urszula Pawlik für die ausgezeichnete Betreuung bedanken. Es war einfach wunderschön!

2010 brachte allerdings auch sehr viel Arbeit mit sich. Wir hatten vorher noch nie so viele Lesereisen und dazu kamen etliche ungeplante Abstecher, wie z.B. nach Hamburg zum Pressetag von Sat1 für "Die Wanderhure", nach Berlin zur Premiere des Films mit allen Stars wie Alexandra Neldel, Götz Otto, Julian Weigand, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Lili Gesler und anderen sowie eine Fahrt nach Wien zum ORF. Trotz einer Vielzahl an Interviewterminen und anderen Events konnten wir jedoch alle für dieses Jahr geplanten Manuskripte rechtzeitig fertigstellen.

Unsere 2010 erschienenen Bücher haben uns ebenfalls sehr viel Freude bereitet. Mit dem Taschenbuch der "Tallinn-Verschwörung" (Nicola Marni bei Goldmann) und den Iny-Lorentz-Romanen "Dezembersturm", "Aprilgewitter", "Die Wanderhure", "Die Kastellanin, "Die Tochter der Wanderhure" und "Die Ketzerbraut" haben es heuer sieben unserer Romane auf die Harenberg-Bestsellerliste geschafft. In Österreich schaffte es die "Die Wanderhure" auf die Schwarzer-Liste und in Polen kam "Die Tochter der Wanderhure" auf die Bestsellerliste.

Insgesamt haben es bis Ende 2010 in Deutschland 20 unserer Bücher auf die Harenberg-Liste geschafft, darunter sieben sowohl als HC- wie auch als TB-Ausgabe.

Es gab auch wieder etliche Auslandsübersetzungen, so z.B. in Frankreich, Polen, Tschechien, Ungarn, und was uns auch sehr freut, in Rumänen mit der "Braut des Magiers" von Mara Volkers. Pünktlich zu Weihnachten erhielten wir die ukrainische Übersetzung der "Tatarin" als ein sehr schön aufgemachtes Buch mit einer Premiere für uns, nämlich die ersten Innenillustrationen in einem unserer Romane.


Romane von uns wurden bisher in folgenden Ländern übersetzt:

Polen, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Russland, Ukraine, Italien, Spanien, Portugal und Rumänien.


Bisher wurden folgende Romane von uns in andere Sprachen übersetzt:

Von Iny Lorentz:

"Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Kastratin", "Die Goldhändlerin", "Die Tatarin", "Die Löwin" und "Die Feuerbraut".

Von Mara Volkers: "Die Reliquie" und "Die Braut des Magiers".

Die Übersetzung weiterer Iny-Lorentz-Romane ist geplant, ebenso die Übersetzung des Nicola-Marni-Romans "Die Tallinn-Verschwörung" ins Tschechische.


Unsere Auflagenzahl im deutschsprachigen Raum beträgt derzeit über 7.000.000 Bücher (nachzulesen im Stern 49/2010).

Die guten Nachrichten sind aber noch nicht zu Ende. Aufgrund des großen Erfolges der Wanderhure als Film hat Sat1 beschlossen, eine Fortsetzung zu diesem Roman zu produzieren.


2010 war damit unser erfolgreichstes Jahr überhaupt!

Das Gleiche hatten wir auch schon 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 gedacht. Jetzt fragen wir uns, wie das noch weitergehen soll.



Der Ausblick für 2011:

Bei Knaur werden von Iny Lorentz mit "Juliregen" (Juli) der Abschlussband unserer Trilogie um Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann, sowie mit "Die Töchter der Sünde" (Oktober) der fünfte Band der Wanderhurenreihe erscheinen.

Ebenfalls wird bei Knaur mit im Herbst mit "Der Stern der Göttin" ein von uns sehr lange gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Das ist allerdings kein Iny-Lorentz-Roman.

Bei Piper erscheint im Oktober der Mara-Volkers-Roman "Die Tore der Geister".

Page & Turner wird den dritten Band um Torsten Renk herausbringen.

DTV veröffentlicht in seiner Reihe Hanser den Diana-Wohlrath-Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer".


Es gibt auch wieder Lesungen. Die Erste ist gleich am 04.02. in Raisting, und zwar lesen wir aus dem Nicola-Marni-Roman "Die geheime Waffe". Weiter geht es am 29.04. in Dornstetten, dann aber als Iny Lorentz und unserem neuesten Hardcover "Die Ketzerbraut". Aus dem gleichen Roman lesen wir auch am 16.05. in Aschersleben.

Einige weitere Lesungen sind in der Planungsphase.

Wir werden auch heuer wieder mehrere Autorentreffen besuchen.

Auch hoffen wir auf eine Einladung zu einem der Drehorte, so wie es 2009 bei der "Wanderhure" geschah.


Auf jeden Fall wird 2011 ein sehr arbeitsreiches Jahr!


Eure

Iny und Elmar

Info
Neue Gestaltung der Rubrik Aktuelles
von Iny und Elmar am 2010-12-06
Unser Webmaster Johannes hat die Rubrik Aktuelles neu gestaltet. Ab sofort sind dort die Links zu unseren vorangekündigten Romanen bei den Internetauftritten der entsprechenden Verlage zu finden. Sie können sich dort informieren, welche Romane von uns im Lauf der nächsten Monate erscheinen werden!

Info
Buchpremiere Ketzerbraut
von Iny und Elmar am 2010-12-06
Es ist für einen Autor immer ein besonderer Augenblick, wenn ein neues Buch erscheint. So war es auch bei uns mit der Ketzerbraut. Bei diesem Roman gab es jedoch ein Bonbon extra, nämlich eine Buchpremiere im Ratskeller von München. Noomi Rohrbach vom Knaur Verlag hatte alles bestens organisiert und so machten wir uns am späten Nachmittag wohlgemut auf den Weg. Allerdings gingen wir nicht direkt zum Veranstaltungsort, sondern erst einmal in ein Schuhgeschäft. Wenn man wie wir am Schreibtisch sitzt, ist es recht angenehm, warme Hausschuhe an den Füßen zu haben.

Trotz dieses Abstechers waren wir die Ersten vor Ort und konnten ungestört das Ambiente des angemieteten Saales genießen. Allerdings irritierten wir den Kellner, der nicht so früh mit Gästen berechnet hatte, uns aber dann doch bediente.

Kurze Zeit später erschien Noomi Rohrbach mit den ersten Damen vom Verlag. Die Mikrofonanlage wurde aufgebaut und ausprobiert. Hier zeigte es sich, dass eines der beiden Mikros die Eigenschaft hatte, laut zu knacken und zu knarzen und daher stillgelegt werden musste. Das andere Mikrofon aber reicht vollkommen aus.

Mittlerweile füllte sich der Saal. Wir freuten uns besonders, unsere Droemer-Knaur-Kollegen Tanja Kinkel, Heidi Rehn und Ulf Schiewe sowie die sehr engagierte Buchhändlerin unserer Gemeinde, Frau Recknagel begrüßen zu können. Elmars Ex-Kollege Frithjof Stadie war ebenso erschienen wie etliche interessierte Fans. Außerdem gaben uns Thomas Wesskamp und Dirk Salomon, die Drehbuchautoren für die Fortsetzung der Wanderhure, mit Wolfgang Limmer ein weiterer Drehbuchautor sowie der Schauspieler Gerd Silberbauer die Ehre, mit uns das Erscheinen der Ketzerbraut zu feiern.

Zuerst wurden Prosecco und Schnittchen gereicht, dazu Wein, Bier, Säfte und Wasser. Dann aber wurde es zusehends ernst. Noomi Rohrbach begrüßte die Gäste, danach sprach unsere Cheflektorin Christine Steffen-Reimann über unsere frühen Tage bei Knaur und über "Die Ketzerbraut". Anschließend waren wir an der Reihe. Wir hatten uns zwei Stellen des Romans ausgesucht, doch als danach der Ruf Zugabe erscholl, entschloss Elmar sich, noch eine kurze Szene vorzulesen, die er willkürlich durch Aufschlagen des Buches bestimmte.

Laut Aussage unserer Agentin, die gerade noch rechtzeitig mit anderen Damen aus der Agentur erschienen war, haben wir unsere Sache gut gemacht. Nun aber ging es daran, Fragen beantworten. Noomi Rohrbach hatte etliche Punkte zusammengestellt, die sie von uns wissen wollte, auch nahm das Publikum selbst an der Fragerunde teil. Natürlich mussten wir auch kräftig signieren und in privaten Gesprächen Rede und Antwort stehen. Hier waren vor allem die beiden genannten Drehbuchautoren daran interessiert, mit uns zu sprechen. Bei einem Gläschen Wein verging die Zeit sehr schnell und die meisten Teilnehmer waren irgendwann gezwungen, aufzubrechen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Bei uns dauerte es diesmal ein wenig länger, doch schließlich ging auch dieser Tag für uns zu Ende. Wir haben eine sehr schöne Feier erlebt und interessante Gespräche geführt. Unser Dank gilt Noomi Rohrbach und den anderen Damen von Droemer-Knaur, die diese Buchpremiere auf die Beine gestellt haben, und allen unseren Gästen, die mit uns unseren neuesten Roman gefeiert haben.


Iny und Elmar

Lesung
Lesung in Dettelbach
von Iny und Elmar am 2010-11-07
Die Lesung in Dettelbach

oder

In der Heimat der Wanderhure


Es ist jetzt fast drei Jahrzehnte her, da haben wir auf Einladung von Inys Arbeitskollegen Günter, der kurz darauf einer unserer Trauzeugen wurde, das malerische Städtchen Dettelbach am Main besucht. Damals wussten wir noch nicht, welche Bedeutung diese Gegend einmal für uns haben würde. Da es uns dort gefiel, sind wir noch öfters hingefahren, durch Weinberge gewandert und haben pittoreske Orte besucht. Als Hobby haben wir schon damals Informationen über diese Orte und ihre Geschichte gesammelt und konnten viele Jahre später bei der Sache nach einer neuen Heimat für unsere Wanderhure Marie darauf zugreifen. Außerdem fanden wir dort am Main mit der Vogelsburg unser Vorbild für die Burg Kibitzstein und die Ortschaft Schnepfenbach brachte uns auf die Vogelnamendörfer des imaginären Reichslehens, das an Marie und Michel gegangen war.

Mehrere Recherchereisen in diese Gegend schlossen sich an und am 30.10.2010 fuhren wir erneut dorthin, diesmal allerdings nicht auf der Suche nach neuen Abenteuern für Marie und deren Familie, sondern zu einer Lesung. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien, und auf der Autobahn fuhren einige Leute wie die Henker. Etwa auf halben Weg gerieten wir unversehens in einen Stau. Grund war ein Unfall mit etlichen beteiligten Fahrzeugen, der zwei Folgeunfälle nach sich gezogen hatte. Zum Glück sah es so aus, als wäre hauptsächlich viel Blech zerstört worden und keine Menschen schwer zu Schaden gekommen.

Es dauerte einige Zeit, bis wir die Stelle hinter uns gelassen hatten und weiterfahren konnten. In Dettelbach angekommen suchten wir Günter auf, der uns nicht nur Obdach geboten, sondern auch die Lesung initiiert hatte. Kaffee, ein ausgezeichneter Käsekuchen und später noch eine fränkische Brotzeit stellten unser inneres Gleichgewicht wieder her und so betraten wir am Abend wohlgemut das Rathaus von Dettelbach, in dessen historischen Festsaal unsere Lesung stattfinden sollte.

Günter war voller Ehrgeiz, den bisherigen Zuhörerrekord bei einer unserer Lesungen zu brechen und hatte entsprechend die Werbetrommeln gerührt. Ganz schaffte er sein Vorhaben nicht, doch es war auf jeden Fall die am besten besuchte Lesung dieses Jahres und eine der schönsten, die wir je erlebt haben. Alles, was in Dettelbach Rang und Namen hatte,, war erschienen. Bürgermeister Reinhold Kuhn erwies uns die Ehre, uns das Goldene Buch der Stadt für eine Eintragung vorzulegen, und blieb, was bei Politikern eher selten ist, während der gesamten Lesung vor Ort.

Dem Anlass entsprechend lasen wir zuerst aus der Wanderhure und dann ein kurzes Stück aus der Ketzerbraut. Schon vor dem Beginn der Lesung hatten wir Bücher signiert und taten dies auch in der Pause, während die Zuhörer sich mit Frankenwein und Teilchen stärken konnten. Zwanzig Minuten später begann die Frage- und Diskussionsrunde, die sich vor allem um zwei Dinge drehte, zum einen unsere und Maries Verbindung zu Dettelbach und seinem Umland sowie um den Film, den die meisten der Anwesenden gesehen hatten. Nicht wenigen von ihnen wäre es recht gewesen, wenn die Fortsetzung auch in Dettelbach gedreht werden würde, doch das zu versprechen, lag außerhalb unserer Möglichkeiten.

Zum Schluss der Veranstaltung gaben wir noch einen Ausblick auf das nächste Jahr, das mit "Juliregen" den Abschluss der Trilogie um Lore von Trettin und ihrer Freundin Nathalia bringt. Außerdem stellten wir den derzeit nur mit einem Arbeitstitel versehenen fünften Band um unsere Marie und deren Familie vor und gingen kurz auf die beiden Romane ein, die unter den Pseudonymen Nicola Marni und Mara Volkers erscheinen werden. Zu sehr später Stunde endete schließlich die Diskussionsrunde mit Klavierklängen und einem Glas Wein.

Am nächsten Tag besuchten wir zusammen mit Günter und seiner Lebensgefährtin Würzburg, standen im Schatten der Festung Marienberg, die in Maries Leben eine große Rolle spielt, und genossen einen der letzten Spätsommertage dieses Jahres. Als wir schließlich nach Hause aufbrachen, taten wir dies mit einer gewissen Wehmut, aber auch voller Freude auf die Romane, die vor uns liegen.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Wien
von Iny und Elmar am 2010-10-29
Kaum hatten wir nach fünf Wochen in der Fremde die Heimat erreicht, stand bereits die nächste Fahrt an. Diesmal war Wien unser Ziel, denn der ORF hatte uns zu einer Literatursendung eingeladen. Wir beschlossen, etwas mehr daraus zu machen als nur hin zu rasen, die Sendung aufzunehmen und wieder heimzufahren. Wer von unseren Fans "Die Schwarze Königin" gelesen hat, weiß, dass Wien die Heimat Danielas und Urban Lasskys und der anderen Vampire des dortigen Clubs ist. Zwar kannten wir Wien von früheren Reisen, doch diesmal wollten wir uns aus aktuellem Grund auf den Spuren unserer Protagonisten begeben.

Es war ein eigenartiges Gefühl. Wenn man einen Roman aus einem längst vergangenen Jahrhundert schreibt, weiß man bei Recherchen vor Ort die Zeit zwischen sich und seinen Protagonisten. Hier jedoch konnten wir uns im Kaffeehaus vorstellen, die Türe würde aufgehen und Daniela, Urban oder Dilia hereinkommen und sich an den Nebentisch setzen. Auch in der U-Bahn hatten wir diese Empfindung, und bei unseren Streifzügen durch die Stadt schritten unsere Freunde immer unsichtbar neben uns her.

Erst als wir uns dem zweiten Zweck dieser Fahrt, nämlich der Fernsehaufnahme bei ORF näherten, traten unsere Vampire in den Hintergrund, denn es galt, die Ketzerbraut vorzustellen. Die Aufnahmen wurden am Sonntag in der Thalia-Filiale in der Mariahilferstraße gemacht, die bereits mehrfach als Rahmen für diese Sendung gedient hatte. Das Ausnahmeteam ging sehr professionell vor und Frau Zink, die Moderatorin der Sendung, hatte sich bestens vorbereitet. Daher wurde es ein ebenso interessantes wie angenehmes Gespräch und wir bedauern nur, dass wir den ORF selbst nicht empfangen können.

Zu sagen ist noch, dass wir mit dem Wetter Glück hatten. Es blieb an den Tagen, die wir für unsere Recherchen verwendeten, trotz gegenteiliger Wettervorhersagen trocken. Erst als wir nach erfolgter Fernsehaufnahme unseren Dicken bestiegen, um nach Hause zu fahren, öffneten sich die Schleusen des Himmels und bescherten uns eine Regenfahrt in die Nacht hinein.


Iny und Elmar Lorentz

Info
Die lange Reise,Teil 6: Die Buchmesse in Frankfurt
von Iny und Elmar am 2010-10-21
Obwohl wir erst sehr spät ins Bett gekommen waren, klingelte uns der Wecker am nächsten Morgen gnadenlos aus den Federn. Wegen eines Fototermins bei Focus mussten wir um 09:00 Uhr bei der Buchmesse sein. Dem Schatten der Wanderhure konnten wir aber auch jetzt nicht entkommen. Der Film war ausgestrahlt worden und nun ging es darum, wie viele Leute ihn angesehen hatten. Davon hing sehr viel ab, am wenigsten noch für uns, doch sehr viel für unsere Agentin Lianne, unsere Filmagentin Isabel, die Produzenten, Drehbuchautoren, Schauspielerinnen und Schauspieler, und vor allem für Sat1 und den ORF, die das Risiko auf sich genommen hatten, so viel Geld für die Verfilmung unseres Romans auszugeben.

Isabel hatte versprochen, uns die Quoten durchzugeben, sobald sie diese erfahren würde. Als wir mit der U-Bahn Richtung Messe fuhren, hatte Elmar das Handy eingesteckt. Auf einmal klingelte es. Es war Isabel und sie fragte "Sitzt du?" Elmar bejahte und erhielt den Rat, sich auch noch festzuhalten. Dann brach es aus Isabel heraus.

"Wir haben 32,4 Prozent! Das war noch nie da!"

Im ersten Augenblick war Elmar baff, dann rief er Iny durch den halben U-Bahn-Wagen zu "Es ist Isabel. 32,4 Prozent!"

"Was?", klang es fassungslos zurück.

Elmar wiederholte die Meldung und bedankte sich bei Isabel für die Information. Doch kaum war das Gespräch beendet, meldete sich das Handy erneut. Diesmal war Petra Hinteneder von Sat1 am Apparat und meldete uns das gleiche Ergebnis. Ihrer Stimme war gleichermaßen die Freude über die Quote wie auch Erleichterung anzumerken, dass die Wanderhure ein solcher Erfolg geworden war. Petra Hinteneder schloss mit den Worten, dass es für die Kastellanin gut aussähe, dann verabschiedete sie sich und wir blieben mit unseren wirbelnden Gedanken allein.

