Reisen & Recherchen

Die Reise nach Rumänien

Hatten uns die Reisen der Jahre 2024 und 2025 jeweils an das andere Ende der Welt geführt, blieben wir in diesem Jahr in Europa. Bereits seit längerer Zeit geisterte eine Idee durch unsere Köpfe, die in Rumänien handeln sollte. Daher nahmen wir 2026 die Gelegenheit wahr, dieses Land aufzusuchen.

Wir hatten unserem Reisebüro erklärt, was wir sehen wollten, und ließen die Reise von ihm planen. Wie bereits bei einigen anderen Reisen bekamen wir auch diesmal unseren persönlichen Führer. Sebastian holte uns am Flughafen in Bukarest ab und es begann mit einer Stadtrundfahrt durch Rumäniens Hauptstadt. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, wanderten wir mit Sebastian durch die Altstadt und schauten uns diese an.

Der nächste Tag brachte bereits einen ersten Höhepunkt, nämlich Schloss Pele?, die Sommerresidenz der rumänischen Könige. Im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild süddeutscher Burgen und Schlösser erbaut bot es von außen und von innen einen wunderbaren Anblick und schärfte unsere Fantasie. Zudem hatte die Agentur in Rumänien, die unsere Reise durchführte, unseren Führer Sebastian danach ausgesucht, dass er dem äußerst neugierigen Autorenpaar einen ebenso weitgespannten wie tiefen Einblick in die Gesichte der drei rumänischen Reichsteile Walachei, Moldau und Transsylvanien ermöglichte.

An den folgenden Tagen ging es dann Schlag auf Schlag. Wir besuchten Bra?ow (Kronstadt), Sighi?oara (Schäßburg), Sibiu (Kronstadt) und einige andere Städte, sahen uns dort um, wanderten durch Museen und ließen uns von Sebastian einiges erklären. Er erwies sich immer mehr als Gewinn für diese Recherche, denn zweimal entzündete er mit einer Bemerkung den Funken, der in uns zur Idee einer neuen Geschichte heranreifte. Zu unserem Programm gehörten natürlich auch einige der Kirchenburgen in Siebenbürgen sowie alte Dörfer, an denen zwar der Zahn der Zeit genagt hatte, die Zeit aber zu einem großen Teil vorübergegangen war. Unterwegs sahen wir auch das angebliche Geburtshaus von Vlad Tepes, dem Vorbild für Graf Dracula. Sebastian meinte, dass noch ein Dutzend anderer Städte und Ortschaften behaupten würden, Vlad Tepes' Geburtsort zu sein.

Weiter ging es über die Karpaten zu den Moldauklöstern. Als UNESCO Kulturerbe waren es einfach Pflicht, sie sich anzusehen. Innen zu fotografieren war verboten. Etliche Leute können aber nicht lesen und keine Piktogramme verstehen, denn sie knipsten lustig mit ihren Handykameras herum. Selbst das mahnende Räuspern und gelegentliche Unmutsäußerungen der Nonnen konnte sie nicht bremsen. Wir fotografierten nicht, sondern besorgten uns Broschüren über die Klöster in den dazu gehörenden Shops. Es gab einiges in Deutsch und den Rest in Englisch. Anders als bei selbst geschossenen Fotos ist hier auch gleich die Erklärung dabei, um was es dabei handelt.

Unterwegs sahen wir auch einiges an Natur. Bären aber trieben sich dort, wo wir waren, nicht herum. Jedenfalls war die Reise sehr aufschlussreich und inspirierend. Irgendwann meinte Elmar, mehr als maximal zwei Romane über Rumänien können wir wirklich nicht schreiben. Da hat er nicht ganz unrecht. Aber es gibt ja auch noch andere Länder in jenem Teil Europas.

Gegen Schluss der Reise kam dann das Sahnehäubchen für Iny. Sie durfte endlich das Donaudelta sehen, und das auf zwei ausführlichen Fahrten mit einem kleinen Boot. Diese Fahrten waren der Höhepunkt dieser Reise und zeigten uns eine Landschaft, wie wir sie noch nie gesehen hatten.

Den Abschluss der Reise machte Constanta. Leider war das Wetter regnerisch. Zudem wurde Elmar krank und zeigte Schwächen. Da wir aber bereits vor zwei Jahren in Constanta gewesen waren, konnten wir es gelassen sehen.

Anschließend waren noch ein paar Tage in einem Hotel gebucht, an denen wir uns von der anstrengenden Reise erholen wollten. Aus gewissen Gründen musste das Hotel umgebucht werden. Das war an und für sich kein Problem. Da Elmar aber krank war, konnten wir nicht viel unternehmen. Er schaffte es aber, unsere Ideen zu notieren, und es wurden wieder etliche Seiten mit Kurzexposés, die wir schließlich mit nach Hause nahmen.

Wieder im Lande, blieb Elmar nichts anderes übrig, als den Arzt aufzusuchen und sich therapieren zu lassen. Die Erholungsphase dauerte ziemlich lange. Mittlerweile aber ist er wieder so weit hergestellt, um sich seinen Mädels widmen zu können. Derzeit ist er noch bei Josefine. Die nächste steht aber schon an der Tür und drängt energisch darauf, an die Reihe zu kommen.

Das tun auch unsere rumänischen Ideen. Aber die haben erst einmal zu warten, bis sie dran sind. Sehr lange wird es wohl nicht dauern, bis der erste Roman in Angriff genommen wird.

Freut euch darauf, und auch auf die Romane, die von uns noch vorher erscheinen werden. Es beginnt bereits im September mit der 'Priesterin von Thera'.

Iny und Elmar Lorentz