In Woifes Lokschuppen o.Fahrt auf Burglinds Spuren

Bericht
von Iny und Elmar am 06-01-2018

Vor einigen Monaten erhielten wir von dem Kabarettisten Wolfgang (Woife) Berger die Einladung zu 'Woifes Lokschuppen' am 03.01.2018 und sagten spontan zu

Am 02.01.2018 kündigten die Nachrichten und die Wettervorhersage allerdings für den 03.01. den Wintersturm Burglind an. Vor fast genau elf Jahren mussten wir wegen des berüchtigten Wintersturms Kyrill eine Lesung verschieben. Daher war es kein Wunder, dass wir nervös geworden sind, zumal die Unwetterkarte die gesamte Fahrstrecke in die höchste Warnkategorie eingestuft hatte.

Das erste Lichtblick war die Wettervorhersage für unseren Ort. Sie besagte nämlich, dass Burglind sich gegen 13:00 Uhr abschwächen würde. Der Sturm zog jedoch nach Osten weiter, und genau dort lag unser Ziel. Fast auf die Minute genau nach der Voraussage begannen bei uns gegen 10:00 Uhr vor dem Haus die Bäume und Büsche unter den ersten, heftigen Böen zu erzittern. Mit einer gewissen Sorge packten wir unsere Sachen und hofften, der Sturm würde rechtzeitig abflauen, damit wir losfahren konnten.

Als Elmar das Haus verließ, um unser Beerchen zu holen, wurde er noch ganz schön durchgeschüttelt und musste seine Hosen mit dem Rucksack abdecken, um keine nassen Beine zu bekommen. Auch während der Fahrt regnete es stark, allerdings flaute der Sturm ab und wir folgten erleichtert Burglinds Spuren. Der Staumelder hatte auf unserer Strecke umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn gemeldet, doch als wir diese Stellen erreichten, waren sie bereits geräumt. Die Spuren sah man natürlich noch, doch hatte Burglind sich weitaus weniger ausgetobt als Kyrill zu seiner Zeit.

Auf jeden Fall kamen wir gut nach Simbach und mussten dort erst einmal nach dem Lokschuppen suchen. Der gute Woife hatte bei seinem Mail bei der Hausnummer eine 1 vergessen und so kamen wir zunächst zur Hausnummer 9 und nicht zur Hausnummer 19. Dank einer Verkäuferin, die uns den richtigen Weg wies, erreichten wir den Lokschuppen dann doch noch. Bei Tageslicht hätten wir die Aufschrift am Gebäude sehen können, doch in diesen Zeiten, in denen die Sonne früh schlafen geht, ist sie uns in der Dunkelheit entgangen.

Wie der Zufall es will, fuhren wir zur gleichen Zeit auf den Parkplatz wie auch Woifi Berger. Nach einer fröhlichen Begrüßung trennten sich unsere Wege wieder. Er musste die Show vorbereiten, wir hingegen hatten Hunger und unternahmen erst einmal etwas dagegen. Im Lauf der nächsten Stunde trafen auch die übrigen Akteure ein. Es gab eine Mikrophonprobe, sowie eine Einweisung durch Woife Berger in den Ablauf des Abends. Letzteres geschah in einem Nebenzimmer. Dort stärkten sich auch unsere Mitstreiter, während wir es bei Tee beließen. Immerhin hatten wir unsere Mägen schon vorher gefüllt.

Als wir den Saal für die Einweisung verlassen hatten, war er noch gähnend leer gewesen. Bei unserer Rückkehr platzte er aus allen Nähten. Sogar der für die Akteure bestimmte Tisch war besetzt. Woifes Team schaffte es aber, für die dort sitzenden Gäste einen Ersatztisch zu beschaffen, so dass wir dann doch vor dem Bühnenaufgang Platz nehmen konnten.

Punkt 20:00 Uhr begann die Show. Woifi Berger sprach die einführenden Worte, und dann ging es auch gleich los. Der Liedermacher Stefan Otto sorgte mit einer munter-frechen Interpretation bekannter Lieder für eine ausgezeichnete Stimmung im Saal und wir hätte ihm den ganzen Abend zuhören können. KJ Kajetan Löffler und Woifi Berger wollten da nicht zurückstehen und sorgten mit ihrer Darbietung für brandenden Applaus. Anschließend betrat Eric Damster die Bühne, ein ausgezeichneter Jonny Cash-Imitator, der mit seinen Songs eine gewaltige Begeisterung bei den Zuschauern hervorrief.

Nach dem Klassevortrag von Eric Damster wurden wir von Woifi Berger zum ersten Mal auf die Bühne gerufen und interviewt. Dabei gab es einige launige Kommentare, die für viel Gelächter im Publikum sorgten. Nach uns enterte der Kabarettist Martin Grosmann die Bühne und sorgte als Onkel aus dem Ruhrpott und danach als Bauer aus dem HBW (hinterstem bayerischen Wald) für gewaltige Lachstürme im Saal. Die Leute waren danach so gut gelaunt, dass sie uns bei unserem zweiten Bühnenauftritt erneut ertrugen. Wir brachten mit Woifi zusammen einen Sketch zum Besten, lobten das bisher auf der Bühne Erlebte und gaben diese dann für den letzten Star des Abends frei, nämlich für Romy, die Woifi nicht zu Unrecht als 'Schlagerikone' vorstellte.

Es war eigentlich unmöglich, die bereits überschäumende Stimmung im Saal noch zu übertreffen, doch Romy schaffte es. Voller Freude, endlich wieder einmal so nah an ihrer Heimat auftreten zu können, riss sie alle mit und sorgte für ein phantastisches Finale dieses mehr als gelungenen Abends.

Danach ging es für Romy und ihre Mitstreiter ans Autogrammeschreiben. Für uns hatte die Buchhandlung Pfeiler sogar einen Büchertisch aufgebaut. Nun erwartet man bei einer Show mit Kabarett, Songs und Schlagern nicht unbedingt, viele Bücher zu verkaufen. Der Ansturm der Kauflustigen überraschte daher sowohl die beiden Buchhändlerinnen wie auch uns. Ein paar Bücher, so sagten sie, hatten sie schon gehofft, verkaufen zu können. In der Hauptsache aber waren sie gekommen, um uns kennen zu lernen. Jetzt aber wanderten die 'Widerspenstigen', 'die apulischen Mädchen', 'Wanderapothekerinnen' usw. in die Hände der Leser und Fans. Unsere Autogrammkarten, von denen Elmar einer Meinung nach eine recht stattliche Zahl mitgenommen hatte, schwanden immer mehr dahin. Selbst als wir aufbrechen wollten, kauften drei junge Damen noch rasch je ein Buch und Elmar durfte die Signierstifte erneut aus seinem Rucksack holen.

Danach war dieser wunderschöne Abend vorbei. Wir bedanken uns bei Woife Berger, dass er es uns ermöglicht hat, ihn mitzuerleben, und Romy, KJ, Stefan Otto, Eric Damster und Martin Grossmann und natürlich Woife selbst für das, was sie uns und allen Zuschauern geboten haben.

Iny und Elmar Lorentz

Zum Schluss kommen nun die Internetauftritte der Interpreten des Abends:

www.faelscher-kabarett.de/ 

www.romy-online.de/ 

otto-stefan.de/ 

www.ericdamster.de/ 

www.martin-grossmann.de/