Kurz darauf erreichten wir das Messegelände. Patricia Kessler vom Knaur Verlag verfrachtete uns in ein Taxi, das uns zum Fototermin brachte. Als wir dann eine knappe Stunde später zur Messe zurückkehrten, wurden wir am Knaur-Stand mit überschäumender Begeisterung und einem schäumenden Getränk begrüßt. Sat1 schickte ein weiteres Aufnahmeteam aus, um unsere Freude über den Riesenerfolg zu dokumentieren. Außerdem gratulierten uns sehr viele Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreter anderer Verlage aus ganzem Herzen. Nicht wenige hofften, dass die Wanderhure sich erneut als Türöffner erweisen würde. Viele Verlage haben Autoren historischer Romane, die es wert sind, verfilmt zu werden. Wir drücken allen die Daumen.

Als wir an diesem Tag die Messe verließen, kam ein weiteres Telefoninterview dazu, das diesmal Elmar im U-Bahnhof führte. Der Abend war einer der Partys gewidmet, die die Buchmesse begleiten. Auch hier erhielten wir viele Glückwünsche und trafen unsere Agentinnen Lianne und Isabel wieder. Erstere war immer noch fassungslos, hatte sie doch befürchtet, die Wanderhure würde die 20 Prozent nicht erreichen und die Fortsetzung damit unter den Tisch fallen. Isabel hingegen strahlte über das ganze Gesicht und berichtete fröhlich, wie sie an die Zahlen gekommen war. Ihr Informant war einer der beiden Drehbuchautoren gewesen, die für das Drehbuch der Kastellanin ins Auge gefasst worden waren. An diesem Abend erschien es uns allen sehr wahrscheinlich, dass er und sein Kollege es schreiben würden.

Nach einer weiteren zu kurzen Nacht ging es dann wieder zur Buchmesse. Diesmal ließ uns unser Terminkalender etwas mehr Zeit als am Vortag und wir konnten im Internet die ersten Berichte über die Wanderhure lesen. Am meisten interessierte uns natürlich die ORF-Quote in Österreich. Wir konnten kaum glauben, was wir da lasen. Sie war noch besser als in Deutschland, nämlich 34 Prozent. Zuletzt stieß Elmar noch durch Zufall auf eine Meldung, in der es hieß, Sat1 habe grünes Licht für die Verfilmung der Kastellanin gegeben.

Mit solchen Nachrichten ließ es sich leicht zum Knaur-Stand gehen. Ein Kaffee brachte uns wieder halbwegs auf die Beine, damit wir den Termin mit Frau Pawlik vom Verlag Sonia Draga anständig hinter uns bringen konnten. Frau Pawlik hatte uns für den polnischen Markt entdeckt und uns im Mai bei unserem Besuch auf der Buchmesse in Warschau mustergültig betreut. Von ihr erfuhren wir, dass bald die Tatarin auf Polnisch erscheinen würde und weitere Übersetzungen geplant seien. Auch gab sie sich der Hoffnung hin, dass einer der polnischen Fernsehsender den Wanderhuren-Film ankaufen und ausstrahlen würde.

Gespräche mit Verlagsleuten, Kolleginnen, Kollegen und Fans rundeten unser Tagesprogramm ab. Der Abend sah uns wieder auf einer Verlagsparty. Diesmal hatte Lianne endgültig begriffen, was geschehen war, und berichtete, dass sie am Vortag die Quote für einen Tippfehler gehalten und nicht geglaubt hätte. Jetzt aber war auch sie wieder oben auf und sprudelte nur so vor Energie, dass wir uns eine Möglichkeit wünschten, ein wenig davon für uns abzuzapfen. Die Müdigkeit durch die kurzen Nächte machte sich doch immer mehr bemerkbar.

Am nächsten Morgen dauerte es daher etwas, bis wir erwachten, und so erreichten wir die Messe erst gegen Mittag. Da wir diesen Tag von Terminen freigehalten hatten, gab es hier keine Probleme. Allerdings schränkte es die Zeit, in der wir auf die Suche nach neuen Sachbüchern gehen wollten, arg ein. Zum Glück kennen wir die interessanten Verlage, so dass es uns erspart blieb, die einzelnen Reihen entlang zu laufen, um nach ihnen zu suchen. Auf jeden Fall kam eine hübsche Liste von Sachbüchern zusammen, darunter auch weiteres Material für die nächste Taschenbuchtrilogie, die auf Dezembersturm, Aprilgewitter und Juliregen folgen soll. Am Abend fand der Presseempfang von Droemer-Knaur statt, bei dem wir natürlich nicht fehlen durften. Die Folge war eine weitere Nacht, in der wir zu sehr später Stunde ins Bett kamen.

Der Samstag war unser Hauptarbeitstag. Das Publikum strömte auf die Messe und wir mit ihm. Allmählich merkten wir die Anstrengungen. Trotzdem galt es, sich noch einmal zusammenzureißen. Ein paar Kaffee am Knaur-Stand halfen uns dabei, dann ging es auch schon an das erste Interview. Gleich darauf kam das Zweite, diesmal live am Stand vor unseren Fans. Da es an dem Tag in den Hallen noch keine Bücher zu kaufen gab, hatten viele ihre eigenen Exemplare mitgebracht, um sie signieren zu lassen. Unser Vorrat an Autogrammkarten schmolz dabei wie Butter in der Sonne. Nach dem Signieren ist vor dem Signieren, heißt es so schön, denn kaum waren wir am Stand fertig, mussten wir uns beeilen, um zum Signierzelt zu kommen. Dort standen die Fans bereits in einer langen Schlange an und so machten wir uns sofort ans Werk. Da im Signierzelt Bücher verkauft werden durften, schmolzen die Wanderhuren, Aprilgewitter und so weiter immer mehr dahin, bis schließlich alle verkauft waren. Zum Leidwesen der Fans und auch unserem eigenen Bedauern gab es noch keine Ausgaben der Ketzerbraut zu kaufen. Die wenigen Vorabexemplare, die Knaur mit auf die Messe genommen hatte, waren am Stand in einem Glaskasten ausgestellt, der fest verschlossen war.

Nachdem das letzte Buch signiert war, hatten wir eine gute halbe Stunde Luft, um uns etwas zu Essen zu besorgen. Für ein Restaurant reichte die Zeit nicht und vor den meisten Ständen bildeten sich so lange Schlangen, dass wir schließlich den Stand mit den wenigsten wartenden Leuten wählten. Es war nicht unbedingt die beste Wahl, doch was will man machen, wenn der Magen sehr laut und vernehmlich knurrt. Hungrig lesen wir nämlich nicht besonders gerne, und es stand noch die Lesung im Lesecafé von Buch aktuell an. Um den Zuhörern den Mund wässrig zu machen, hatte Knaur uns für die Ketzerbraut eintragen lassen. Vor der Lesung wurde uns eines der gehüteten Vorabexemplare ausgehändigt. Mit dem Zurückgeben nach der Lesung gab es allerdings Probleme, da sich das Buch in Elmars Rucksack nicht mehr auffinden ließ. Seltsamerweise steht seit unserer Rückkehr von der Buchmesse eine Ketzerbraut in unserem großen Trophäenschrank. Wie die wohl dahin gekommen sein mag?

Nach dem Lesecafé kehrten wir zum Knaur-Stand zurück und verabschiedeten uns von dem Verlagsangestellten und dem Servicepersonal, das schon seit Jahren bei der Buchmesse aushilft, und verließen anschließend das Messegelände müde, aber auch sehr zufrieden. Da uns der Sonntag diesmal frei gehalten worden war, konnten wir am nächsten Morgen unseren Wohnwagen anhängen und nach Hause fahren.

In Erinnerung werden bleiben ein wunderschöner Filmabend, die Nachricht von einer grandiosen Zuschauerquote, die Gespräche mit vielen Kolleginnen und Kollegen sowie die Begegnung mit etlichen Fans.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die lange Reise, Teil 5 Im Schatten d. Wanderhure
von Iny und Elmar am 2010-10-20
05.10.2010, 6:30 Uhr: Nach entschieden zu wenig Schlaf krochen wir aus den Betten. Es galt erneut, den Campingplatz zu wechseln. Unser Ziel war Frankfurt-Heddernheim, unser Quartier auf der Buchmesse seit 1996. Der Beginn der Fahrt war wenig erfreulich, denn nach wenigen hundert Metern steckten wir im ersten Stau. Ein zweiter und ein dritter folgten und erst, als wir Köln hinter uns gebracht hatten, ging es rascher vorwärts. Plötzlich aber klingelte unser Handy. Sat1 Bayern war am Apparat und fragte um ein Interview an. Wir einigten uns schließlich auf den Campingplatz in Frankfurt-Heddernheim und konnten nur hoffen, in keinen weiteren Stau zu geraten, um rechtzeitig dort zu sein. Kurz darauf meldete sich ein Münchner Radiosender. Da es unmöglich war, auf die Schnelle ins Studio zu kommen, wurde das Interview per Handy geführt. Während Iny redete, fuhr Elmar unseren Dicken so sanft, wie es nur ging, um das Motorgeräusch so gering wie möglich zu halten.

Wir kamen gut durch, erreichten den Campingplatz zur richtigen Stunde, und sahen uns kurz darauf dem Sat1-Team gegenüber. Es waren Profis, die wussten, worauf es ankommt. Innerhalb einer Dreiviertelstunde waren die Aufnahmen im Kasten und wir wieder unsere eigenen Herren.

Allmählich stieg unser Adrenalinspiegel an. Für den Abend hatte Knaur eine Filmparty für Verlagsangestellte, unsere Agentin Lianne, unsere Filmagentin Isabel und über zwanzig Fans aus der Umgebung organisiert. Wir waren natürlich auch eingeladen und machten uns daher zu früher Abendstunde auf dem Weg. Die "Fabrik" in Frankfurt entpuppte sich als uriges Lokal mit Gewölbe und Kamin. Kaum waren wir eingetreten, wurden wir auch schon von Verlagsmitarbeitern, Lianne und Isabel umringt. Während die Knaur-Mitarbeiter und –größen sich freuten, weil der erhoffte Tag gekommen war, wirkte Lianne seltsam kleinlaut. Sie zog uns in eine stille Ecke und erklärte, dass Sat1 die erwartete Mindestquote für den Film auf zwanzig Prozent festgesetzt hätte. "Das haben sie in den letzten Jahren nur zweimal erreicht", setzte Lianne mit Grabesstimme hinzu.

Wir versuchten sie aufzurichten und erklärten, dass wir mit mindestens zweiundzwanzig Prozent rechnen würden. Elmar steigerte sich noch auf fünfundzwanzig Prozent, ohne damit besonders ernst genommen zu werden. Trotz dieser Nachricht wollten wir uns diesen Abend nicht verdrießen lassen und begrüßten erst einmal die bereits eingetroffenen Fans, die bei Knaur die Teilnahme an diesem Abend gewonnen hatten. Danach gab es ein ausgezeichnetes Abendessen und schmackhafte Getränke. Auch in der Hinsicht war das Lokal eine gute Wahl gewesen. Allmählich aber näherte sich die Zeit, an der Alexandra Neldel und all die anderen auf dem Bildschirm zu sehen sein würden und die bis dato recht angeregte Unterhaltung schrumpfte zu einem Flüstern, das schließlich ganz erlosch.

Obwohl wir den Film schon etliche Male gesehen hatten, wurden wir auch diesmal wieder in seinen Bann gezogen und stimmten in den Schlussapplaus ein, der spontan nach der letzten Szene ausbrach. Die Begeisterung bei unseren Fans, den Verlagsleuten und auch unseren Agentinnen war einhellig. Jemand meinte, dass wir jetzt doch sehr stolz auf uns sein müssten, doch Elmar antwortete, stolz könnten jene sein, die diesen Film gemacht haben. Er selbst sei sehr dankbar dafür und voller Freude, dass der Film so schön geworden war.

Für unsere Fans gab es noch jeweils die Filmausgabe der Wanderhure, die übrigens mit dem Originalroman identisch ist und nur durch die Filmfotos und einen kleinen Bericht aus unserer Feder ergänzt wurde. Natürlich mussten wir signieren und standen den Anwesenden Rede und Antwort, so gut es ging. Als wir schließlich aufbrachen, war die Nacht bereits weit fortgeschritten, doch in unseren Gedanken sahen wir noch immer Alexandra Neldel als die Wanderhure. Es war ein schöner Abend und wir freuen uns sehr, dass wir ihn mit lieben Menschen hatten verbringen können.


Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Die lange Reise Teil 4: Lesung in Erkrath
von Iny und Elmar am 2010-10-19
In Schobüll hatten wir uns an die frischen Temperaturen des Nordens und den steifen Seewind gewöhnt. Doch als wir wieder nach Süden aufbrachen und schließlich Düsseldorf erreichten, empfing uns ein warmer Spätsommertag, der schließlich in einen Bilderbuchabend mündete, den wir am Unterbacher See von Herzen genossen. Allerdings waren wir nicht zum Vergnügen da, sondern um am nächsten Tag in der Stadtbücherei Erkrath-Hochdal zu lesen. Es war der 04.10.2010, der Tag vor der Ausstrahlung der Wanderhure, und unser Nervositätspegel stieg langsam an. Es war ganz gut, dass wir nicht aus diesem Roman lesen mussten, sondern aus Aprilgewitter. Vorher aber gingen wir mit Frau Schendekehl vom Förderverein der Bibliothek und einer weiteren Dame essen. Ein voller Magen beruhigt nun einmal die Nerven mehr als ein leerer. Frau Schendekehls Begleiterin, deren Namen uns leider entfallen ist, berichtete dabei, dass sie für die Lesung extra ihre Mutter aus Koblenz hätte holen müssen.

Für uns war dies natürlich ein zusätzlicher Ansporn, und als wir wieder die Stadtbibliothek erreichten, war die Dame auch schon anwesend und wir führten ein angeregtes Gespräch mit ihr. Die Lesung selbst verlief angenehm. Elmars Froschjäger (Halspastillen) zeigten Erfolg, so dass er laut genug lesen konnte, und Iny war so gut wie immer.

Nach einer Pause, die von den Zuhörerinnen und Zuhörern zur Stärkung und von uns zum signieren benutzt wurde, begann die Fragerunde. Nach den üblichen Fragen nach unserer Arbeitsweise, unserem Werdegang und unseren weiteren Projekten kam die Sprache zwangsläufig auf den Film. Die meisten Anwesenden hatten den 05.10.2010 bereits rot im Kalender angestrichen und nahmen die Chance wahr, von uns etwas mehr über den Film und seine Entstehung zu erfahren. Als eine Dame die Besetzungsliste hörte, rief sie ergriffen: "Was? Götz Otto, der bei James Bond mitgespielt hat, spielt auch mit!" Wir konnten ihr sagen, dass nicht nur die Rolle König Sigismunds mit Götz Otto, sondern auch jede andere Rolle mit ausgezeichneten Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt worden sei.

Die Unterhaltung wurde sehr lebhaft uns so dauerte es, bis Frau Schendekehl die Veranstaltung als beendet erklären konnte. Wir unterhielten uns noch kurz mit der alten Dame aus Koblenz, verabschieden uns dann, und kehrten auf den Campingplatz zurück.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die lange Reise Teil 3: Bei d Wanderhure i. Berlin
von Iny und Elmar am 2010-10-13
Der Abstecher nach Berlin war eigentlich nicht geplant. Doch während unserer Reise erreichte uns plötzlich die Einladung von Sat1, an der Premiere der Wanderhure in Berlin teilzunehmen. So schnell wie diesmal haben wir wohl selten unsere Pläne geändert und zugesagt. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Berliner Campingplätzen und den langen Anfahrtszeiten ins Zentrum hielten uns davon ab, mit dem Wohnwagen hinzufahren. Daher wählten wir für die eine Nacht ein Hotel und ließen unser rollendes Arbeits-, Schlaf-, und Wohnzimmer in Schobüll zurück.

Die Fahrt nach Berlin verlief ohne Probleme. Auf dem Weg zum Hotel gab es jedoch eine Begegnung der besonderen Art, denn wir benützten die selben Straßen, auf denen Lore in unserem Roman Aprilgewitter ausgefahren ist und für den Bruchteil eines Augenblicks sahen wir statt der Autos Kutschen und Reiter, die uns lächelnd begrüßten.

Wir kamen früh genug im Hotel an, um gemütlich essen und uns etwas erholen zu können. Unsere Filmagentin Isabel holte uns pünktlich ab und brachte uns in ein weiteres Hotel, in dem sich die Maske befand. Dort saßen bereits Alexandra Neldel und Elena Uhlig und fieberten dem großen Auftritt am Abend entgegen. Auch wir überließen uns kurz den geschickten Händen der Visagistinnen, und gingen dann in die Lobby zu Isabel und Frau Hinteneder von Sat1. Bei den beiden saß eine ausnehmend hübsche junge Dame und begrüßte uns mit den Worten. „Ich sehe jetzt zwar anders aus, aber ich bin Hiltrud!“

Wir hätten Nadja Becker aber auch so erkannt und freuten uns, sie zu sehen. In rascher Folge trafen nun auch Bert Tischendorf, Götz Otto und Julian Weigend, die Produzenten Andreas Bareiss und Sven Burgemeister, der Regisseur Hansjörg Thurn, Gabriele Kister, die das Drehbuch für die Wanderhure geschrieben hat, sowie etliche maßgebliche Leute von Sat1 ein. Außerdem lernten wir endlich Andreas Bareiss Geschäftspartnerin Gloria Burkert kennen, die ebenfalls großen Anteil an dem Gelingen der Verfilmung hat. Es war eine angenehme Runde, die sich hier zusammengefunden hatte, und doch war die Anspannung vor der großen Premiere in der Astor Film Lounge zu spüren. Die wenigen Schritte dorthin legten wir zu Fuß zurück. Alexandra Neldel, Götz Otto und die anderen waren es gewohnt, im Blitzlichtgewitter der Fotografen auf dem roten Teppich zu stehen, doch für uns war es ein seltsames Gefühl. Die Menge der Fotografen, die sich hier versammelt hatte, überraschten alle, und so dauerte es einige Zeit, bis wir entlassen wurden und die Astor Film Lounge betreten konnten.

Mit einem Schluck Met, ein paar Knabbereien und einigen interessanten Gespräche mit Premieregästen brachten wir die restliche Zeit bis 20:00 Uhr hinter uns und nahmen anschließend unsere Plätze ein. Herr Kosack von Sat1 hielt eine kurze Ansprache, dann wurde es im Saal dunkel und auf der Leinwand erschienen die ersten Bilder der Wanderhure. Es war ein grandioses Gefühl, die Personen, denen wir mit diesem Roman Leben eingehaucht hatten, nicht wie bisher auf dem Fernsehgerät, sondern auf der großen Kinoleinwand zu erleben. Fasziniert verfolgten wir Maries Weg von der Konstanzer Bürgerstochter bis hin zur Wanderhure, die ihre verlorene Ehre wiedererlangen will und dies zuletzt auch schafft.

Der Beifall am Ende war gewaltig und er wurde auch nicht leiser, als Herr Kosack schließlich alle Darstellerinnen und Darsteller, sowie alle für den Film maßgeblichen Leute nach vorne auf die Bühne rief. Für uns war es ein großes Erlebnis, neben einer fabelhaften Alexandra Neldel (Marie), neben Elena Uhlig (Mechthild von Arnstein), Nadja Becker (Hiltrud), Lili Gesler (Madeleine), Agatha Taffertshofer (Berta), Bert Tischendorf (Michel), Julian Weigend (Ruppertus), sowie Götz Otto, der einen grandiosen König Sigismund spielte, stehen zu dürfen.

Ihnen allen, aber auch Hansjörg Thurn, Gabriele Kister, Gloria Burkert, Andreas Bareiss, Sven Burgemeister und allen anderen, die mitgeholfen haben, dass ein Traum Wahrheit geworden ist, gilt unser innigster Dank.

Ein großes Kompliment wollen wir auch dem großartigen Berliner Premierenpublikum aussprechen. Sie haben den Film mit offenen Herzen angenommen und diesen Abend erst so richtig zu einem ganz besonderen Abend gemacht. Es gibt keine Stadt, in der wir diese Premiere lieber erlebt hätten als bei euch in Berlin.

Nach dem Film war der Abend noch lange nicht zu Ende. Berliner feiern gerne und wir haben uns ebenso gerne angeschlossen. Dabei konnten wir noch etliche angenehme Gespräche führen. So erzählte Agathe Taffertshofer, dass es der Traum jeder Schauspielerin und jedes Schauspielers wäre, einmal bei einem so saftigen „Historienschinken“ dabei zu sein und dass sie ihre Rolle als Berta trotz gelegentlicher Diskussionen mit den Ziegen voller Begeisterung gespielt hätte. Sie berichtete auch, dass Hansjörg Thurn extra Schlammlöcher graben ließ, durch die sie mit ihrem Ziegenwagen fahren mussten.

Es wurde sehr spät, doch irgendwann winkte auch uns der Bettzipfel. Wir verabschiedeten uns von all den Menschen, die uns bereits in Fót bei Budapest, spätestens aber hier in Berlin ans Herz gewachsen sind, und teilen mit ihnen die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Marie, Michel, Hiltrud und König Sigismund.

Am nächsten Tag verließen wir nach einem letzten, angenehmen Gespräch mit Frau Hinteneder Berlin und fuhren nach Schobüll zurück. Statt im Grand Hotel Esplanade wartete unser Bett im Wohnwagen auf uns, sowie weitere Aufgaben, die es zu bewältigen galt.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die lange Reise Teil 2: Im Norden
von Iny und Elmar am 2010-10-12
Die Lesung in Tostedt:

Nach der Criminale hieß es für uns am Montagmorgen, zu früher Stunde aufzubrechen und nach Norden zu fahren. Am Abend stand die Lesung in Tostedt in Niedersachsen an. Vorher aber wollten wir uns noch mit unserer Kollegin Caren Benedikt und deren Mann treffen und mit ihnen zu Abend essen.

Wir erreichten Tostedt früh genug, um alles in die Reihe zu bringen. Nach einem ausgezeichneten Abendessen und einem interessanten Gespräch fuhren wir zur Gemeindebücherei und wurden dort von Frau Scheibel begrüßt. Diese war zunächst ein wenig in Sorge wegen der relativ geringen Vorbestellungen, wurde dann aber vom Zustrom der Leserinnen (und drei Lesern) überrascht und musste erst einmal für weitere Stühle sorgen, da die bereitgestellten bei weitem nicht ausreichten.

Wir lasen aus Aprilgewitter, mussten vorher aber mit dem Gerücht aufräumen, wir würden Lore von Trettins Abenteuer zu einer zwölfbändigen Serie ausbauen. Dieser Irrtum ist wahrscheinlich wegen der Titel mit den Monatsnamen aufgekommen. Da haben wohl einige Leute gedacht, da es zwölf Monate gibt, wird es auch zwölf Romane geben. Wir belassen es aber bei der Trilogie.

Doch zurück zu Tostedt. Es wurde ein schöner Abend und wir durften dabei etliche Aprilgewitter signieren. Die Buchhändlerin hatte nur diesen Roman dabei und bedauerte es anhand der Nachfragen sichtlich, nicht auch Dezembersturm und die Wanderhuren-Reihe mitgebracht zu haben.

Zu später Stunde war auch diese Lesung vorbei, und am nächsten Tag mussten wir erneut den Wohnwagen anhängen. Doch es wurde diesmal keine lange Fahrt, da es nur gut 110 Km weiter nach Schleswig-Holstein ging. Dies gab uns die Chance, eine Werkstatt aufzusuchen und bei unserem Dicken einen Sensor austauschen zu lassen, der unterwegs den Geist aufgegeben hatte.

Die Lesung in Henstedt-Ulzburg:

Am 15.09.2010 kam dann die nächste Lesung in Henstedt-Ulzburg. Wir waren sehr gespannt darauf, denn von Frau Breitschädel von der dortigen Gemeindebibliothek war der Anstoß zu dieser Lesereise in den Norden gekommen. Die Gemeindebücherei von Henstedt-Ulzburg und die Buchhandlung, die den Büchertisch organisierte, befanden sich im gleichen Gebäude, und so schauten wir erst einmal in das Buchgeschäft. Just an dem Tag war die Filmausgabe der Wanderhure mit dem Cover und den Bildern vom Film eingetroffen, und da wir dort in einer Reihe mit Alexandra Neldel, Götz Otto und Bert Tischendorf abgebildet sind, wurden wir im Laden sofort erkannt.

Nach einem kleinen Abendessen begaben wir uns in die Gemeindebücherei. Hier war bereits alles für die Lesung vorbereitet. Da Elmar sich bei der Criminale einen Virus eingefangen hatte, war er ein wenig in Sorge, ob seine Stimme durchhalten würde, doch gab es hier keine Schwierigkeiten. Auch die anschließende Fragerunde hielt er erstaunlich gut durch. Viele Fragen galten natürlich dem Film, dessen Ausstrahlungszeitpunkt sich ja immer mehr näherte. Eine Dame hatte Julien Weigend bereits live erlebt hatte und war begeistert, ihn als den Schurken Ruppertus wiedersehen zu können. Auch Alexandra Neldels Part als Marie wurde mit großem Wohlwollen aufgenommen. Natürlich wollten die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer auch wissen, wie es mit Lore weitergehen würde. Wir konnten hier auf den Abschlussband der Trilogie hinweisen, der im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird. Zu später Stunde löste sich schließlich die Runde auf und nach einem letzten Gespräch mit Frau Breitschädel und deren Kollegin verließen wir Henstedt-Ulzburg mit dem guten Gefühl, dass die Reise in den Norden sich gelohnt hatte.


Die Lesung in Trappenkamp:

Tags drauf am Donnerstag, den 16.09.2010 stand die nächste Lesung auf dem Programm. Trappenkamp rief, und wir waren bereit, diesem Ruf zu folgen.

Wie fast immer bei Lesungen fahren wir den entsprechenden Ort etwas früher an, melden uns bei den Veranstaltern, und fragen nach einem Lokal, in dem wir zu Abend essen können. So war es auch diesmal. Frau Petersen von der Bücherei in Trappenkamp nannte uns ein gutes Restaurant, meinte dann aber etwas besorgt, dass die Anmeldungen für die Lesung zwar für ihre kleine Gemeindebibliothek sehr gut wären, aber wahrscheinlich nicht unseren Vorstellungen entsprechen würde. Wir beruhigten sie dahingehend, dass die genannte Zahl durchaus akzeptabel wäre, und machten uns auf dem Weg, um zu essen. Da bis zur Öffnung das Lokals noch ein paar Minuten blieben, gingen wir unterwegs in einen Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Dabei entdeckten wir die ersten Funkzeitschriften, die die Woche mit dem 05.10.2010 abdeckten, und sahen natürlich sofort nach, wie die Wanderhure darin angekündigt wurde. Wir waren mehr als zufrieden, den Film in allen Fernsehzeitungen besonders herausgehoben oder sogar als Tipp des Tages zu finden.

Nach dem Essen kehrten wie in die Bücherei zurück und signierten die Bücher der Zuhörerinnen und Zuhörer, die nun in immer größerer Zahl eintrafen. Frau Petersens Vorhersage wurde um mehr als ein Drittel übertroffen und sie ließ es sich nicht nehmen, dies mit ihrer Kamera zu dokumentieren.

Die eigentliche Lesung ging sehr gut über die Bühne und nach einer Pause, in der die Anwesenden sich stärken konnten, während wir weiter signierten, begann eine muntere Fragerunde, bei der natürlich auch der Film eine bedeutende Rolle spielte. Zu später Stunde wurden schließlich die letzten Bücher signiert und noch einige Gespräche im kleineren Kreis geführt. Eine Dame erzählte, sie würde gerne ihre Memoiren schreiben, fühle sich aber bereits zu alt dafür. Wir rieten ihr, das Ganze langsam und mit Pausen anzugehen, um sich nicht zu erschöpfen. Auch wir würden einen Roman nicht an einem Tag schreiben, sondern die entsprechende Zeit dafür brauchen. Nach einem letzten Schluck Wasser verabschiedeten wir uns schließlich von Frau Petersen und ihren Kolleginnen und verließen Trappenkamp. Hinter uns lag eine gelungene Veranstaltung und die Bestätigung, wie wichtig und wertvoll der Kontakt zu unseren Lesern ist.

Besuch bei Gerit Bertram:

Bis zur nächsten Lesung hatten wir ein paar Tage Zeit, die wir zum Schreiben verwenden wollten, und für Ausflüge. Ein ausgedehntes Sturmgebiet mit heftigen Regenschauern schränkte unsere Pläne stark ein, doch dies hinderte uns nicht, am Samstag unsere Kollegen Iris und Peter zu besuchen, eine Autorin und ein Autor, die ähnlich wie wir zusammenarbeiten und mit „Die Goldspinnerin“ eben ihren ersten Roman unter Gerit Bertram herausgebracht hatten.

Es wurde ein recht angenehmer Nachmittag und Abend. Wir tauschten uns über Verlage aus, besprachen den gerade herrschenden Trend bei historischen Romanen, tranken Kaffee, später auch ein Schlückchen Wein und ein Bier, und ließen uns zunächst Kuchen und am Abend einen kräftigen Eintopf schmecken. Bevor wir schließlich schieden, verabredeten wir uns für die Buchmesse und für einen Gegenbesuch der beiden bei uns im Spätherbst.


Die Lesung in Lauenburg:

Am Montag, den 20.09.2010, fuhren wir nach Lauenburg zur nächsten Lesung. Bei der dortigen Stadtbücherei angekommen, sahen wir zwar die Plakate, die auf unsere Lesung hinwiesen, fanden die Bibliothek selbst aber verschlossen vor. Eine Dame in der im selben Gebäude untergebrachten Weingartenschule wies uns schließlich den Weg in die Aula. Dort waren der Bibliotheksleiter, Herr Patzner, und einige andere Leute gerade dabei, alles für die Lesung vorzubereiten. Von ihnen erfuhren wir, dass so viele Karten im Vorverkauf weggegangen waren, dass die Lesung von der Bücherei in die Aula der Schule verlegt werden musste. Zwar hatten Herr Patzner und seine Crew Schilder aufgehängt, die den Weg weisen sollen, allerdings waren diese für Ortsfremde wie uns nicht eindeutig zu interpretieren. Daher eilte Herr Patzner immer wieder zur Bibliothek, um die Leute, die dort warteten, in die Aula zu weisen.

Wir hatten erst einmal genug zu tun, um Bücher zu signieren. Dabei zeigte es sich, dass wir ein weiteres Mal drei Generationen, nämlich Großmutter, Mutter und Tochter als Zuhörer hatten. Für uns ist das immer ein schönes Zeichen, wenn unsere Romane von Menschen gleich welchen Alters gelesen werden. Bei einer der Lesungen in Schleswig-Holstein erzählte eine Dame, sie hätte ihrer sich gelangweilt fühlenden 80-jährigen Tante die Wanderhure zum Lesen gegeben. Die alte Dame hätte das Buch in Rekordgeschwindigkeit ausgelesen und umgehend die Frage gestellt: „Gibt es da noch was?“

So schnell, wie diese Dame liest, können wir natürlich nicht schreiben, aber wir haben ja immerhin einen hübschen Vorlauf mit bisher vierzehn Iny-Lorentz-Romanen (einschließlich der im Oktober erscheinenden Ketzerbraut), zwei wie Iny-Lorentz-Romane geschriebene Eric Maron-Romane und unsere übrigen Pseudonyme.

Die Lesung selbst war wie alle im Norden sehr schön, was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Mikrophonanlage lag, da unsere Stimmen den kühlen und regnerischen Tagen der letzten Zeit Tribut zollen mussten. Wir hielten aber gut durch und als wir zu später Stunde aufbrachen, taten wir dies mit dem Bewusstsein, eine schöne Zeit mit unseren Leserinnen und Lesern verbracht zu haben. Der Männeranteil war in Lauenburg übrigens bei dieser Leserreise am höchsten!

Der darauffolgende Morgen brachte den nächsten Ortswechsel mit sich. Allerdings mussten wir auch diesmal nicht allzu weit zu fahren. Nach zwei Stunden erreichten wir unseren letzten Campingplatz im Norden und hatten erst einmal einen freien Tag für uns.


Die Lesung in Bredstedt:

Am Donnerstag, den 23.09.2010 fuhren wir etwas früher nach Bredstedt, um uns mit Herrn Kreise, dem Vertreter von Droemer-Knaur in Schleswig-Holstein zu treffen. Nach einen angenehmen Gespräch beim Abendessen brachen wir dann zur Bücherei auf. Waren die bisherigen Lesungen auf dieser Reise sehr gut besucht worden, so pendelte sich die Zuhörerzahl diesmal in einem bescheideneren Rahmen ein, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch tat. Besonders freuten wir, unseren alten Freund Bernd aus dem Fantasyclub wiederzusehen, bei dem wir vor vielen Jahren Mitglied gewesen waren. Da wegen der Lesung wenig Zeit blieb, sich auszutauschen, verabredeten wir uns für einen der folgenden Tage, um dann auch ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen.

Die Lesung selbst fand ein gutes Echo und der Nachschlag, sprich das Beantworten der Fragen der Teilnehmer, wurde recht munter. Wir erzählten über uns, über unsere Romane, über unsere weiteren Pläne, und natürlich über die Verfilmung der Wanderhure. Als sich der Kreis auflöste, brachen wir Bernd, der mit dem Zug angereist war, mit unserem Dicken nach Hause und kehrten auf den Campingplatz in Schobüll zurück. Die Lesereise nach Norden war damit vorbei. Vor uns lagen mehrere freie Tage, die wir zur Erholung nutzen wollten. Die hatten wir auch nötig, denn sechs Lesungen so kurz hintereinander kosten doch Kraft. Außerdem mussten wir uns wieder um unsere laufenden Projekte kümmern, die auch nicht vernachlässigt werden dürfen.

Ein Ereignis warf jedoch bereits seinen Schatten voraus, und das war die Premiere der „Wanderhure“ in Berlin.


Iny und Elmar Lorentz

Bericht
Die lange Reise Teil 1: Die Criminale
von Iny und Elmar am 2010-10-10
Schon im Vorfeld war uns klar, dass 2010 ein heißer Herbst für uns werden würde. Wir hatten geplant, Anfang September die Criminale, das Jahrestreffen der deutschsprachigen Krimiautoren in der Nordeifel besuchen und anschließend eine Lesereise nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen machen. Kurz vor der Buchmesse in Frankfurt stand eine weitere Lesung in Erkrath bei Düsseldorf an, und dann kam die Buchmesse selbst.

Als wir am 05.09.2010 aufbrachen, lagen fünf volle Wochen mit Auto und Wohnwagen vor uns. So lange waren wir seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr unterwegs gewesen und wir fragten uns natürlich, wie wir diese Zeit überstehen würden. Ein Zurück gab es jedoch nicht.

Die ersten beiden Tage in der Nordeifel waren privaten Verpflichtungen gewidmet und danach führte uns unser Weg am 08.09.2010 nach Schleiden-Gemünd im Landkreis Euskirchen, um uns bei der Criminale anzumelden. Nach einem ersten Beschnuppern der bereits angereisten Krimiautoren ging es dann nach Kommern bei Mechernich. Dort fand im Rheinischen Freilichtmuseum die Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Criminale statt. Es wurde eine in allen Belangen gelungene Sache, spritzig, humorvoll und ein wenig skurril, so, wie man es von Krimiautoren erwarten kann.

Freitag und Donnerstag gab es für uns Autoren Fortbildungskurse an verschiedenen Orten, die zumeist von Leuten abgehalten wurden, die zur Verwaltung des Landkreises Euskirchen, aber auch des Landes Nordrhein-Westfahlen gehörten. Für uns war das alles sehr neu und natürlich auch interessant zu sehen, wie wichtig die Criminale von der Gegend, in der sie stattfand, genommen wurde.

Natürlich fanden auch etliche Lesungen statt. Immerhin waren mehr als 180 Krimiautorinnen und –autoren zusammengekommen, und so hatten wir die Qual der Wahl. Wir entschieden uns schlussendlich für eine Lesung während einer Schifffahrt auf dem Rurstausee, bei der zwei Autorinnen lasen, die wir unbedingt persönlich kennenlernen wollten. Mit Ulrike Renk hat Iny bereits seit einigen Jahren in Mailkontakt gestanden, ohne dass sich die Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen ergeben hatte, und Beate Maxian wird von der gleichen Agentin vertreten wie wir selbst.

Doch auch zwischen all den Veranstaltungen war es sehr schön, Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen oder neue kennenzulernen. Edda Mink und Petra Schier sind hier zu nennen, aber auch Sabine Klewe, Ilka Stitz, Elke Schwab, Rebecca Gablé und viele andere. Als Autor hat man nur selten die Gelegenheit, so lange unter seinesgleichen zu sein, und das wurde intensiv genutzt.

Auch wir waren für eine Lesung eingetragen, und zwar im Wildfreigehege Hellenthal. Es war die letzte Lesung bei der Criminale und prompt spielte uns das unbeständige Eifelwetter einen Streich. Eigentlich hätten wir zusammen mit Elke Schwab und Alexander Pfeiffer unter freiem Himmel am Lagerfeuer lesen wollen, doch der einsetzende Regen vertrieb uns in die Gastwirtschaft des Wildparks. Die war aber recht urig eingerichtet und stellte einen ausgezeichneten Rahmen für eine Lesung dar. Wie fast alle Lesungen bei der Criminale war auch diese sehr gut besucht und die Zuhörer kamen auf ihre Kosten.

Als wir uns gegen 20:00 Uhr verabschiedeten, war die Criminale 2010 für uns Vergangenheit. Es war eine schöne Veranstaltung in angenehmer Atmosphäre und machte Appetit auf die Criminale 2011 in Mönchengladbach


Iny und Elmar Lorentz

Info
Pressetermin in Hamburg
von Iny und Elmar am 2010-08-25
Wir hatten eine Reise nach Irland gebucht und unsere Gedanken galten bereits der grünen Insel und den Stellen, die wir dort aufsuchen wollten. Da schneite uns kurzfristig von Sat1 eine Einladung zu einem Pressetermin in Hamburg ins Haus, und das ausgerechnet für den gleichen Tag, an dem wir nach Dublin fliegen wollten.

Bedauernd sagten wir zunächst ab. Dann aber machte unsere Filmagentin Isabel den Vorschlag, wir könnten die Flüge doch umbuchen lassen und über Hamburg nach Irland fliegen. Etliche Telefongespräche und E-Mails später war alles erledigt. Wir brauchten nur noch unsere Sachen zu packen und uns am 12.08.2010 auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Der Flug nach Hamburg verlief planmäßig und glatt, ebenso die Taxifahrt zum Hotel. Als wir dort beim Einchecken gleich auf Petra Hinteneder von Sat1 trafen, waren wir auch in dieser Hinsicht angekommen.

Amüsant war, dass die Dame an der Rezeption wegen unserer T-Shirts glaubte, wir wären ein Schamanenpaar. In gewisser Weise sind wir dies auch, nämlich Schamanen des geschriebenen Wortes.

Der Abend begann mit einem Platzregen und einer angenehmen Überraschung. Alexandra Neldel war ebenfalls bereits eingetroffen und so saßen wir in gemütlicher Runde zusammen und ließen den Film und unseren Besuch bei Dreh in Ungarn Revue passieren. Außerdem wünschten wir uns alle genug Zuschauer bei der Ausstrahlung, damit Alexandra nach der Wanderhure vielleicht auch die Kastellanin darstellen kann.

Zu später Stunde verabschiedete Alexandra sich. Wir saßen noch ein wenig mit Petra Hinteneder zusammen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Mit der Gemütlichkeit war es am nächsten Tag jedoch vorbei. Wir hatten sieben Termine auf unserer Liste und mussten der versammelten Presse Rede und Antwort stehen. Die meistgestellte Frage war natürlich, wie uns der Film gefallen habe. Die Antwort war, dass wir einfach begeistert von der Umsetzung unseres Romans und von der grandiosen Leistung der Schauspieler sind.

In einer kleinen Pause sprachen wir noch mit Götz Otto, doch dann wurde es für uns langsam Zeit, zum Flughafen aufzubrechen, um den Flug nach Dublin zu erwischen. Viel Zeit blieb uns nicht mehr, doch konnten wir uns noch von Alexandra verabschieden. Während wir unser Pensum bei diesem Pressetermin erfüllt hatten, stand ihr noch ein langer Nachmittag bevor. Dafür wünschten wir ihr alles Gute und verließen das Hotel in dem Bewusstsein, trotz aller Journalistenfragen etliche ebenso angenehme wie aufregende Stunden verbracht zu haben.

Iny und Elmar Lorentz

Info
Neuigkeiten vom August 2010
von Iny und Elmar am 2010-08-11
In wenigen Tagen ist für uns die Sommerpause endgültig vorbei. Eine wirkliche Pause war es ja nicht. Schließlich mussten wir ganz normal weiterschreiben, und unser Terminkalender war auch nicht gerade leer. Wir hatten auch mehrfach Verlagsgrößen von Droemer-Knaur zu Gast, die sich bei uns "Die Wanderhure" angesehen haben. Alle waren von dem Film begeistert und bewunderten vor allem Alexandra Neldel in der Rolle der Marie. Einige Besucher kannten sie bis jetzt nur aus Vorabendserien und waren sehr erstaunt zu sehen, was für eine ausgezeichnete Charakterdarstellerin sie ist.

             DIE WANDERHURE – Der Film
In den nächsten Tagen haben wir die große Freude, Alexandra Neldel, aber auch Nadja Becker, Elena Uhlig, Bert Tischendorf, Götz Otto, Thure Riefenstein und den Regisseur Hanjörg Thurn in Hamburg wiederzusehen. Dies ist für uns auch die Gelegenheit, allen für einen wundervollen Film zu danken.
Laut unseren letzten Informationen läuft "Die Wanderhure" am
           05.10.2010

           um

           20:15 Uhr

           bei

           SAT1



Iny Lorentz:

Mit "Aprilgewitter" ist der zweite Teil der Trilogie um Lore von Trettin und ihre Freundin Nathalia erschienen. Der Roman steht mittlerweile seit sechs Wochen auf der Bestsellerliste. Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern für diesen grandiosen Erfolg!

Rechtzeitig zur Buchmesse und zum Film wird es eine Sonderausgabe von "Die Wanderhure" geben. Auf dem Cover ist die unvergleichliche Alexandra Neldel als Marie zu sehen. Dazu gibt es Bilder aus dem Film und einen kleinen Beitrag von uns über den Weg der Wanderhure Marie von der ersten Idee über das Buch bis hin zum fertigen Film.

Vergessen wollen wir auch nicht das Iny-Lorentz-HC des Jahres. Am 22.10.2010 erscheint "Die Ketzerbraut" und führt uns in eine der interessantesten Zeiten unserer Geschichte ein.

Inzwischen ist auch die tschechische Ausgabe der Tochter der Wanderhure erschienen. Es ist der sechste Iny-Lorentz-Roman, der ins Tschechische übersetzt worden ist.

Nicola Marni:

Hier steht das zweite Abenteuer von Torsten Renk an. Auch diesmal hat unser Held es mit hartgesottenen Schurken zu tun, die über Leichen gehen, um ihr Ziel zu erreichen. Außerdem erwarten ihn einige Überraschungen in seiner Dienststelle. Der Roman heißt "Die geheime Waffe" und erscheint am 27.09.2010 bei Page & Turner.



Mara Volkers:

Hier ist vor kurzem bei Piper mit "Die schwarze Königin" unser erster Urban-Fantasy-Roman erschienen. Er spielt in Wien und bringt uns die Mitglieder eines ganz exklusiven Clubs nahe, die in der Stadt des Walzers und der Lipizzaner allerdings wenig Sinn für Touristenherrlichkeit aufbringen können.



Weitere Aussichten:

Die Arbeiten an den Romanen für 2011 gehen planmäßig voran. Bei Iny Lorentz wird im Sommer 2011 der Abschlussband der Trilogie um Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann unter dem Titel "Juliregen" erscheinen. Darin gibt es ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten.

Der dritte Roman über Torsten Renk ist mittlerweile fertig und ebenfalls für 2011 eingeplant.

Bei Mara Volkers haben wir inzwischen den zweiten Urban-Fantasy-Roman geschrieben. Allerdings ist uns hier der Erscheinungstermin noch nicht bekannt. Übrigens wird mit "Die Reliquie" der erste Band unserer Teufelstrilogie in einer sehr schönen Ausgabe bei Piper wieder aufgelegt.

Damit wünschen wir allen unseren Leserinnen und Lesern weiterhin viel Vergnügen beim Lesen.



Iny und Elmar

alias

Iny Lorentz
Nicola Marni
Mara Volkers
Diana Wohlrath


Lesung
Lesung in Haag in Oberbayern
von Iny und Elmar am 2010-06-24
Auch wenn das Wetter derzeit noch nicht darauf hindeutet, so nähert sich langsam doch die Ferienzeit und wir wollen in den nächsten Wochen ein wenig kürzer treten. Nun stand noch die letzte Lesung dieser recht arbeitsreichen Frühjahrssaison auf dem Plan. Diese fand in der katholischen Bücherei des Marktes Haag in Oberbayern statt. Für uns bedeutete das eine angenehm kurze Anreise und keinerlei Übernachtung, da wir hinterher nach Hause fahren konnten.

Frohgemut machten wir uns am 18.06.2010 Nachmittag auf den Weg, holten unsere Freundin Ingeborg ab und richteten die Nase unseres Dicken ostwärts. Wie immer am Freitag um die Zeit herrschte ein reger Feierabendverkehr und wir waren bald froh, einen genügend großen Zeitpuffer eingeplant zu haben. Daher kamen wir gerade noch rechtzeitig an. Nein, nicht zum Lesen, sondern erst einmal, um zu essen. Hungrig lesen wir nämlich nicht so gerne, außerdem unterhalten wir uns gerne mit jemand aus dem Veranstalterteam, um uns ein wenig warm zu reden.

Kurz vor 19:00 Uhr kamen wir dann im Pfarrsaal von Haag an, haben uns auf unsere Plätze gesetzte und begonnen, die ersten Bücher zu signieren. Mit der Zeit füllte sich der Raum und es stellten sich immer mehr Leute in die Schlange, um sich eine Widmung in ihr Buch schreiben zu lassen. Da Elmars Schwester mit einem Auto voll Bekannten aus ihrem Heimatdorf erschienen war, fand diese Lesung unter den kritischen Augen von Verwandten statt.

Da immer noch ein paar Bücher zu signieren waren, ging die Lesung selbst mit ein paar Minuten Verspätung los. Wir lasen aus Dezembersturm, wofür das kühle und regnerische Wetter eine passende Kulisse bildete, und erzählten von den Bedingungen, unter denen die Rettung der Überlebenden der "Deutschland" stattfand, und von den Folgen für die Schifffahrt.

Nach einer Pause, bei der sich alle stärken konnten bis auf uns, denn wir mussten wieder Bücher signieren, folgte eine recht muntere Fragerunde. Die Zuhörer wollten wissen, wie es mit Lore, Nathalia und Fridolin weitergeht, und da konnten wir auf Aprilgewitter verweisen, das in wenigen Wochen erscheinen wird, und auf den dritten Band der Trilogie, an dem wir gerade arbeiten.

Natürlich gab es auch Fragen zur Verfilmung der Wanderhure, die wir gerne und ausführlich beantworteten. Es war ein ebenso interessanter wie angenehmer Abend, der uns viel Spaß gemacht hat. Als wir schließlich das Zeichen zum Ende gaben, war die Zeit bereits fortgeschritten. Elmars Schwester und ihre Begleiterinnen verabschiedeten sich nun ebenfalls, und auch wir stiegen nach letzten Gesprächen in unseren Dicken und lenkten ihn Richtung Heimat.

Auch wenn derzeit auf unserer Homepage keine neuen Lesungen stehen. Es sind bereits wieder welche geplant, und die werden uns in einen Teil unseres Landes führen, in dem wir bislang noch nicht gelesen haben. Dann aber wird der Dezembersturm einem Aprilgewitter gewichen sein.

Iny und Elmar

Bericht
Sachsen 2010
von Iny und Elmar am 2010-06-21
Im Frühjahr dieses Jahres erreichte uns die Anfrage, ob wir bei dem vom 08.06.2010-13.06.2010 stattfindenden Literaturfest in Meißen teilnehmen könnten. Allerdings wollten wir nicht einfach nach Sachsen hochrasen, lesen, und wieder verschwinden. Daher beschlossen wir, ein paar Tage früher anzureisen und so wie in jenen Zeiten, in denen wir noch arbeiten gingen, einen kleinen Schreiburlaub zu machen. Dies hieß für uns, am Vormittag zwei bis drei Stunden zu schreiben, und uns den Rest des Tages etwas anzusehen.

Auch wollten wir bei dieser Reise unsere Verlags-Kollegin Sabine Ebert in Freiberg besuchen. Etliche E-Mails gingen hin und her, in denen Sabine uns auf ihre Lesung in Altzella bei Nossen aufmerksam machte. Das, was sie darüber berichtete, machte uns neugierig, und so fuhren wir am Freitag, den 04.06. frühmorgens los. Ziel war der Campingplatz in Kleinröhrsdorf, der uns zwar längere Anfahrtswege nach Nossen, Freiberg und Meißen bescherte, aber auch ausgezeichnete Facilities und vor allem Ruhe. Zuhause werden wir derzeit nämlich von Baulärm geplagt und das macht die Arbeit nicht immer zum Vergnügen.

Wir kamen gut an und konnten unseren Wohnwagen mit Hilfe einiger Platznachbarn auf den Stellplatz schieben. Das Auto war uns keine Hilfe, denn der Boden war durch die starken Regenfälle der vorhergegangenen Tage so aufgeweicht, dass die Räder durchdrehten. Ein wenig hatten wir Angst, das Wetter könnte regnerisch bleiben und unser Platz sich in eine Schlammwüste verwandeln. Doch an dem Tag blieb es trocken und so brachen wir am späten Nachmittag nach Altzella auf. Dort angekommen mussten wir Sabine nicht einmal suchen, denn wir stießen direkt auf sie. Es blieb eine halbe Stunde Zeit, sich hinzusetzen, eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Während Sabine anschließend die Vorbereitungen für ihre Lesung traf, schlenderten wir über das Klostergeländer, unterhielten uns mit der Buchhändlerin und einigen Fans, und stiegen schließlich die Treppe in den Saal hoch, in dem Sabine lesen würde.

Diese hatte uns nicht zu viel versprochen. Es wurde eine runde Sache mit Lesung, Harfenspiel und zwei mittelalterlich gewandeten Gruppen, die den Zuhörern einen Einblick in die Kleidungssitten jener Zeit gaben. Allerdings braucht man, um so etwas auf die Beine zu stellen, etliche willige Helfer. Diese hatte Sabine bei dem Verein Kultur in Nossen, kurz KUNO genannt, gefunden.

Anschließend gab es noch ein Feuerspektakel, von dem wir aber nur den Anfang mitbekamen, da der lange Anfahrweg nach Sachsen seinen Tribut forderte und wir uns zurück zum Campingplatz und in unsere Betten sehnten. Es wäre ein vollends geglückter Tag geworden, hätte nicht die Speicherkarte unserer Kamera zuletzt den Dienst aufsagt. Leider waren damit alle in Altzella geschossenen Fotos im Nirwana entschwunden.

Zu erwähnen ist noch, dass uns zwei Tage vor unserer Abfahrt die Druckfahnen für die "Schwarze Königin", die bei Piper erscheinen wird, ins Haus geschneit sind. Diese mussten wir unterwegs durchsehen und im Computer Notizen machen, damit die Änderungen nach unserer Rückkehr sofort auf elektronischen Weg zum Verlag gehen konnten. Dort hatte man nämlich nur noch einen Tag, um sie einzutragen.

Der Samstag sah uns daher mit den Druckfahnen beschäftigt. Auch Sonntag ackerten wir diese durch, fuhren aber am Nachmittag nach Radebeul, um uns das Karl-May-Museum anzusehen. Wir fanden es sehr interessant, aber auch lehrreich, sowohl was die Ausstellung über die nordamerikanischen Indianer, aber auch Karl Mays Leben selbst betraf.

Montag gab es nach dem Frühstück Druckfahnen und nach dem Mittagessen Presse. Unsere Kollegin Bettina Hennig ("Luise, Königin aus Liebe") arbeitet für die Neue Post und hatte wegen eines Interviews bei uns angefragt. Unser Vorschlag, dies in der Nähe von Dresden im Wohnwagen zu machen, hatte sie begeistert aufgenommen, und so saßen wir mit ihr und einem Fotoreporter zusammen und beantworteten ihre Fragen. Hinterher wurden noch Fotos geschossen, dann verabschiedeten sich die beiden und wir kehrten zu unseren Druckfahnen zurück.

Für Dienstag hatten wir unseren Besuch bei Sabine Ebert in Freiberg geplant. Das Wetter versprach durchwachsen zu werden, trotzdem hofften wir, es würde Sabine und uns gelingen, die ins Auge gefasste Stadtführung durchzuführen. Wir schafften es auch, allerdings vertrieb uns einsetzender Regen mehrfach in ein Cafe oder Restaurant. Es war trotz des nassen, himmlischen Segens ein Nachmittag in einer wunderbaren Atmosphäre und als wir uns verabschiedeten, drückten wir Sabine sämtliche Daumen für die letzten, wenigen Seiten, die sie noch am vierten Hebammen-Roman zu schreiben hatte.

Der Mittwoch sah uns bei tropischen Temperaturen in Dresden. Zwar blieb auch hier ein kräftiger Schauer nicht aus, doch den überstanden wir unter dem großen Schirm eines Biergartens und ließen uns derweil das Essen schmecken.

Auch der Donnerstag zählte zum touristischen Programm, denn wir unternahmen mit einem der sächsischen Seitenraddampfer eine Schifffahrt auf der Elbe durch das Elbsandsteingebirge. Dabei fachsimpelten wir über Dezembersturm und die Rettung der Passagiere der 'Deutschland' durch den Seitenradschlepper 'Liverpool', der noch kleiner als dieser Ausflugsdampfer gewesen ist.

Am Freitag, denn 11.06.2010 begann auch für uns das Literaturfest in Meißen. Nach dem obligatorischen Druckfahnenkorrigieren brachen wir vom Campingplatz auf, fuhren nach Meißen, und suchten dort erst einmal nach einem Parkplatz. Als einer gefunden war, kam unser Handy zu Ehren. Wir hatten uns nämlich mit Heidi Rehn ("Die Wundärztin") verabredet und mussten diese erst finden. Auf dem Weg zum Treffpunkt stießen wir aus Zufall auf Renate Doms ("Geschichten aus dem Wuddelwald") und deren Verleger Steffen Knabe. Kurz darauf stieß auch Heidi hinzu und wir setzten uns am Markt zu fünft unter einem großen Sonnenschirm, aßen, tranken und hörten den von dem Meißener Landrat Arndt Steinbach gelesenen "Geschichten aus dem Schlaraffenland" zu.

Um 19:00 Uhr war Heidi mit ihrer Lesung aus "Die Wundärztin" an der Reihe. Sie machte ihre Sache ausgezeichnet und begeisterte uns und die zahlreich erschienenen Bücherfreunde. Ein kleiner Umtrunk beschloss schließlich den lauen Sommerabend, dann kehrten wir zu unserem Campingplatz zurück.

Samstagmorgen erledigte Elmar den Rest seiner Arbeit an den Druckfahnen. Am frühen Nachmittag brachen wir wieder nach Meißen auf, stellten dort unseren Dicken ab, und schlenderten durch die Stadt. An vielen Stellen wurden Lesungen gehalten, doch wir konzentrierten uns auf vor allem auf den Markt, da wir dort selbst lesen würden. Zuerst aber meldeten wir uns bei den Organisatoren an, warfen einen kurzen Blick auf den Büchertisch, und entdeckten dabei auch ein Buch unserer langjährigen Freundin Uschi Zietsch. Noch während Iny sagte, dass wir Uschi unbedingt zu einem Buchtausch überreden müssten, betraten wir ein Lokal, und sahen Uschi vor uns. Wir hatten uns zwar das Programm des Literaturfestes besorgt, trotzdem war uns entgangen, dass auch Uschi dort lesen würde. Umso größer war die Freude, sie hier zu sehen.

Als wir uns dann wieder dem Markt annäherten, um selbst zu lesen, trafen wir in rascher Folge auf Susan Hastings ("Der Wollhändler", "Der schwarze Magier"), Tanja Kinkel und deren Vater, sowie Ulf Schiewe ("Der Bastard von Tolosa") und dessen Frau. Zeit, lange mit allen zu reden, blieb leider nicht, denn das Programm rief uns auf die Lesebühne.

Im Gegensatz zu den vorhergegangenen Tagen war es am Samstag kühl und regnerisch. Wir hatten jedoch Glück und konnten in einer Regenpause lesen. Erst als es hinterher ans Signieren ging, wurden die himmlischen Schleusen wieder geöffnet. Allerdings konnten wir uns unter das Zeltdach des Bücherstandes retten und dort die Bücher der Fans signieren, die in einer erstaunlich langen Schlange anstanden.

Für Tanja Kinkel, die nach uns lesen musste, war der Regen unangenehm. Zwar war sie selbst halbwegs geschützt, und auch der größte Teil der Zuhörer konnten sich unter zwei großen Schirmen zusammendrängen. Trotzdem blieb dem einen oder anderen nichts anderes übrig, als den eigenen Regenschirm aufzuspannen, oder sich unter den seines Nachbarn zu flüchten.

Der Regen, aber auch der Hunger, trieb uns zusammen mit Heidi Rehn in ein Lokal. Nachdem wir uns gestärkt hatten, wagten wir uns wieder ins Freie, um die Lesung Julia Freidanks mitzuerleben, die die Abenteuer der "Gauklerin von Kaltenberg" zum Besten gab und die Zuhörern neben dem Text auch mit ihren Fähigkeiten im Schwertkampf und ihrer ausgezeichneten Singstimme begeisterte.

Später am Abend hatte Dorit Kostall für die Autoren des Autorenforums Montsegur einen Tisch in einem Lokal reservieren lassen. Auch uns verlockte es, hinzugehen, doch ein Blick auf die Uhr hielt uns davon ab. Wir mussten am nächsten Morgen früh aufbrechen, damit Iny zu Hause die Zeit hatte, die Änderungen für die Druckfahnen zu kontrollieren und sie per E-Mail an den Piper-Verlag zu schicken.

Hinter uns blieben eine schöne Stadt und ein ebenso schönes Literaturfest zurück, dass uns sehr viel Spaß gemacht hat. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir gerne wieder in Meißen lesen. Wer weißt, vielleicht sogar auch aus dem Roman, dessen Druckfahnen uns nach Sachsen begleitet haben.

Iny und Elmar

Info
Neuigkeiten vom 17.06.2010
von Iny und Elmar am 2010-06-16
Und wieder gibt es gute Nachrichten zu vermelden. So hat es das Taschenbuchausgabe „Die Tallinn-Verschwörung“ auf Platz 36 der Bestsellerliste geschafft. Für uns ist dies ein Riesenerfolg auf dem hart umkämpfen Thrillermarkt, und zudem der erste Roman mit einem anderen Pseudonym als Iny Lorentz, mit dem wir auf die Liste gelangt sind. Insgesamt haben wir dies jetzt mit zwölf Romanen geschafft, elf unter Iny Lorentz, einen unter Nicola Marni. Außerdem ist es das achtzehnte Buch, da von unseren Iny-Lorentz-Hardcovern auch die Taschenbuchausgaben auf die Harenberg-Bestsellerliste gekommen sind.

Damit können wir mehr als zufrieden sein und bedanken uns bei all unseren Fans für das Vertrauen, das sie uns erwiesen haben und hoffentlich auch in Zukunft erweisen.

Wir sind aber nicht nur in Deutschland erfolgreich. Die im Mai erschienene Polnische Ausgabe „Die Tochter der Wanderhure“ ist in Polen auf Anhieb auf Platz 34 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen, und ist damit den Spuren von „Die Wanderhure“ und „Die Kastellanin“ gefolgt.

Die Tochter der Wanderhure war übrigens unser fünfter Roman, der nach Polen übersetzt worden ist. Im Herbst wird der sechste erscheinen. Damit steht Polen an der Spitze der Übersetzung von Iny-Lorentz-Romanen.

Mittlerweile liegt auch das Lesen der die Druckfahnen von „Die Schwarze Königin“ bei Piper hinter uns. Damit kann der Roman zum vorgesehenen Zeitpunkt erscheinen. Es ist ein Roman, wie ihn unsere Leser bisher nicht von uns kennen. Doch um kontinuierlich gut schreiben zu können, ist Abwechslung für uns unabdingbar. „Die Schwarze Königin“ hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir würden uns freuen, wenn dies auch bei unseren Leserinnen und Lesern so herüberkommt.

Eure

Iny und Elmar

Bericht
DeLiA 2010 in Linz
von Iny und Elmar am 2010-06-07
Nach tagelangem sorgenvollen Blick auf die Wettervorhersage machten wir uns am 27.05.2010 bei Regenwetter auf den Weg nach Linz zu den Liebesromantagen von DeLiA, der Vereinigung der deutschsprachigen Liebesroman-Autorinnen und –Autoren. Schon im Vorfeld waren die Erwartungen an dieses Ereignis enorm gewachsen, doch das Wetter schien uns einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Allen Wetterberichten zum Trotz klarte es jedoch kurz vor Linz auf und wir vermochten unseren Wohnwagen auf dem Campingplatz aufzustellen, ohne durchweicht zu werden. Auch als wir uns zu dem vereinbarten Treffpunkt im Stadtzentrum aufmachten, blieb wider Erwarten alles trocken.

Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Mitglieder von DeLiA kennenzulernen. Es blieb jedoch nicht viel Zeit für Unterhaltungen, denn am Abend war eine Lesung bei Thalia in der Landstraße anberaumt und wir wollten vorher noch eine Kleinigkeit essen. In einem kleinen Café in der Nähe wurden wir schließlich fündig und erlebten gleich etwas Amüsantes. Wir hatten bereits unsere Namensschilder angesteckt, und so wurde Iny von einer Angestellten im Café gefragt, ob sie wirklich die Iny Lorentz wäre. Die Frau ist ein großer Fan unserer Romane und freute sich sehr, uns zu sehen. Wir gaben ihr und einer Freundin Autogrammkarten und hatten gleichzeitig den Ort gefunden, an dem wir an den beiden folgenden Tagen vor Beginn der eigentlichen Veranstaltungen einen schnellen Latte macchiato trinken konnten.

Danach ging es weiter zu Thalia. Dort war bereits alles für die Lesung vorbereitet und wir konnten unsere Österreichpremiere feiern. Wir hatten zwar schon in Italien und Belgien gelesen, aber noch nie in der Alpenrepublik. Gewünscht war Dezembersturm und wir gaben einen kleinen Einblick in die Abenteuer Lores, Natis und Fridolins, bis dann die Fragerunde begann. Elmar stellte neben unseren Iny-Lorentz-Romanen auch die neuesten, unter anderen Pseudonymen veröffentlichten Werke vor. In dem Augenblick meldete sich eine ältere Dame und erklärte, sie würde eben "Die Tallinn-Verschwörung" lesen und sei vollkommen begeistert davon. Ihr Lob fiel bei den übrigen Zuhörern auf fruchtbaren Boden, denn in der Folge durften wir ebensoviele Tallinn-Verschwörungen signieren wie Dezemberstürme.

Als wir nach der Lesung die Thalia-Filiale verließen, glänzte der Gehsteig nass, doch die Schleusen des Himmels waren bereits wieder geschlossen. Gemeinsam mit Edda Minck, die uns zu Thalia begleitet hatte, gingen wir zu dem kleinen Lokal, an dem sich die nach Linz gekommenen DeLiA-Mitglieder nach den einzelnen Lesungen treffen wollten. Es lasen ja nicht nur wir, sondern eine ganze Reihe zumeist bekannter Autorinnen, unter anderem Kerstin Gier, Charlotte Thomas, Marie Cristen, Ricarda Martin, Angeline Bauer, Gabriele Galvani, Britta Sabbag, Irene Seydlitz, Nora Berger, Katerina Timm, Brigitte Johann, Renate Orner, Katryn Berlinger und Tania Krätschmar. Einige von ihnen befanden sich bereits im Lokal und grübelten über der Speisekarte. Hier bewahrheitete sich das Wort, dass Deutschland und Österreich nichts mehr trennt als die gemeinsame Sprache. Im Besonderen ging es hier um Frankfurter Würstel mit Gebäck. Während heiß diskutiert würde, ob damit nun Haselnussringe oder Blätterteigtaschen gemeint wären, brachte unser einheimisches Mitglied und Veranstalterin der DeLiA-Tage Ingeborg Rauchberger die Erleuchtung. In Österreich wird dasjenige Gebäck genannt, was in unseren Breitengraden je nach Landstrich als Brötchen, Semmel, Rundstück oder Schrippe bekannt ist.

Nach einiger Zeit verließen wir die fröhliche Runde, deren Sitzfleisch stärker ausgeprägt war als das unsere, um zum Campingplatz zurückzukehren. Nach einer viel zu kurzen Nacht rief uns der Wecker aus unseren Träumen und wir mussten uns sputen, um noch rechtzeitig zu unserem Latte macchiato und danach zu der anberaumten Pressekonferenz zu kommen. Auch hier hatte Ingeborg Rauchberger, die als Sophia Farago Regency-Romane und als Sophie Berg amüsante Gegenwartsromane schreibt, alles exzellent vorbereitet. Es wurde eine recht muntere Fragerunde, bei der außer Sophia und uns auch Kerstin Gier und Rebecca Michele, die Präsidentin von DeLiA den Journalisten Rede und Antwort standen.

Anschließend begann das touristische Programm. Es begann mit einer Stadtrundfahrt, für die den versammelten DeLiAs samt Anhang ein kleiner, gelber Zug zur Verfügung stand. Danach ging es mit der steilsten Straßenbahn Europas auf den Pöstlingsberg. Dort tauchten wir der Grottenbahn in eine illuminierte Märchenwelt ein, die wir erst wieder verließen, als uns der Hunger ins Restaurant trieb. Die Stadt Linz hatte sich großzügig gezeigt und uns zum Essen eingeladen. Als Gastgeberin fungierte Frau Dr. Christine Dolezal, die Vizebürgermeisterin von Linz.

Kaum hatten wir uns gestärkt, scheuchte uns das Programm in einen Nebensaal des Restaurants. Dort fand die Jahresversammlung von DeLiA statt, die diesmal erfreulich flott von der Bühne ging. Allerdings war dies kein Wunder, denn wir mussten zu einer ganz bestimmten Zeit mit der Pöstlingsbahn wieder in die Stadt hinunterfahren, um rechtzeitig zum Galaabend mit der Verleihung der Delia für den besten Liebesroman des Jahres 2009 zu kommen.

Hier zeigte sich, wie Ingeborg Rauchberger eine solche Veranstaltung zu organisieren versteht. Es war ihr nicht nur gelungen, die VKB-Bank als Sponsor für den Galaabend zu gewinnen. Die Feier selbst fand auch im Veranstaltungscenter der VKB-Bank statt, und zwar in denselben Räumen, in denen Frau Dr. Ingeborg Rauchberger vor genau zehn Jahren zu Oberösterreichs Managerin des Jahres 2000 gewählt worden war. Der Galaabend kann im Grunde nur mit einem einzigen Wort beschrieben werden: grandios! Die 300 Sitze waren bis auf den Letzten gefüllt und es waren etliche Vertreterinnen der weiblichen politischen und unpolitischen Prominenz des Bundeslandes Oberösterreich erschienen, aber auch viele Herren in feinem Zwirn. Dr. Albert Wagner, der Direktor der VKB-Bank, hielt selbst die Eröffnungsrede. Anschließend begrüßte die stellvertretende Landtagspräsidentin die Gäste, die DeLiAs und natürlich unsere neun für den Preis nominierten Autorinnen Marie Cristen, Isrun Lorenz, Lena Falkenhagen, Edda Minck, Charlotte Thomas, Corinna Kastner, Stefanie Gerstenberger, Tania Kretschmar und Beate Rygiert.

Auch das Rahmenprogramm war vom feinsten. Die Sängerin Elisabeth Jahrmann trug zum Programm passende Lieder vor und bezauberte damit ebenso wie die Dame am Klavier die Zuhörer, Ingeborg Rauchberger brillierte als Moderatorin und stellte unter anderem mit Kerstin Gier die Königin des amüsanten Liebesromans vor. Kerstin gab auch gleich eine Kostprobe ihres Könnens und bot einen weiteren Höhepunkt dieses Abends. Auch wir wurden von Ingeborg Rauchberger aufs Podium gebeten und interviewt. Hier ging es vor allem um die Verfilmung der Wanderhure und deren österreichische Geburtshelfer, von dem Koproduzenten und Oscar-Gewinner Josef Aichholzer angefangen über die SchauspielerInnen Agathe Taffertshofer, Julian Weigend, Gregor Seberg und Miguel Herz-Kestranek bis hin zu den Drehorten auf Burg Rappottenstein in Niederösterreich und Schloss Tratzberg in Tirol.

Die bekannte oberösterreichische Autorin Monika Krautgartner gab einen Einblick in die Mundartdichtung ihrer Heimat, und zwischen den einzelnen Autoren trat immer wieder Elisabeth Jahrmann auf, um uns in die Welt der Musik zu entführen. Allmählich wurde es jedoch ernst. Als Erstes wurden die Sieger des Kurzgeschichtenwettbewerbs gekürt. Ingeborg Rauchberger hatte mit maximal 100 Einsendungen gerechnet, doch es wurden über 800 darauf. Die Gewinnerin erhielt einen Scheck und die Gewissheit, dass ihre Geschichte in der renommierten österreichischen Frauenzeitschrift 'Welt der Frau' veröffentlicht wird.

Nach einem weiteren Lied erreichte die Spannung schließlich ihren Siedepunkt. Die neun nominierten Autorinnen wurden aufs Podium gebeten und erhielten erst einmal kleine Geschenke. Wie bei der Oscar-Verleihung wurden dann die Kuverts geöffnet. Den dritten Platz erreichte Corinna Kastner mit dem Fantasy-Roman "Die geheime Kammer". Zweite wurde Stefanie Gerstenberger mit "Das Limonenhaus" und Gewinnerin Lena Falkenhagen mit "Die Lichtermagd". Neben der Statue der DeLiA, etwas zierlicher und hübscher als der Oscar, konnte Lena auch das Preisgeld in Höhe von 1.000,- € und den frenetischen Applaus der Anwesenden entgegennehmen. Natürlich musste sie aus ihrem Siegerroman vorlesen. Sie wählte eine ebenso interessante wie kurze Szene, um die Zeit bis zur Eröffnung des Büffets nicht zu lang werden zu lassen.

Die nächsten Stunden vergingen mit Essen, Trinken und vielen, angenehmen Gesprächen. Irgendwann verabschiedeten wir uns, holten unseren Dicken aus dem Parkhaus und steuerten den Campingplatz an.

Der Samstag begann ebenfalls viel zu früh, doch ein Latte macchiato in unserem Café brachte den Kreislauf wieder in Schwung und so kamen wir halbwegs munter in das Barockhäuschen am Dom, das DeLiA für die Workshops zur Verfügung gestellt worden war.

Zuerst trug unsere Ingeborg Rauchberger alias Sophia Farago und Sophie Berg mit dem ihr eigenen Charme und Witz ihre Gedanken und Anekdoten zur Organisation der DeLiA-Liebesromantage vor.

Anschließend berichtete Gabriela Galvani über die Geschichte des historischen Romans. Wir wussten es, aber für andere war es neu, dass die deutsche Autorin Benedikte Naubert Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten historischen Romane geschrieben hat. Ihre Werke wurden auch nach Frankreich und England übersetzt. Dort kam ein schottischer Jurist damit in Berührung und beschloss, ebenfalls historische Romane zu schreiben. Er tat es so erfolgreich, dass er heutzutage als der Erfinder des historischen Romans gilt, wurde später als Sir Walter Scott geadelt und lebte schließlich in einem schottischen Schloss.

Nach dem Mittagessen referierte Angeline Bauer über das Thema, "Wie schaffe ich es, meine Welt zu verlassen und in die Welt meiner Figuren einzusteigen". Es war ein sehr interessanter Vortrag, der nicht zuletzt beim überraschend zahlreich erschienenen Publikum großen Anklang fand.

Im nächsten Workshop brachte Ulrike Dietmann den Zuhörern nahe, wie man die handelnden Personen eines Romans mit Leben, sprich mit Emotionen erfüllt, damit sie glaubhaft wirken.

Monika Krautgartner hatte ihren Workshop "Literarisches Blindgängertum im Umgang mit Eros, Sex und der Liebe" genannt. Es wurde eine recht amüsante Diskussion daraus, in der etliche der anwesenden Autorinnen ihre eigenen Erfahrungen zu diesem Thema einbrachten.

War Monika Krautgartners Workshop bereits humorvoll, war es dann ein Genuss zu hören, wie Kerstin Gier ihre Lesungen unterhaltsam gestaltet. Sie sprach aus der Erfahrung von über 100 Lesungen und gab dabei auch Einblicke über den Kontakt zu Lokaljournalisten. Am Ende waren alle Zuhörer der Meinung, dass ein Vortrag über die Begegnung mit Lokaljournalisten das ideale Thema für Kerstin bei den Liebesromantagen 2011 wäre.

Zwischendurch gab es Buchverlosungen und Gespräche mit Kolleginnen und Fans. Insgesamt waren die Workshops alle sehr gut gelungen und erwecken Vorfreude auf die im nächsten Jahr.

Haben wir bereits erwähnt, dass auch an diesem Tag die angekündigten Regenschauer überall fielen, nur nicht in Linz? Wir haben keine Ahnung, welche Verbindungen Ingeborg Rauchberger spielen hat lassen, um den Liebesromantagen so schönes Wetter zu garantieren, aber sie müssen unglaublich gut gewesen sein.

Der Abend brachte dann mit einer Schifffahrt auf der Donau noch einmal touristisches Programm, das gleichzeitig dem geselligen Beisammensein diente. Das Wetter war herrlich, der Wein ausgezeichnet und das Büffet liebevoll zusammengestellt. Wir saßen mit Corinna und Jörg Kastner, Birgit Fuchs, deren Ehemann sowie Andrea Klier an einem Tisch, sahen die Ufer der Donau an uns vorbeiziehen, und sprachen über Gott und die Welt und vor allem über Verlage.

Zu später Stunde kehrte unsere "Apollo" in den Winterhafen von Linz zurück. Auch hier gab es eine – für die davon betroffenen Personen nicht ganz so amüsante - Anekdote. Die meisten Teilnehmer sind mit dem Taxi zum Winterhafen gefahren, und mindestens ein Taxifahrer hatte keine Ahnung, wo dieser liegt. Nicht auf den Mund gefallen meinte eine Kollegin, dass es den Winterhafen in Linz auch im Sommer gäbe. Wir selbst hatten keine Probleme, da mit unserem Dicken zur Anlegestelle gefahren sind, weil wir von dort aus schneller den Campingplatz erreichen konnten. Mehrere KollegInnen hatten jedoch auch bei der Abfahrt wieder mit den ausgezeichneten Straßenkenntnissen der Linzer Taxifahrer zu kämpfen, die nicht einfach begreifen wollten, dass es auch Ende Mai noch einen Winterhafen geben könnte.

Der Sonntag kam und damit der Abschied. Wir hatten uns noch zum Frühstück mit den anderen AutorInnen verabredet, führten dabei letzte Gespräche, signierten Bücher und ließen Bücher signieren. Es war ein gehöriger Tropfen Wehmut dabei, als sich immer mehr Leute verabschiedeten, um zum Bahnhof oder dem Flugplatz zu gelangen. Auch für uns hieß es bald, von Linz zu scheiden. Wir kehrten zum Wohnwagen zurück, hingen diesen an den Dicken und machten uns auf den Heimweg. Doch kaum hatten wir die Autobahn erreicht, begann der Himmel, der drei Tage lang wunderbar dicht gehalten hatte, wolkenbruchartig zu weinen, so als wäre er traurig, all die AutorInnen, die sich in Linz versammelt hatten, aus dieser schönen Stadt scheiden zu sehen.

Es war wunderschön. Danke Ingeborg/Sophia/Sophie für diese herrlichen Tage!

Wir freuen uns auf die Liebesromantage 2011 in Rathenow!

Iny und Elmar

Vorankündigung
Neuigkeiten 2010
von Iny und Elmar am 2010-05-26
Das Frühjahr ist für uns heuer besonders aufregend. Einige interessante Reisen wie z.B. der Besuch der Buchmesse in Warschau liegen bereits hinter uns, und weitere stehen uns noch bevor. Doch auch sonst gibt es einige Neuigkeiten zu berichten.


Iny Lorentz:

Hier kommt ein ganz heißer Sommer und Herbst auf uns zu. So erscheinen im August und im November nicht nur "Aprilgewitter" und "Die Ketzerbraut". Knaur bringt auch eine Sonderausgabe von "Die Wanderhure" mit einem neuen Cover und Bildern aus dem Film auf den Markt. Außerdem gibt es eine Hörbuchfassung der Filmversion, gelesen von der Hauptdarstellerin Alexandra Neldel bei Lübbe-Audio. Natürlich erscheinen auch "Aprilgewitter" und "Die Ketzerbraut" als Hörbücher bei Lübbe-Audio. Ihre Stimmen leihen dafür Anne Moll und Anuk Ens. Als besonderer Leckerbissen gibt es zudem im November den Film "Die Wanderhure" auf DVD.

Bei diesen Neuigkeiten geht fast ein wenig unter, dass das TB "Die Wanderhure" mittlerweile die 34. Auflage erreicht hat und auch etliche weitere unserer Romane in den letzten Wochen neue Auflagen erreicht haben.

Mittlerweile sind wir dabei, den dritten Band der Geschichte um Lore und Fridolin von Trettin und ihrer Freundin Nathalia zu schreiben. Auch das Hardcover für 2011 ist bereits im Werden.


Nicola Marni:

Hier ist in diesem Monat bei Goldmann die TB-Ausgabe von "Die Tallinn-Verschwörung" herausgekommen. Damit unser MAD-Agent Torsten Renk keine Langeweile schiebt, wird er im September "Die geheime Waffe" suchen. Ein dritter Band ist bereits fertig und abgeliefert.


Diana Wohlrath:

Mit dem im März bei Hanser erschienenen Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer" finden die Abenteuer im Archipel von Runia, die mit "Der Feuerthron" begonnen haben, ihren Abschluss. Im April ist "Der Feuerthron" auch in einer sehr schönen TB-Ausgabe bei DTV erschienen.


Mara Volkers:

Hier wird sich in den nächsten Monaten einiges ereignen. Doch fangen wir mit einer sehr erfreulichen Nachricht an. Nach "Die Reliquie", die in Tschechien übersetzt worden ist, gibt es nun auch bei "Die Braut des Magiers" eine ausländische Ausgabe. Dieser Roman ist unter dem Titel "Mireasa Magului" in Rumänien erschienen. Damit wurden Romane von uns bis jetzt in neun andere Sprachen übersetzt. Wir sind sehr gespannt, welches die zehnte Sprache sein wird.

"Die Reliquie" und "Die Braut des Magiers" zählen zusammen mit "Die Tochter der Apothekerin" zu unserem Teufelszyklus im historischen Umfeld. Diese Romane sind bei Bastei-Lübbe erschienen. Doch Mara Volkers neue Heimat wird in Zukunft bei Piper sein. Auch unsere drei Teufelsromane werden hier ein neues Plätzchen finden.

Im Juli erscheint bei Piper mit "Die schwarze Königin" unser erster Urban-Fantasy-Roman. Dieser spielt in der heutigen Zeit in Wien und zeigt die fantastischen Seiten dieser Stadt auf. Ein weiterer Roman ist bereits abgeliefert.


Auch sonst ist alles im grünen Bereich. Wir freuen uns auf unsere nächsten Romane und auf etliche schöne Belegexemplare für unseren Trophäenschrank. Allen unseren Fans wünschen wir weiterhin viel Vergnügen beim Lesen!

Iny und Elmar

alias
Iny Lorentz
Nicola Marni
Mara Volkers
Diana Wohlrath

Bericht
Das Schlossfest in Fronberg
von Iny und Elmar am 2010-05-24
Noch ganz von den Eindrücken unserer Reise nach Warschau erfüllt, machten wir uns am Sonntag, den 16.05.2010, auf dem Weg nach Schwandorf in der Oberpfalz. Unsere Filmagentin Isabel Schickinger hatte uns zum mittelalterlichen Fest auf Schloss Fronberg eingeladen, und uns gefragt, ob wir für eine kurze Lesung und eine Signierstunde zur Verfügung ständen. Obwohl uns die Anstrengungen der Reise nach Warschau noch in den Knochen steckten, wollten wir ihr diesen Gefallen tun.

Die Fahrt selbst verlief reibungslos. Im Schwandorfer Ortsteil Fronberg ergaben sich jedoch Schwierigkeiten. Unser unserem aus dem Internet ausgedruckten Plan zeigte nämlich die zweite Abzweigung als Anfahrweg zu Schloss Fronberg an. Tatsächlich aber hätten wir die erste Seitenstraße nehmen müssen, und so brauchten wir ein bisschen, bis wir auf Isabel und Baron Hubertus von Breidbach-Bürresheim, den Schlossherrn von Fronberg, trafen, und von diesem zum Ort des Geschehens gelotst wurden.

Das Wetter war zum Glück trocken, die Temperaturen ließen allerdings zu wünschen übrig. Für einen Tag Mitte Mai war es ehrlich gesagt saukalt. Uns taten die vielen Leute leid, die in mittelalterlichen Gewändern das Fest feierten. Doch diese hielten eisern durch und es hüllten sich nur wenige in Felle oder einen zusätzlichen Mantel. Wir hingegen zogen uns etwas wärmer an, und kehrten erst mal ins Schloss zurück. Eine Autofahrt macht hungrig und bei diesem Fest wurde einiges an Leckerbissen geboten. Isabel und unsere Begleiterin Ingeborg gingen auch gleich auf Einkaufstour und kurz darauf labten wir uns an ungarischem Gulasch, ungarischem Langosch, Spareribs und Feuerspießen, die allerdings recht harmlos waren. Dabei hätten wir bei den herrschenden Temperaturen durchaus ein wenig Feuer brauchen können.

Doch die Stärkung reichte auch so aus, um uns hinaus in die Kälte zu wagen. Dort hatten sich inzwischen etliche Besucher des Festes eingefunden und besichtigen das im Schlosspark errichtete mittelalterliche Lager. Es gab auch einiges zu kaufen und so liefen bald viele kleine Nachwuchsritter und –amazonen mit Spielzeugschwertern und –hellebarden herum. Auch Elmar zückte seinen Geldbeutel für ein paar hübsche Kleinigkeiten. Ansonsten bewunderten wir das pittoreske Lagerleben und die Leute, die sich in historischer Gewandung zusammengefunden hatten, um ihrem Hobby zu frönen und mal wieder in mittelalterlicher Umgebung zu feiern.

Einige alte Gewerbe wurden vorgeführt und erregten das Interesse der Zuschauer, unter denen auch wir uns befanden. Es ist doch etwas anderes, historische Trachten in Bildbänden zu sehen, oder sie wie hier an lebenden Menschen bewundern zu können. Für uns hätte sich der Ausflug auch ohne die Lesung gelohnt, doch wurde bereits das große Zelt für uns umgeräumt und Angela Breu, die Präsidentin des Vereins Manus Draconis Fronbergensis und Mitorganisatorin des Festes bediente sich der modernen Technik eines Lautsprechers, um zu verkünden, dass die Wanderhure gekommen sei. Wir hatten danach bei einer Lesung selten so viele männliche Zuhörer wie hier.

Eigentlich hatten wir ja aus der Rose von Asturien lesen wollen, doch fügten wir uns dem Wunsch der meisten Anwesenden, und liehen uns von der Buchhändlerin eine Wanderhure aus, um aus dieser vorzutragen. In warme Sweatshirts gehüllt und einen Heizstrahler im Rücken machten wir uns schließlich ans Werk. Die Lautsprecheranlage war ausgezeichnet. Dies erwies sich als Vorteil, da das Zelt voll war und die Leuten, die davor stehen blieben, auch noch mithören konnten.

Nach dem Vorlesen begann eine rege Diskussion, in deren Verlauf wir doch etliche Zuhörer mit der Nachricht überraschen konnten, dass die Wanderhure bereits verfilmt worden sei und im Oktober bei Sat1 ausgestrahlt werden würde.

Es war eine schöne Veranstaltung mit äußerst angenehmer Atmosphäre und es dauerte eine Weile, bis die letzten Fragen beantwortet, und noch länger, bis die letzten Bücher signiert waren. Angela Breu versorgte uns anschließend noch mit Kaffee und Kuchen, und während um das Zelt herum das Fest weiterging, unterhielten wir uns mit Baron Hubertus von Breidbach-Bürresheim, einigen aktiven Mittelalterfans sowie einigen Gästen. Ehe wir uns versahen, verging die Zeit wie im Flug und das Ende des mittelalterlichen Treibens kam heran. Während die Leute bereits fleißig ihre Zelte und Stände abbauten, bedankten wir uns bei Angela Breu und Baron Hubertus für die Einladung zu diesem Fest und dann hieß es, Abschied zu nehmen. Waren wir zu dritt gekommen, ging es nun zu viert zurück, denn Isabel fuhr mit uns nach München. Für sie galt es, am nächsten Tag wieder in der Agentur zu sein. Wir hingegen mussten uns erst einmal von der Reise nach Warschau und der Fahrt nach Schwandorf-Fronberg erholen.

Iny und Elmar Lorentz

Lesung
Von einem Brautpaar, Dampfschiffen und Rosen
von Iny und Elmar am 2010-05-02
Eine Lesereise im April
Hatte der März uns bereits drei Lesungen beschert, so standen im April gleich fünf an. Diesmal allerdings konnten wir unser Schneckenhaus mitnehmen, sprich den Wohnwagen anhängen, und mussten nicht andauernd Koffer schleppen. Die erste Lesung war für Montag, den 19.04.2010 geplant. Wir machten uns aber bereits am Freitag auf die Reise, denn am Samstag, den am 17.04.2010 trat unsere Freundin Carmen mit ihrem Freund Andi vor den Traualtar und da wollten wir nicht fehlen. Schon Tage vorher schauten wir immer wieder auf die Wettervorhersage. Zuerst war Regen angesagt, aber die Prognose wurde mit jedem neuen Tag besser, und als wir uns vor der malerischen Kirche von Dossenheim einfanden, strahlte die Sonne fast so sehr wie unser Brautpaar. Es war angenehm warm, fast schon frühsommerlich, und besser kann eine Ehe eigentlich nicht beginnen. Es wurde ein wunderschöner, romantischer Tag, den wir lange in Erinnerung behalten werden. Carmen und Andi waren ein prachtvolles Brautpaar, und als sich die Festgäste nach der Trauung auf der Strahlenburg in Schriesheim einfanden, sorgten die herrliche Aussicht, wohlschmeckender Kuchen und ein exzellentes Brautmahl für beste Laune.

Der Tag endete spät für uns, und als wir irgendwann nach Mitternacht in unser rollendes Häuschen zurückkehrten, geschah dies mit den besten Wünschen für das Brautpaar. Möge es ebenso glücklich werden, wie wir es seit über 28 Jahren sind.

Der Sonntag war von uns als einziger, freier Tag dieser Reise gedacht gewesen, denn an den anderen Tagen mussten wir entweder lesen oder von einem Leseort zum anderen fahren. Knaur war allerdings anderer Meinung und hatte uns kurz vor der Abfahrt die Druckfahnen von "Aprilgewitter" geschickt, die wir kontrollieren sollten. Damit hieß es für uns, bei herrlichstem Wetter im Wohnwagen zu sitzen und zu arbeiten.

Montag fand dann die erste Lesung in Mannheim statt. Veranstaltungsort war die dortige Clubfiliale, doch waren auch aus Ludwigshafen und Weinheim Clubmitarbeiterinnen gekommen, um uns zu hören. Auch unser Brautpaar war mit von der Partie und erhielt einen Ehrenplatz, der mit zwei großen Herzen geschmückt war. Die Zuhörerreihen in der Clubfiliale waren gut gefüllt und alle lauschten angespannt den Abenteuern von Maite und Ermengilda sowie von Lore und Nathalia. Nach dem Lesen begann die Fragerunde, die sehr munter verlief und sich neben allgemeinen Fragen zu unseren Schreiben vor allem um die Verfilmung der Wanderhure drehte. Wir konnten allen nur sagen, dass wir den besten Eindruck von den Schauspielern und dem Regisseur gewonnen hatten und uns sehr auf die Ausstrahlung bei Sat1 freuen. Die Veranstaltung endete zu fortgeschrittener Stunde und wir verabschiedeten uns vom Clubteam und unserem Brautpaar, um zum Campingplatz zurückzukehren. Wir müssen wohl nicht extra erwähnen, dass es vorher noch viele Dezemberstürme, Wanderhuren und andere Romane von uns zu signieren galt.

Dienstag, der 20.04.2010 war Reisetag. Wir hatten die Strecke bis Magdeburg vor uns, doch fiel uns das Aufstehen an diesem Tag etwas schwer, denn schließlich waren wir spät ins Bett gekommen. Als unser Gespann endlich rollte, waren wir neugierig, wie sich die Verkehrsverhältnisse entwickeln würden. Wir hatten jedoch Glück und kamen ohne Stau durch. Unser neuer Campingplatz lag in Colbitz nahe Magdeburg, da wir von dort aus die beiden nächsten Leseorte anfahren konnten.

Der Mittwochvormittag sah uns wieder Druckfahnen lesend im Wohnwagen. Am Nachmittag brachen wir nach Magdeburg aus und ließen uns erst einmal in der Nähe des Veranstaltungsortes in einem Lokal das Essen schmecken. Die Lesung selbst fand im Foyer der Stadtsparkasse Magdeburg statt, die bereits mehrmals als Sponsor für kulturelle Ereignisse aufgetreten war. Es war alles auf das Beste vorbereitet und wir konnten unsere Heldinnen aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" einem zahlreich erschienenen Publikum vorstellen. Vorher hab es jedoch noch einen kleinen Irrtum zu berichtigen. Der Leiter der Stadtbücherei Magdeburg war bei seiner Vorbereitung auf diesen Abend auf eine alte Zahl unserer verkauften Bücher gestoßen und nannte zwei Millionen Exemplare. Wir konnten ihn dahin gehend korrigieren, dass es mittlerweile fast sieben Millionen sind.

Nach der Lesung wurden auch hier viele Fragen gestellt, die wir nach bestem Wissen beantworteten. Das Interesse der Anwesenden war so groß, dass es ebenfalls sehr spät wurde. Zum Glück für uns und unsere Zuhörer hatten wir bereits vor der Lesung kräftig signiert, sonst hätte es noch länger gedauert. Als wir zum Campingplatz zurückfuhren, taten wir dies mit dem Gefühl, dass sich die Reise nach Sachsen-Anhalt bereits mit dieser ersten Lesung gelohnt hatte.

Es mag an der Vulkanaschewolke gelegen haben, oder einer anderen meteorologischen Ursache, denn hatten wir bislang auf unserer Reise angenehme Temperaturen erlebt. Doch nun stürzte das Thermometer in der Nacht um etliche Grad ab und es wurde frisch. Am nächsten Morgen mussten wir den Wohnwagen heizen. Allerdings blieb uns nicht lange Zeit, uns dort aufzuhalten, denn wir fuhren schon bald nach Magdeburg ins MDR-Studio, um live bei MDR um 12 dabei zu sein.

Nach der Sendung hatten wir noch ein wenig Zeit, um uns auf die Lesung in Haldensleben vorzubereiten, dorthin zu fahren und eine Kleinigkeit zu essen. Die Lesung selbst fand in einem Hotelsaal statt und wurde von der Firma Konsum – Optimal Kauf vor allem für eigene Mitarbeiter organsiert. Allerdings hatten sich auch viele andere Interessierte um Karten beworben, so dass der Saal brechend voll war und trotzdem etliche Leute leer ausgegangen waren. Die Lesung selbst verlief, wie alle anderen auf dieser Reise, sehr angenehm, und als wir nach einer ausgiebigen Fragerunde zum Wohnwagen zurückkehrten, diskutierten wir darüber, wem die Veranstaltung mehr Spaß gemacht hatte, den Zuhörern oder uns selbst.

Der nächste Morgen begann mit einem Blick auf das Thermometer, das erfrischende 4,9 Grad anzeigte. Obwohl wir an diesem Tag mit dem Wohnwagengespann etwa 600 km fahren mussten, wurde erst einmal die Heizung eingeschaltet, damit uns das Müsli nicht in den Schüsseln einfror. Dann ging es los. Bis auf einen Stau etwa 50 km vor unserem Ziel Stuttgart hatten wir Glück und kamen ausgezeichnet durch. Die Durchfahrt durch Stuttgart erforderte ebenfalls eine gewisse Geduld, doch schließlich erreichten wir den Campingplatz im Stadtteil Bad Cannstatt – und fanden uns im Schatten eines Riesenrades wieder. Gleich nebenan wurde auf dem Cannstatter Wasen das Frühlingsfest abgehalten. Dies versprach nicht gerade eine angenehme Nachtruhe und wir dachten mit Grauen daran, wie früh wie am nächsten Morgen aus den Betten steigen mussten. Nach einer kurzen Erholungspause entschlossen wir uns, selbst das Frühlingsfest zu besuchen und ein wenig Urlaubsgefühl zu tanken. Wir schlenderten gut zwei Stunden über das ausgedehnte Gelände, aßen an einem Stand zu Abend und fuhren zum Abschluss mit dem Riesenrad. Als wir in den Wohnwagen zurückkehrten, schliefen wir trotz des nahen Rummelplatzes ziemlich schnell ein, und wurden am nächsten Morgen durch den Wecker wieder ins normale Leben eines Schriftstellerpaares zurückgeholt, das um 09:00 Uhr morgens die Erste von zwei Lesungen an diesem Tag zu halten hatte.

Als wir unser Auto im Ortsteil Münchingen der Stadt Korntal-Münchingen abstellten, waren wir doch ein wenig besorgt und fragten uns, wer um 09:00 Uhr morgens kommen würde, um uns zuzuhören. Die Veranstaltung war als Frühstückslesung geplant, eine Neuheit für uns, und so waren wir entsprechend neugierig. Als wie den Saal betraten, starrten wir verblüfft auf die vielen Tische und Stühle. Mehrere Damen der beiden Stadtteilbüchereien von Münchingen und Korntal waren bereits dabei, das Frühstück vorzubereiten. Der Menge an Käse, Wurst und anderen leckeren Dingen nach schienen sie ja viele Teilnehmer zu erwarten.

Wir erfuhren rasch, dass "nur" für die Leute gedeckt worden war, die ihre Karten im Vorverkauf erstanden hatten, und für das Veranstalterteam. Auch für uns waren zwei Plätze reserviert, so dass wir uns vor der eigentlichen Lesung noch mit Kaffee und einem Brötchen stärken konnten. Auch die zahlreich erschienenen Zuhörer ließen sich das Frühstück schmecken und warteten anschließend gesättigt auf Maite, Ermengilda und Konrad aus der Rose von Asturien, von deren Abenteuern wir berichteten. Es wurde ein angenehmer Vormittag, der wie immer in einer lebhaften Fragerunde mündete. Als wir uns schließlich verabschiedeten, taten wir es mit dem Bewusstsein, nicht nur gut gefrühstückt, sondern auch eine ganze Menge Zuschauer unterhalten zu haben.

Ein wenig Sorge machte uns jedoch das Durchhaltevermögen unserer Stimmen, die nach vier Lesungen so kurz hintereinander erste Protestschreiben verfassten. Warmer Tee und grässlich schmeckende Halspastillen sorgten jedoch im Verein mit einer ausgezeichneten Mikrophonanlage in Holzgerlingen dafür, dass auch die fünfte und letzte Lesung auf dieser Reise gut vonstatten ging. Wie in Korntal und Münchingen zeichneten auch hier zwei Bibliotheken, und zwar aus Weil im Schönbuch und aus Holzgerlingen für die Organisation verantwortlich. Veranstaltungsort war die Stadthalle in Holzgerlingen, die zwar durch Bauzäune, die sie umgaben, etwas abweisend wirkte, sich aber doch erstaunlich füllte.

Uns freute besonders, dass Yvonne und ihr Ehemann Uwe, die wir bereits bei einer anderen Veranstaltung kennengelernt hatten, gekommen waren. Auch unser Brautpaar vom 17.04.2010 hatte die Anfahrt von Ludwigshafen nicht gescheut. Andi wurde vom Hausmeister des Komplexes auch gleich zum Beleuchter und Bediener der Mikrophonanlage ernannt, hatte aber aufgrund der ausgezeichneten Vorbereitung wenig zu tun.

Die Lesung selbst und die anschließende Fragerunde und Diskussion verliefen ausgezeichnet, und als wir uns zu bereits vorgerückter Stunde von dem Veranstaltungsteam, sowie von Carmen, Andi, Yvonne und Uwe verabschieden konnten, waren wir mehr als erleichtert, alles so gut hinter uns gebracht zu haben. Es folgte der Rückweg nach Stuttgart-Bad Cannstatt mit einem weiteren Erfolgserlebnis. Aufgrund des Frühlingsfestes wurde das Tor des Campingplatzes später geschlossen als üblich und so gelang es uns, gerade noch rechtzeitig mit unserem Dicken hineinzukommen.

Am nächsten Morgen hieß es, alles zusammenzupacken und nach Hause zu fahren. Vorher aber hatte Iny noch ein amüsantes Erlebnis. Während Elmar den Wohnwagen fahrbereit machte und an das Auto ankoppelte, ging sie nach vorne, um die Rechnung zu zahlen. Da wir auf Campingplätzen, auf denen wir uns wohlgefühlt haben, gerne ein Buch als kleines Dankeschön zurücklassen, hatte sie eine Tochter der Wanderhure dabei. Die Dame an der Rezeption sah das Buch und rief überrascht aus, sie hätte die ersten drei bereits gelesen. Nun besitzt sie auch noch den vierten Band der Wanderhurenreihe und wir freuen uns, ihn ihr geschenkt zu haben.

Danach aber hieß es für uns in die Heimat zu fahren, und als wir ein paar Stunden später unseren Heimatort erreichten und den Wohnwagen abstellten, war eine schöne, aber auch anstrengende Lesereise zu Ende gegangen.

Iny und Elmar

Bericht
Zeitreise
von Iny und Elmar am 2010-04-16
Es gibt Tage im Leben, an denen man an jene Orte zurückkehrt, die einem einmal wichtig gewesen waren, und sich dort mit alten Freunden trifft. Wenn dann das Gespräch auf vergangene Zeiten kommt, merkt man erst so richtig, wie oft der Zufall im Leben Regie geführt hat. So war es auch diesmal bei uns bei unserer Fahrt in die Nähe von Passau.

Für Elmar war es eine Reise von 39 Jahren in die Vergangenheit. Vor vierzig Jahren war Elmar noch Mitglied eines kleinen Science-Fiction Clubs gewesen, der aber zu dem Zeitpunkt, um den es nun ging, sanft entschlafen war. Durch Zufall traf Elmar im Frühjahr 1971 beim Einkaufen in der Stadt die Mutter eines ehemaligen Mitgliedes des Clubs und ließ sie Grüße an ihren Sohn ausrichten. Kurze Zeit später tauchte dieser auf dem Bauernhof auf, auf dem Elmar lebte, und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, mit nach Passau zu fahren und dort andere SF- und Fantasy-Fans kennenzulernen.

Kurz entschlossen fuhr Elmar mit und ahnte dabei nicht, dass sein Leben sich mit dieser Fahrt in einer Weise ändern würde, wie er es nie für möglich gehalten hätte. Bisher eher am Rand der Fangemeinschaft angesiedelt, kam er mit aktiven Fans in Kontakt, lernte wenig später Autoren wie Hugh Walker und Clark Darlton kennen und schrieb eine Menge an Kurzgeschichten in den clubeigenen Magazinen. Vor allem aber – und das war wohl das Entscheidende – traf er dort ein paar Jahre später auf Iny. Was daraus geworden, sieht man heute in den Buchhandlungen.

Einige Zeit waren wir beide zusammen im SF- und Fantasy-Fandom aktiv, doch irgendwann gewannen andere Dinge im Leben Priorität. Der Kontakt nach Passau blieb trotz aller unterschiedlichen Interessen erhalten und gelegentlich haben wir einige Leute wiedergesehen. Seit dem letzten gemeinsamen Treffen waren jedoch etliche Jahre vergangen. Mal passte ein Termin nicht in die Planung, dann verhinderten unvorhergesehene Ereignisse ein Wiedersehen.

Anfang April war es dann jedoch wieder so weit und die Reise in die Vergangenheit konnte stattfinden. Ort des Treffens war das idyllisch gelegene Heim von Hugh Walker in der Nähe von Passau und der harte Kern der damaligen Gruppe hatte sich angekündigt. Uns überfiel ein nostalgisches Gefühl, als wir den Berg hochfuhren und nach der letzten Kurve Hughs Haus über uns auftauchte.

Hugh Walker, ein bekannter deutscher Fantasy- und Horrorautor, saß auf seiner Terrasse und genoss die Sonne. Da jedoch der Wind noch immer kalt blies, zogen wir uns bald ins Haus zurück. Bald tauchten dann auch die übrigen Veteranen aus alten Fanzeiten auf, so Gustav Gaisbauer, seit vielen Jahren der Vorsitzende des Ersten Deutschen Fantasy-Clubs e.V., seine Ehefrau Roswitha und der Illustrator, Grafiker und Comiczeichner Gabriel Nemeth. Auch Franz Schröpf, der Herausgeber der Fanzines (Fan-Magazine), in denen etliche unserer frühen Kurzgeschichten vor vielen Jahren erschienen sind, war mit dabei und für einige Stunden waren Alter und graue Haare vergessen und wir fühlten uns wieder wie in jenen Tagen, in denen wir noch jung und Fans gewesen waren.

Es wurde ein wunderschöner Nachmittag und Abend, und als wie spät in der Nacht wieder nach Hause fuhren, diskutierten wir über die Zufälle des Lebens. Wäre Elmar damals nicht mit dem anderen Fan aus seiner Kreisstadt nach Passau gefahren, hätten wir uns vielleicht nie kennengelernt und es hätte Iny Lorentz, Nicola Marni, Mara Volkers und Diana Wohlrath niemals gegeben.

Iny und Elmar

Lesung
Die erste Lesereise in 2010
von Iny und Elmar am 2010-04-02
Ausnahmsweise fand unsere erste Lesereise in diesem Jahr bereits im März statt. Für uns hieß dies, auf unseren gewohnten Wohnwagen zu verzichten und in Hotels zu übernachten. Das ist etwas, was wir im Allgemeinen zu vermeiden suchen.

Da die erste Lesung in Holzwickede am Sonntag, den 21.03.2010 bereits um 17:30 Uhr beginnen sollte und wir die ganze Anfahrt vor uns hatten, mussten wir sehr früh aus dem Bett, um rechtzeitig anzukommen. Immerhin wollten wir vorher auch noch etwas essen, um nicht mit knurrenden Magen und entsprechend schlechter Laune vor dem Publikum zu sitzen. Um es gleich zu sagen: Es klappte alles. Die Autobahnen waren relativ frei und wir kamen trotz immer wiederkehrender Regenschauer gut voran. Zu unserer Erleichterung hörte der Regen kurz vor Holzwickede auf und wir konnten sowohl trockenen Fußes zum Essen wie auch zum Schulzentrum gehen, in dessen Forum die Lesung stattfinden sollte. Hier gab es allerdings ein kleines Problem, denn das Schulzentrum war ziemlich ausgedehnt und wir hatten keine Ahnung, in welches Gebäude wir mussten. Die Rettung nahte jedoch in Form zweier Damen, die uns sahen und meinten, wir hätten wohl den gleichen Weg. Da sie sich auskannten, erreichten wir das Forum und konnten unsere Plätze einnehmen.

Uns wurde Wein angeboten, doch zur Erfrischung musste erst mal ein Glas Wasser reichen. Schließlich wollten wir lesen und uns nicht betrinken. Zu Beginn galt es jedoch erst einmal, hart zu arbeiten. Wir hatten mit den Veranstaltern extra vereinbart, dass wir früher kommen und Bücher signieren, damit die Zuhörer nach der Lesung nicht noch warten mussten, bis sie an die Reihe kamen. Da das Forum gut gefüllt war, gab es einen größeren Ansturm und wir mussten einen Teil der Leute dann doch auf die Pause und das Ende der Lesung vertrösten.

Im Vorfeld war an uns der Wunsch herangetragen worden, auch aus der Wanderhure zu lesen, da dieses Buch nicht zuletzt durch die Verfilmung durch Sat1 wieder an Aktualität gewonnen hat. Diesen Gefallen erfüllten wir gerne und so präsentierten wir neben Lore und Nati aus "Dezembersturm" und Maite und Ermengilda aus "Die Rose von Asturien" auch unsere Marie und deren Freundin Hiltrud.

In der Pause galt es, weitere Signierwünsche zu erfüllen, und danach begann eine lebhafte Fragerunde, in der die Zuhörerinnen und Zuhörerinnen neben den üblichen Fragen nach unserer Arbeitsweise auch mehr über den Film "Die Wanderhure" erfahren wollten. Wir berichteten von unserer Reise zu den Dreharbeiten nach Ungarn und konnten erneut bestätigen, wie zufrieden wir mit Alexandra Neldel und den übrigen Schauspielern waren.

Irgendwann geht auch der schönste Abend zu Ende, und als wir uns von dem Publikum und den Veranstaltern trennten, taten wir dies mit einem äußerst zufriedenen Gefühl.

Nach der Lesung war hier allerdings auch vor der Lesung, denn es ging bereits am nächsten Tag in Hagen weiter. Hier war die Anreise um einiges kürzer und so blieb uns noch die Zeit für einen Spaziergang durch die Innenstadt. Die Lesung selbst fand in der großzügig gestalteten Stadtbibliothek statt, und auch hier trafen wir eher ein, um erste Signierwünsche zu erfüllen.

Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der eigentlichen Lesung wurde die Leiterin der Stadtbibliothek nervös, da noch eine größere Gruppe von Zuhörern fehlte, die ihre Karten im Vorverkauf erstanden hatten. Doch als Iny das Buch zur Hand nahm und ihren Text las, waren die Stühle wie durch Zauberhand besetzt.

Auch hier waren wir gebeten worden, aus der Wanderhure zu lesen und so kamen Marie und Hiltrud erneut zu Ehren. Zuerst aber hörten die Anwesenden von Maites beherztem Eingreifen bei der Rettung von Ermengilda. Danach kam unsere Marie an die Reihe, und zuletzt erlebte Lore den Schrecken eines Schiffsbruchs im Dezembersturm.

Da etliche Leute sehr knapp vor Beginn der Lesung erschienen waren, mussten wir in der Pause noch einiges signieren. Mit dem Hinweis, dass wir nach der Veranstaltung nicht sofort verschwinden würden, konnten wir schließlich in die Fragerunde gehen, die sich natürlich stark um den Film "Die Wanderhure" drehte. Doch auch sonst wurden viele Fragen gestellt, die wir nach bestem Wissen und Gewissen beantworteten, bis schließlich der öffentliche Nahverkehr der Veranstaltung ein Ende bereitete. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer mussten die letzten Busse in ihre Stadtviertel erreichen. Wir signierten noch einige Bücher, dann fiel auch für uns der Vorhang und wir verabschiedeten uns von den Damen der Stadtbücherei Hagen mit einem herzlichen Dank für diesen angenehmen Abend.

Damit wartete noch die letzte Lesung auf uns, diesmal in der Buchhandlung Bollinger in Oberursel. Wir kannten Frau Bollinger, eine sehr engagierte Buchhändlerin bereits von den in Oberursel stattfindenden Jahrestreffen einer Autorengruppe und brauchten daher keinen Stadtplan, um dorthin zu finden.

Die Runde der Zuhörer war etwas kleiner als bei den beiden vorhergehenden Lesungen, aber sehr interessiert, und so entspann sich bereits im Vorfeld ein lebhaftes Gespräch. Natürlich wurde auch dort wieder kräftig signiert, da die diesmal nur aus Damen bestehende Zuhörerschaft kräftig Bücher kaufte.

Die Lesung begann trotzdem pünktlich und diesmal standen nur unsere beiden neuesten Iny-Lorentz-Romane im Fokus. Erneut berichteten wir von Maite und Ermengilda, um dann auf Lore, Nathalia und Fridolin überzugehen.

Eine Pause gab es diesmal nicht, dafür aber für jeden ein Glas Wein, und dann stellten die anwesenden Damen ihre Fragen. Es wurde teilweise recht amüsant, und während wir über unseren Ungarntrip zum Wanderhuren-Dreh berichteten und auf den in diesem Sommer scheinenden Roman "Aprilgewitter" hinwiesen, in dem Lore und Nathalia weitere Abenteuer zu bestehen haben, verging die Zeit wie im Flug. Zu bereits recht später Stunde löste sich die muntere Runde auf. Nach dem Signieren der letzten Bücher verabschiedeten wir uns von Frau Bollinger und eine interessante und angenehme Lesereise näherte sich ihrem Ende.

Wer uns ebenfalls live erleben will, kann dies am 19.04.2010 in Mannheim, am 21.04.2010 in Magdeburg, am 22.04.2010 in Haldensleben und am 24.04.2010 morgens in Korntal-Münchingen oder am Abend in Holzgerlingen tun.


Iny und Elmar Lorentz

Vorankündigung
Ende der stillen Zeit
von Iny und Elmar am 2010-03-16
Auch wenn vor dem Haus und auf den Dächern noch Schnee liegt und es heute ein wenig geschneit hat, so zeugt ein Blick auf den Kalender, dass die stille Zeit für uns jetzt zu Ende geht. Die erste Lesereise steht bevor, am 21.03.2010 in Holzwickede, am 22.03.2010 in Hagen und am 23.03.2010 in Oberursel. Wir freuen uns darauf, neue Orte kennenzulernen und uns wieder mit unseren Leserinnen und uns mit Lesern austauschen zu können.

Mittlerweile ist mit "Merani und die Schlange unter dem Meer" unser zweites Jugendbuch unter dem Pseudonym Diana Wohlrath bei Hanser erschienen. Es sieht einfach klasse aus, und das nicht nur wegen des tollen Covers. Der Verlag hat auch die Karten, die Elmar vorgezeichnet hat, wunderbar umsetzen lassen und ein richtiges Schmuckstück geschaffen. Uns selbst hat es viel Spaß gemacht, die Geschichte um den Feuerthron in diesem Band zu Ende bringen zu können.

In wenigen Tagen wird bei DTV die Taschenbuchausgabe unseres ersten Diana Wohlrath Hanser-Jugendbuches "Der Feuerthron" erscheinen. Wir sind schon ganz gespannt darauf, das Buch in Händen zu halten und zu dem Hardcover von Hanser in unseren Trophäenschrank stellen zu können.

In diesem Trophäenschrank landete diese Woche auch eine neue Hörbuch-Sonderausgabe von "Die Pilgerin" von Iny Lorentz.

Trotz der über hundertfünfzig Original- und Lizenzausgaben unserer Bücher ist in diesem Schrank noch genug Platz, so zum Beispiel für die bei Goldmann im Mai erscheinende Taschenbuchausgabe unseres Thrillers "Die Tallin-Verschwörung" von Nicola Marni. Torsten Renk, unser Agent im Auftrag der Kanzlerin, hat aber heuer im Herbst noch einmal kräftig zu tun, denn er muss "Die geheime Waffe" finden. Wir haben gestern zum ersten Mal das Cover gesehen. Es ist, um einen Ausdruck einer Verlagsmitarbeiterin zu verwenden, rattenscharf!

Bei Iny Lorentz erwartet unsere Leserinnen und Leser mitten im Sommer ein "Aprilgewitter". Es handelt sich dabei um den zweiten Band der Trilogie um die Freundinnen Lore von Trettin und Nathalia von Retzmann im Berlin gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Herbst erscheint ein weiteres Hardcover von Iny Lorentz. Auch von diesem haben wir das Titelbild bereits gesehen und finden, dass es wunderbar in die Reihe der Iny-Lorentz-Faltenwurf-Cover passt, die mittlerweile ja zu einem Trend bei den historischen Romanen geworden sind.

Auch als Mara Volkers waren wir nicht untätig. Bei Piper wartet "Die schwarze Königin" darauf, auf ihre Opfer losgelassen zu werden.

Unsere anstehenden Arbeiten gehen uns wie gewohnt flott von der Hand. Zwei weitere Romane sind vor Kurzem abgeliefert worden, werden allerdings erst 2011 erscheinen. Jetzt sind wir dabei, zwei weitere Manuskripte für 2011 fertigzustellen. Die müssen zum Glück erst Ende dieses Jahres abgeliefert werden, und so lange werden wir auch daran arbeiten.

Mittlerweile eilen unsere Gedanken bereits ein wenig voraus, denn jeder Roman, den wir schreiben wollen, muss lange vorher festgelegt und recherchiert werden. Die Arbeit wird uns daher so schnell nicht ausgehen.

Im Herbst wird es für alle Iny Lorentz-Fans ein besonderes Schmankerl geben. Es geht nicht nur um den Film allein, der für Oktober 2010 eingeplant ist. Aber mehr dürfen wir an dieser Stelle nicht verraten.

Eure

Iny Klocke
und
Elmar Wohlrath
alias Iny Lorentz, Nicola Marni, Mara Volkers und Diana Wohlrath

Bericht
Heusweiler im Februar
von Iny und Elmar am 2010-03-02
Nicht jede Fahrt, die wir unternehmen, gilt der Recherche, einer Lesung oder einem Autorentreffen. So war es auch in diesem Februar. Unsere Kollegin Deana Zinßmeister hatte uns zur Buchpremiere ihres neuesten Romans "Die Gabe der Jungfrau" ins Saarland eingeladen. Wir freuten uns darauf, einmal ohne jede Verpflichtung fahren zu können, umso mehr, da es sich bei Deana um eine sehr sympathische Autorin handelt und wir bereits vor anderthalb Jahren bei der Premiere ihres Romans "Das Hexenmal" dabei gewesen waren.
Jene Premiere fand allerdings im Sommer statt und wir waren mit dem Wohnwagen unterwegs gewesen. Das war diesmal wegen der herrschenden Temperaturen weniger empfehlenswert. Zu unserer Erleichterung hatten wenigstens die starken Schneefälle der vergangenen Tage aufgehört, die Straßen waren frei, und wir kamen ohne Hindernisse durch.
Die Buchpräsentation selbst fand im Lichtspielhaus von Heusweiler statt, einem Juwel von einem Kino, das einen festlichen Rahmen für die Veranstaltung bot. Deana hatte eine bei einem Fernsehsender tätige Freundin als Moderatorin gewonnen, doch bevor das Buch vorgestellt wurde, gab es erst einmal Sekt für die zahlreichen Gäste, darunter einige Autorenkolleginnen und –kollegen, sowie die regionale Prominenz aus dem Saarland, Deanas Agentinnen, ihre Lektorin, Freunde und Familienmitglieder.
Danach wurde "Die Gabe der Jungfrau" in einem Trailer vorgestellt und Deana las die ersten Szenen vor. Sie wechselte sich dabei mit einem Pianisten, einer Sängerin und einem Sänger ab, die Lieder passend zu den ausgewählten Lesestücken vortrugen. Nach einem Interview über die Entstehungsgeschichte des Buches hatten wir dann das große Vergnügen, mal jemand anders beim Signieren zusehen zu können. Deana durfte hart arbeiten, denn die Schlange wurde lang und länger und jeder wollte seine persönliche Widmung haben.

Als das geschafft war, ging die Feier nach einem Ortswechsel in Deanas Heim weiter. Obwohl einige große Räume für die Gäste bereitstanden, wurde es arg eng, denn es wollten viele Leute mit Deana auf ihr Buch anstoßen. Die Gastfreundschaft der Familie Zinßmeister war einfach überwältigend. Wer hier durstig blieb, war selbst schuld. Außerdem gab es leckere Snacks, Laugenstangen, Würstchen und etliches andere mehr. Wir ließen es uns ebenso schmecken wie die übrigen Gäste, unterhielten uns mit unserem Kollegen Christoph Lode, sowie mit den Autorinnen Lisa Maria Dickreiter, Angelika Lauriel, Rebecca Abe und anderen, deren Namen unseren Gedächtnissen leider entfallen sind.
Irgendwann nach Mitternacht zollte Elmar den Nachwirkungen eines gerade überstandenen Virusinfektes Tribut und schlief in seinem Sessel ein.
Der nächste Morgen begann spät, doch zeigten sich alle beim Frühstück gut erholt. Nach angenehmen Gesprächen und dem Austausch von signierten Büchern hieß es dann für uns, Abschied zu nehmen und wieder Richtung Heimat zu fahren. Wir danken Deana für eine sehr stimmungsvolle Buchpremiere und einen angenehmen Aufenthalt und wünschen ihr alles Gute und viele Leser für "Die Gabe der Jungfrau".

Info
Liebe Leserinnen und Leser
von Iny und Elmar am 2010-01-26
Kaum hat man Sylvester gefeiert, ist der Januar schon fast vorbei. Einen Erfolg können wir aber jetzt schon feiern. Wir haben das Manuskript für "Aprilgewitter" am 07.01.2010 in der Agentur abgeliefert, so dass der Roman zum geplanten Termin erscheinen kann.

Einen weiteren Erfolg haben uns unsere Leser beschert. Das Taschenbuch von "Die Tochter der Wanderhure" ist auf Anhieb auf Platz 9 der Bestsellerliste von Spiegel online und Platz 6 beim Stern gekommen.

Eine hübsche kleine Begebenheit gab es noch beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Da unser Ort heuer sein 1150jähriges Jubiläum feiert, hatte der Bürgermeister angefragt, ob wir nicht die erste urkundliche Erwähnung des Ortes in einer kurzen Theaterszene darstellen könnten. Nun sind wir Romanautoren und keine Bühnenschriftsteller. Trotzdem haben wir uns ans Werk gemacht und einen Text verfasst, der von vier Mitgliedern der hiesigen Theaterspielgruppe in beeindruckender Weise aufgeführt wurde.

Unsere aktuellen Projekten sind planmäßig angelaufen. Daher werden wir trotz zweier Lesereisen und mehreren anderen Verpflichtungen auch die weiteren Ablieferungstermine in diesem Jahr einhalten können.

Mit herzlichen Grüßen
Iny und Elmar

Info
Lesung in Poing am 03.12.2009
von Iny und Elmar am 2009-12-14
Diese Lesung war bereits seit längerem vereinbart, als uns auf einmal die Einladung zur Weihnachtsfeier in unserer Agentur erreichte. Unser bedauerndes "Tut uns leid, aber an dem Abend lesen wir in Poing", beantwortete unsere Agentin mit einem "dann verschiebt eben die Lesung!"
Dies war aber nicht mehr möglich und so beschlossen wir, uns zum ersten Mal seit langer Zeit zu trennen. Während Iny bereits am späten Nachmittag nach München fuhr, um bei Agenturfeier Präsenz zu zeigen, nahm Elmar sich drei Stunden später die evangelische Christuskirche in Poing zum Ziel, um im dortigen Gemeindesaal dem Publikum aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" vorzulesen.

Die Lesung fand zu Gunsten der Poinger Tafel statt und wurde von der Bilderausstellung des einheimischen Künstlers Klaus-Peter Paul begleitet. Nach der Begrüßung durch die Initiatorin der Poinger Tafel und den Bürgermeister konnte Elmar schließlich loslegen. War er bisher gewohnt, sich mit Iny beim Lesen abzuwechseln, musste er es diesmal das Werk allein vollbringen. Für das aufmerksame Publikum tat er es jedoch gerne und wurde schließlich belohnt, denn nach einer Pause, in der die Leute sich stärken und Klaus-Peter Pauls Bilder bewundern konnten, Elmar selbst aber Bücher signieren musste, kam Iny von der Weihnachtsfeier in der Agentur zurück und konnte an dem beliebten Frage- und Antwortspiel teilnehmen.

Da es einiges zu erzählen gab, wurde es an diesem Abend recht spät. Zuletzt aber konnten auch wir unsere Sachen packen und nach Hause fahren. Erneut war eine schöne Lesung zu Ende gegangen. Doch bis zum neuen Jahr ist es nicht weit und spätestens im März wird es auf die erste Lesereise 2010 gehen.

Lesung
"Blutrot" im Gärtnerplatztheater in München
von Iny und Elmar am 2009-12-05
Wir waren sehr gespannt auf diese Lesung, denn das Programm las sich sehr engagiert. Die Vorbereitung durch Angela Esser und ihre Helfer war es nicht weniger und so erlebten wir einen grandiosen Abend, der allein daran krankte, dass wir in unserem Vortragsraum sitzen bleiben mussten und nicht selbst den Kollegen zuhören konnten.

Es wurde an drei Stellen des Theaters gelesen. Das Publikum wechselte nach jedem Durchgang und konnte daher alle vortragenden Autoren erleben. Die Zahl der Zuhörer, die sich im Gärtnerplatztheater eingefunden hatten, war erstaunlich hoch, und ihnen wurde, wie wir später hören konnten, einiges geboten.

Thema der Lesung war die Anthologie "München Blutrot". Vortragende waren in einem Raum Andreas Izquierdo sowie Rotraud Arnold und Benjamin Reiners vom Ensemble des Gärtnerplatztheaters mit einer musikalischen Einlage, in einem zweiten Raum lasen Angela Esser und Friedrich Ani, und im dritten wir und Michael Rosié. Allerdings waren in unserem Raum die Rollen vertauscht, denn aus unserer Kurzgeschichte las Iny allein, während Elmar sich in einen Drehbuchautor für Kriminalfilme verwandelte, der von Michael als der Produzent Benni Loichinger belehren lassen musste, wie man das Drehbuch für einen richtigen Münchenkrimi schreibt. Das Publikum verstand die jeweiligen Anspielungen und bog sich teilweise vor Lachen.

Nach der Lesung gab es noch ein kleines Absitzen in der Kantine des Gärtnerplatztheaters und reichlich Gelegenheit, mit Zuhörern und den anderen Autoren von München Blutrot zu plaudern.

Lesung
Lesung in Grafing am 10.11.2009
von Iny und Elmar am 2009-12-05
Auch hier traten wir in unserer gewohnten Rolle als Iny und Elmar Lorentz auf. Die Lesung fand in der Stadtbibliothek Grafing statt, die in einem früheren Kino eingerichtet worden war und ein wunderschönes Ambiente bot. Zu unserer Freude fand sich auch eine ansehnliche Zuhörerschar ein, was vor allen deshalb schön war, weil der Erlös aus dieser Veranstaltung einem guten Zweck dienen sollte.

Wir kamen auch nicht allein nach Grafing, sondern wurden von unserer Agenturbetreuerin begleitet, die vor sechs Jahren unsere erste Iny-Lorentz-Lesung erlebt hatte und sich doch einmal informieren wollte, welche Fortschritte wir seit damals gemacht hatten. Eine weitere Überraschung hatten wir unserer langjährigen Freundin Sabine aus München zu verdanken, die uns nicht gesagt hatte, dass sie ebenfalls kommen würde.

Die Lesung selbst verlief sehr gut mit je zwei Stellen aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" und die anschließende Frage- und Diskussionsrunde stellte selbst unsere doch etwas kritische Agenturbetreuerin zufrieden. Das heißt, wir selbst waren begeistert.

Lesung
Lesung in Kirchheim/Heimstetten am 19.11.2009
von Iny und Elmar am 2009-12-05
Manchmal besteht das Leben wirklich aus Zufällen. Eine Nachbarin blieb auch nach ihrem Umzug in unseren Ort ihrer alten Gemeindebibliothek treu und erzählte der dortigen Leiterin, sie würde direkt neben Iny Lorentz wohnen. Eine Bitte um Kontaktaufnahme folgte, dann ein Telefongespräch, und schon war eine Lesung in der Gemeindebibliothek Kirchheim/Heimstetten vereinbart. Wie bereits bei der Lesung kurz vorher in Grafing haben wir beschlossen, die Einnahmen einen guten Zweck zugutekommen zu lassen.

Wir kamen bereits etwas früher an und begannen auch gleich, die ersten Bücher zu signieren. Der Ansturm der Zuhörer wurde immer stärker und schließlich blieb den Damen in der Gemeindebibliothek nichts anderes übrig, als weitere Stuhlreihen aufzustellen. Als Autor ist es recht angenehm, wenn mehr Stühle gebraucht werden als aufgestellt worden sind. Andersrum wäre es ja nicht so schön.

Auch hier lasen wir aus "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm" und läuteten nach einer kleinen Pause die Fragerunde ein. Es wurde hier recht lebhaft, denn mehrere Leserinnen hatten bereits erfahren, dass die Wanderhure verfilmt wird, und wollten natürlich wissen, wer die Darsteller sind und wie wir zu der Umsetzung stehen. Es gab aber auch reichlich andere Fragen, so dass die Leiterin der Gemeindebibliothek zuletzt doch ein wenig mit den Hufen scharrte, um die Leute und auch uns zum Aufhören zu bewegen. Auch hier war es eine sehr schöne Lesung in angenehmer Atmosphäre mit einem schönen Nebeneffekt: Unser Heimweg war relativ kurz.

Info
Neues von unseren weiteren Pseudonymen
von Iny und Elmar am 2009-12-05
Im April erscheint das Taschenbuch von "Der Feuerthron" in der "Reihe Hanser" bei DTV.

Doch auch bei Hanser selbst gehen die Abenteuer im Archipel von Runia weiter und so steht im Frühjahr der Jugend-Fantasy-Roman "Merani und die Schlange unter dem Meer" von Diana Wohlrath an. Wie der Feuerthron kann dieses Buch von zwölf Jahren an bis ins hohe Alter gelesen werden.

Im Juni erscheint im Goldmann Verlag die Taschenbuchausgabe von "Die Tallinn-Verschwörung". Nicola Marni war in der Zwischenzeit fleißig und hat bereits den nächsten Thriller bei Page & Turner abgeliefert.

Bei so viel Aktivität kann auch Mara Volkers nicht zurückstehen. Auch von ihr wird im nächsten Jahr ein Roman erscheinen, wie immer phantastisch, diesmal aber nicht mehr in der Vergangenheit spielend, sondern in der Gegenwart.

Vorankündigung
"Die Ketzerbraut"
von Iny und Elmar am 2009-12-05
Auch der nächste "klassische" Iny-Lorentz-Roman liegt bereits bei Knaur. Er spielt in der frühen Neuzeit und trägt den Titel "Die Ketzerbraut". Wer uns kennt, weiß, dass es in dem Roman nicht nur um Ketzer geht. "Die Ketzerbraut" spielt übrigens vorwiegend in München, was unsere Recherchen vor Ort ungemein erleichtert hat.

Info
"Die Tochter der Wanderhure" als Taschenbuch
von Iny und Elmar am 2009-12-01
In wenigen Wochen wird das Taschenbuch von "Die Tochter der Wanderhure" erscheinen.

Info
"München Blutrot"
von Iny am 2009-11-30
Für einige Leute war es eine Überraschung, Iny Lorentz mit einer Kurzgeschichte in einer Krimianthologie zu entdecken. Allerdings gab es auch in früheren Zeiten Verbrechen und so war es im Grunde doch kein Wunder, dass wir uns bei "München Blutrot" beteiligt haben. Ein besonderer Gag war, dass es sich bei den Protagonisten dieser Story um die Hauptpersonen des Romans "Die Ketzerbraut" handelte, nur eben fünf Jahre vor den dort beschriebenen Abenteuern. Weite Autoren bei "München Blutrot" waren unter anderem Andrea Maria Schenkel, Friedrich Ani, Heidi Rehn, Angela Esser, Beatrix Mannel, Michael Rossié und natürlich Andreas Izquierdo.

Info
"Dezembersturm"
von Iny und Elmar am 2009-11-27
In diesem Jahr haben wir das Wagnis auf uns genommen und den ersten Band einer Trilogie veröffentlicht, die in einer für Iny Lorentz ungewohnten Zeit handelt, nämlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Unseren Dank an die Leserinnen und Leser, die diesen Roman zu einem großen Erfolg werden ließen. Mittlerweile ist der zweite Band mit dem Titel "Aprilgewitter" fast fertig und wird Anfang des neuen Jahres zum Verlag gehen. "Aprilgewitter" wird ebenso wie "Dezembersturm" als Knaur-Original-Taschenbuch erscheinen.

Bericht
"Die Wanderhure" in Ungarn
von Iny und Elmar am 2009-11-26
Da zu der Zeit die ungarische Übersetzung der Wanderhure erschienen ist, haben wir in Budapest die Gelegenheit genützt, uns eine Ausgabe zu besorgen. Es ist doch ein anderes Gefühl, einen eigenen Roman in einer fremden Sprache vor Ort zu kaufen, als zuhause die Päckchen mit den Belegexemplaren auszupacken. Allerdings tun wir auch das ganz gerne.

Bericht
"Die Wanderhure" als Film
von Iny und Elmar am 2009-11-25
Liebe Lesefreunde,

an dieser Stelle wollen wir in gewissen Abständen Neuigkeiten verkünden und über unseren Alltag als Autoren berichten. Beginnen wir als Erstes mit einer sehr erfreulichen Nachricht.

Einige von euch werden es vielleicht schon wissen. Unser bisher erfolgreichster Roman, "Die Wanderhure" wurde für Sat1 verfilmt. Wir hatten die Gelegenheit, zwei Tage lang in den Studios in Fót bei Budapest dabei sein und Alexandra Neldel als Marie erleben zu können. Ein ausführlicher Bericht wird noch folgen. Soviel aber im voraus: Es war ein grandioses Erlebnis!